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Britisches Pfund: Doppelter Gegenwind für die Inselwährung

Paris (www.aktiencheck.de) - Seit seinem Mitte Juli markierten 12-Monats-Tief bei 0,8467 Pfund hat der Euro um rund 1,5 Prozent aufgewertet, so die Experten der BNP Paribas in einer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".

Zuvor habe die Hoffnung auf einen wirtschaftspolitischen Neustart unter dem neuen britischen Premierminister Andy Burnham, der am 20. Juli die Regierungsgeschäfte übernommen habe, das Pfund beflügelt. Der reibungslose Machtwechsel - viele Beobachter hätten mit einem längeren Ringen um die Nachfolge des früheren Premierministers Keir Starmer gerechnet - habe zunächst für Erleichterung gesorgt und dem Pfund zusätzlichen Rückenwind verliehen.

Zwischen Schulden und Wachstumsschwäche

Mit dem politischen Neustart seien die wirtschaftlichen Baustellen im Vereinigten Königreich aber nicht aus der Welt geschafft. Die fiskalische Situation bleibe angespannt: Die britische Neuverschuldung laufe aus dem Ruder, während die Refinanzierungskosten einen immer größeren Teil des Staatshaushalts verschlingen würden. Auch die Gesamtwirtschaft bleibe fragil: Das Bruttoinlandsprodukt sei im Mai nur um 0,1 Prozent gewachsen nach einem Rückgang von 0,1 Prozent im April, während die Arbeitslosigkeit bei 4,9 Prozent verharrt habe. Die Bank of England dürfte daher Zinserhöhungen vermeiden, um das ohnehin recht schwache Wachstum nicht abzuwürgen. Gleichzeitig könnte die Europäische Zentralbank die Zinsen auf ihrer nächsten Sitzung weiter anheben. Damit würde der Zinsvorteil des Pfunds gegenüber dem Euro schrumpfen - und das wiederum würde die Gemeinschaftswährung attraktiver machen. (Ausgabe vom 31.07.2026) (31.07.2026/ac/a/m)

Archivbeitrag vom 31.07.2026. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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