Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Borussia Dortmund-Aktienanalyse von "Der Aktionär":
Thorsten Küfner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA (BVB) (ISIN: DE0005493092, WKN: 549309, Ticker-Symbol: BVB, NASDAQ OTC-Symbol: BORUF) unter die Lupe.
Über Jahre hinweg seien die stetig steigenden TV-Einnahmen ein wichtiger Wachstumstreiber für den BVB und andere börsennotierte Clubs gewesen. Doch davon könnten die Manager mittlerweile nur noch träumen. Selbst eine dauerhafte Stagnation wäre noch deutlich besser als das, was nun in Frankreich ausgehandelt worden sei.
Denn zwei Jahre nach dem vieldiskutierten Einstieg eines Investors habe die französische Fußball-Liga Ligue 1 ihre TV-Rechte ab der kommenden Saison an den Streamingdienst DAZN und den katarischen Sender beIN Sports verkauft. Das berichte die Sporttageszeitung L'Équipe. Der Deal sorge in Frankreich für große Kritik. Denn er bringe der Liga nur rund 500 Millionen Euro pro Saison ein und liege somit weit unter den Erwartungen, die beim Einstieg des Investors CVC formuliert worden seien.
2022 habe der Ligaverband LFP sogar noch auf Einnahmen von rund einer Milliarde Euro für jede Saison der neuen Rechteperiode von 2024/25 bis 2028/29 gehofft. Zum Vergleich: Die Deutsche Fußball Liga erlöse seit 2021 im Schnitt rund 1,1 Milliarden Euro pro Saison. Der englischen Premier League bringe der neue TV-Vertrag ab der Saison 2025/26 sogar 1,95 Milliarden Euro pro Spieljahr.
In Deutschland sei ein vergleichbarer, aber nicht deckungsgleicher Einstieg eines externen Geldgebers im Februar nach massiven Fanprotesten wieder gestoppt worden. Das Finanzunternehmen CVC aus Luxemburg sei als ehemaliger Mehrheitseigner der Formel 1 auch einer der Kandidaten für einen Einstieg bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) gewesen.
In Frankreich habe CVC im Jahr 2022 für rund 1,5 Milliarden Euro 13 Prozent der Anteile einer neu gegründeten Tochtergesellschaft des LFP gekauft. Im Gegenzug würden 13 Prozent der Vermarktungserlöse an den Investor fließen.
Für Kritik sorge nun, dass die Liga den am schlechtesten dotierten TV-Vertrag seit 2005 abgeschlossen habe und trotzdem einen Investor an den Einnahmen beteiligen müsse. "Wir hatten keine große Wahl", habe die L'Équipe einen namentlich nicht genannten Club-Präsidenten zitiert. "Entweder wir kriegen sofort Geld oder wir hätten noch mehrere Monate warten müssen und keine Garantie gehabt, wie viel wir bekommen würden." Die neue Saison der Ligue 1 beginne bereits am 18. August.
Der Trend bei den so wichtigen TV-Einnahmen zeige weiterhin nach unten.
Auch deshalb drängt sich bei der BVB-Aktie, die sich zuletzt relativ robust präsentiert hatte, aktuell kein Kauf auf, so Thorsten Küfner von "Der Aktionär". Wer bereits investiert ist, beachtet nach wie vor den Stoppkurs bei 3,10 Euro. (Analyse vom 15.07.2024)
Mit Material von dpa-AFX
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Börsenplätze BVB-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs BVB-Aktie:
3,67 EUR +1,10% (15.07.2024, 14:35)
XETRA-Aktienkurs BVB-Aktie:
3,68 EUR +0,96% (15.07.2024, 13:53)
ISIN BVB-Aktie:
DE0005493092
WKN BVB-Aktie:
549309
Ticker-Symbol BVB-Aktie:
BVB
NASDAQ OTC-Symbol BVB-Aktie:
BORUF
Kurzprofil Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA:
Die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA (ISIN: DE0005493092, WKN: 549309, Ticker-Symbol: BVB, NASDAQ OTC-Symbol: BORUF) gehört zu den markenstärksten internationalen Fußballclubs mit einer der höchsten durchschnittlichen Zuschauerzahl in Europa. Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft und der mit ihr im Konzern verbundenen Tochterunternehmen ist der professionelle Vereinsfußball und die wirtschaftliche Nutzung der damit verbundenen Einnahmepotenziale, insbesondere die Vermarktung des "Signal Iduna Park". (15.07.2024/ac/a/nw)
Thorsten Küfner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA (BVB) (ISIN: DE0005493092, WKN: 549309, Ticker-Symbol: BVB, NASDAQ OTC-Symbol: BORUF) unter die Lupe.
Über Jahre hinweg seien die stetig steigenden TV-Einnahmen ein wichtiger Wachstumstreiber für den BVB und andere börsennotierte Clubs gewesen. Doch davon könnten die Manager mittlerweile nur noch träumen. Selbst eine dauerhafte Stagnation wäre noch deutlich besser als das, was nun in Frankreich ausgehandelt worden sei.
Denn zwei Jahre nach dem vieldiskutierten Einstieg eines Investors habe die französische Fußball-Liga Ligue 1 ihre TV-Rechte ab der kommenden Saison an den Streamingdienst DAZN und den katarischen Sender beIN Sports verkauft. Das berichte die Sporttageszeitung L'Équipe. Der Deal sorge in Frankreich für große Kritik. Denn er bringe der Liga nur rund 500 Millionen Euro pro Saison ein und liege somit weit unter den Erwartungen, die beim Einstieg des Investors CVC formuliert worden seien.
2022 habe der Ligaverband LFP sogar noch auf Einnahmen von rund einer Milliarde Euro für jede Saison der neuen Rechteperiode von 2024/25 bis 2028/29 gehofft. Zum Vergleich: Die Deutsche Fußball Liga erlöse seit 2021 im Schnitt rund 1,1 Milliarden Euro pro Saison. Der englischen Premier League bringe der neue TV-Vertrag ab der Saison 2025/26 sogar 1,95 Milliarden Euro pro Spieljahr.
In Deutschland sei ein vergleichbarer, aber nicht deckungsgleicher Einstieg eines externen Geldgebers im Februar nach massiven Fanprotesten wieder gestoppt worden. Das Finanzunternehmen CVC aus Luxemburg sei als ehemaliger Mehrheitseigner der Formel 1 auch einer der Kandidaten für einen Einstieg bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) gewesen.
In Frankreich habe CVC im Jahr 2022 für rund 1,5 Milliarden Euro 13 Prozent der Anteile einer neu gegründeten Tochtergesellschaft des LFP gekauft. Im Gegenzug würden 13 Prozent der Vermarktungserlöse an den Investor fließen.
Für Kritik sorge nun, dass die Liga den am schlechtesten dotierten TV-Vertrag seit 2005 abgeschlossen habe und trotzdem einen Investor an den Einnahmen beteiligen müsse. "Wir hatten keine große Wahl", habe die L'Équipe einen namentlich nicht genannten Club-Präsidenten zitiert. "Entweder wir kriegen sofort Geld oder wir hätten noch mehrere Monate warten müssen und keine Garantie gehabt, wie viel wir bekommen würden." Die neue Saison der Ligue 1 beginne bereits am 18. August.
Der Trend bei den so wichtigen TV-Einnahmen zeige weiterhin nach unten.
Auch deshalb drängt sich bei der BVB-Aktie, die sich zuletzt relativ robust präsentiert hatte, aktuell kein Kauf auf, so Thorsten Küfner von "Der Aktionär". Wer bereits investiert ist, beachtet nach wie vor den Stoppkurs bei 3,10 Euro. (Analyse vom 15.07.2024)
Mit Material von dpa-AFX
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Börsenplätze BVB-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs BVB-Aktie:
3,67 EUR +1,10% (15.07.2024, 14:35)
XETRA-Aktienkurs BVB-Aktie:
3,68 EUR +0,96% (15.07.2024, 13:53)
ISIN BVB-Aktie:
DE0005493092
WKN BVB-Aktie:
549309
Ticker-Symbol BVB-Aktie:
BVB
NASDAQ OTC-Symbol BVB-Aktie:
BORUF
Kurzprofil Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA:
Die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA (ISIN: DE0005493092, WKN: 549309, Ticker-Symbol: BVB, NASDAQ OTC-Symbol: BORUF) gehört zu den markenstärksten internationalen Fußballclubs mit einer der höchsten durchschnittlichen Zuschauerzahl in Europa. Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft und der mit ihr im Konzern verbundenen Tochterunternehmen ist der professionelle Vereinsfußball und die wirtschaftliche Nutzung der damit verbundenen Einnahmepotenziale, insbesondere die Vermarktung des "Signal Iduna Park". (15.07.2024/ac/a/nw)
Archivbeitrag vom 15.07.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.