Aktien des Tages

Borussia Dortmund: Steigende TV-Erlöse erscheinen zunächst eher unwahrscheinlich - Aktienanalyse

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Borussia Dortmund-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Thorsten Küfner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA (BVB) (ISIN: DE0005493092, WKN: 549309, Ticker-Symbol: BVB, NASDAQ OTC-Symbol: BORUF) unter die Lupe.

Bald beginnesie wieder, die Auktion für die TV-Rechte an der Bundesliga für die kommenden Jahre. Doch dieses Ereignis, welches Bundesligisten wie Borussia Dortmund vor einigen Jahren noch stets einen Ertragsschub habe verleihen können, beschere den Managern der Fußball-Clubs nun eher zusätzliche Sorgenfalten. Denn das Marktumfeld sei auch hier rauer geworden.

Für den wichtigsten Job der Deutschen Fußball Liga (DFL) würden bald fünf führende Mitarbeiter die Zentrale in der Frankfurter Guiollettstraße verlassen. An einem geheimen Ort würden sie knapp zwei Wochen lang die Auktion der TV-Rechte durchführen. Und die solle wieder mehrere Milliarden Euro in die Kasse spülen. Geschäftsführer Steffen Merkel gebe sich optimistisch und die Liga hoffe, dass es zumindest kein Minus im Vergleich zur bisher letzten Ausschreibung gebe.

Knapp drei Wochen vor dem Start habe Merkel der Deutschen Presse-Agentur gesagt: "Wir gehen selbstbewusst in die Auktionen." Zu konkreten Zahlen habe sich der DFL-Geschäftsführer allerdings nicht äußern wollen. Derzeit nehme die Liga durchschnittlich rund 1,1 Mrd. Euro pro Saison ein.

"Sind Steigerungsraten von 60 oder 80 Prozent wie 2012 oder 2016 in diesem Marktumfeld momentan realistisch", habe Merkels rhetorische Frage bei der Präsentation der sieben Live- und acht Highlight-Pakete gelautet. Und er habe geantwortet: "Nein, natürlich nicht. Das wissen auch alle. Das wissen die Sender, das wissen auch die Clubs. Das weiß auch die DFL."

Dies dürfte in erster Linie an den Problemen von Sky und DAZN liegen, die Kosten der teuren Bundesliga-Rechte bei ihren Abo-Kunden wieder hereinzuholen. Die beiden derzeitigen Pay-Partner würden mehr als 80% der 4,4 Mrd. für vier Jahre zahlen. Merkel und sein Team um Rechte-Direktor Marcus Beisiegel würden daher auf neue Konkurrenten hoffen. Aber wer könnte das sein? Kurz vor der Mitte April startenden Auktion würden sich die Sender und Medien-Unternehmen gar nicht mehr oder nur vage äußern.

Immerhin habe RTL-Chef Thomas Rabe kürzlich erklärt: "Wir schauen uns alles an, was an Sportrechten auf den Markt kommt - natürlich auch die Bundesliga-Rechte" Er habe hinzugefügt: "Die Sportrechte spielen für uns eine große Rolle. Das gilt sowohl für RTL, also für lineares TV, als auch für RTL+."

Steigende TV-Erlöse würden für den BVB zunächst eher unwahrscheinlich erscheinen. Neben der Tatsache, dass der Konkurrenzkampf an der Spitze der Bundesliga und v.a. auch in der europäischen Spitze für nicht Werks- oder gar "Scheich-Clubs" immer härter werde, sei dies natürlich auch eine Belastung für die BVB-Aktie. Sie bleibe nach wie vor nur für mutige Anleger geeignet (Stoppkurs: 3,10 Euro), so Thorsten Küfner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" in einer aktuellen Aktienanalyse. (Analyse vom 27.03.2024)

(Mit Material von dpa-AFX)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze BVB-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs BVB-Aktie:
3,355 EUR +0,15% (27.03.2024, 11:52)

XETRA-Aktienkurs BVB-Aktie:
3,37 EUR +1,20% (27.03.2024, 11:39)

ISIN BVB-Aktie:
DE0005493092

WKN BVB-Aktie:
549309

Ticker-Symbol BVB-Aktie:
BVB

NASDAQ OTC-Symbol BVB-Aktie:
BORUF

Kurzprofil Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA:

Die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA (ISIN: DE0005493092, WKN: 549309, Ticker-Symbol: BVB, NASDAQ OTC-Symbol: BORUF) gehört zu den markenstärksten internationalen Fußballclubs mit einer der höchsten durchschnittlichen Zuschauerzahl in Europa. Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft und der mit ihr im Konzern verbundenen Tochterunternehmen ist der professionelle Vereinsfußball und die wirtschaftliche Nutzung der damit verbundenen Einnahmepotenziale, insbesondere die Vermarktung des "Signal Iduna Park". (27.03.2024/ac/a/nw)

Archivbeitrag vom 27.03.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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