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Mit Börsenwerten handeln - Hobby oder Beruf?




30.04.21 15:55
aktiencheck.de

Bad Marienberg (www.aktiencheck.de) - Noch nie zuvor hat die Börse so viele Interessenten aus sämtlichen Bevölkerungsschichten und Altersgruppen angezogen. Vor allem seit dem Launch der ersten Kryptowährungen hat sich die Börsenlandschaft noch einmal stark verändert. Langzeitanleger und Day Trader geben sich auf Portalen die Klinke in die Hand und begeben sich auf die Suche nach Kryptowährungen mit Potenzial oder auch nach vielversprechenden Aktien. Immer mehr Menschen versuchen dabei nicht nur, langfristig ihr Geld für sich arbeiten zu lassen, sondern auch durch kurzfristige Schwankungen richtig viel Geld zu gewinnen. Doch wo zieht man eigentlich die Grenze zwischen Hobby und Beruf?

Quelle: https://pixabay.com/de/photos/finanzamt-stempel-siegel-h%C3%A4nde-2668797/

Traden mit Gewinnabsicht


Natürlich investiert niemand Geld an der Börse mit dem Wunsch, dieses Geld zu verlieren. Eine Gewinnabsicht kann man daher niemandem absprechen. Doch wer mit der Absicht handelt, seinen Lebensunterhalt durch die Gewinne zumindest teilweise zu bestreiten, kann schon zu den beruflichen Tradern gezählt werden. Ist das der Fall, kann eine Art Einkommenssteuer anfallen. Zur besseren Übersicht sollte der Trader deshalb ein gebührenloses Firmenkonto eröffnen. Dieses bietet ihm alle Vorteile eines Firmenkontos und verursacht auch dann keine Kosten, wenn Verluste ins Haus stehen. Auf der Suche nach einem guten kostenlosen Business Konto sollte man einen Kontenvergleich zu Rate ziehen.

Wann wird der Handel an der Börse steuerpflichtig?


Generell sollten Anleger wissen, dass ihre Dividende und Aktien- oder Kryptogewinne einer pauschalen Abgeltungssteuer unterliegen. Diese fällt an, sofern Aktien nach dem Jahr 2008 gekauft wurden, wenn der Jahresgewinn 801 EUR (Singles) oder 1.602 EUR (Eheleute) übersteigt oder wenn die Aktien aus dem Ausland stammen. Neben dem Begriff Abgeltungssteuer verwendet man auch die beiden Begriffe Spekulationssteuer und Kapitalertragssteuer. Um der Steuerpflicht im Rahmen des Freibetrags zu entgehen, müssen Anleger einen sogenannten Freistellungsantrag bei der Bank hinterlegen. Großanleger können diesen Freistellungsbetrag auch nutzen. Wer das Hinterlegen versäumt, zahlt zunächst zwar Abgeltungssteuer auch für Einkünfte unterhalb der Freibetragsgrenze, kann diese aber spätestens durch die Steuererklärung zurückfordern. Da es sich bei der Spekulationssteuer um eine sogenannte Quellsteuer handelt, müssen Anleger ihre Einkünfte nicht zwangsläufig bei der Steuererklärung angeben. In der Regel führt die Bank fällige Steuern direkt an das Finanzamt ab.

Höhe der Kapitalertragssteuer


Für Kleinanleger fällt die Spekulationssteuer kaum ins Gewicht, da viele von ihnen meist langfristig in Werte investieren, die langsam und stetig anwachsen. Somit bleiben viele von ihnen unter der Bemessungsgrenze. Doch wer mit dem Handel an der Börse Geld verdienen will, möchte meist möglichst hohe Gewinne in möglichst kurzer Zeit erzielen. Da die Kapitalertragssteuer mit 25% relativ hoch ist, müssen Anleger für Einkünfte oberhalb des Freibetrags also ein Viertel ihrer Gewinne an das Finanzamt abführen.

Kann man die Kapitalertragssteuer umgehen?


Nur Großverdiener können in Aktien investieren? Falsch gedacht, denn tatsächlich versuchen immer mehr Rentner oder auch Studenten durch das Traden an der Börse Geld zu verdienen. Da der Bund das Sparen durch Geringverdiener aktiv fördert, können diejenigen, die zu dieser Gruppe zählen, eine Befreiung beantragen. Dazu müssen sie eine sogenannte Nichtveranlagungsbescheinigung beantragen und diese bei ihrer Bank hinterlegen. Durch diese NV-Bescheinigung müssen Einkünfte aus Geldanlagen erst ab einem Betrag von mehr als 9.408 EUR (Singles) oder 18.816 EUR (Ehepaare) versteuert werden. Für junge Trader, die gerade erst mit dem schnellen und gewinnbringenden Handel von Wertpapieren beginnen, kann diese Lösung äußerst lukrativ sein.

Lohnt sich die Steuererklärung für Anleger?


Wie schon erwähnt, handelt es sich bei der Abgeltungssteuer um eine Quellsteuer, sodass Anleger ihre Einnahmen nicht zwangsläufig in der Steuererklärung angeben und abführen müssen. Dennoch kann sich der Mehraufwand für Aktionäre lohnen, und zwar, wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Der Anleger möchte sich seine abgeführte Kirchensteuer zurückholen
  • Im zu berücksichtigenden Jahr wurde ein Verlust verbucht: In diesem Fall kann ein Verlustvortrag die Steuerlast senken
  • Wenn Quellensteuer für ausländische Werte abgeführt wurde

Fazit: Wer erfolgreich handelt, muss auch Steuern zahlen


Einige Stellschrauben, darunter der Freibetrag, die Nichtveranlagung oder auch die Selbstangabe der Kapitalerträge in der Steuererklärung, können dazu führen, dass ein Anleger Steuern sparen kann. Für eine erfolgreiche Veranlagung braucht der Aktionär aber einen guten Überblick über all seine Einkünfte und Ausgaben, wofür sich ein Geschäftskonto gut eignet. (30.04.2021/ac/a/m)








 
 
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