Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Boeing-Aktienanalyse von "Der Aktionär":
Martin Mrowka vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt im Interview mit "Der Aktionär TV" die Aktie von The Boeing Co. (ISIN: US0970231058, WKN: 850471, Ticker-Symbol: BCO, NYSE-Symbol: BA) unter die Lupe.
China habe am Wochenende zwei nagelneue Boeing 737 Max, die für die chinesische Fluggesellschaft Xiamen zur Endmontage in Zhoushan gewesens eien, in die USA zurückgeschickt. Damit setze die Regierung in Peking ihre Ankündigung um, im Handelsstreit mit den USA keine Boeing-Maschinen mehr abzunehmen.
Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge habe China vor ein paar Tagen seine Airlines angewiesen, keine Maschinen des US-Flugzeugbauers Boeing mehr zu übernehmen und keine Ausrüstung sowie Teile für die Luftfahrt von US-Firmen zu beziehen. Am Ostersonntag nun habe sich eine fertige 737 Max in der Lackierung der chinesischen Fluggesellschaft Xiamen Airlines auf den Rückweg von Zhoushan gemacht und sei auf dem Boeing-Field in Seattle gelandet.
Am heutigen Montag habe sich nach Angaben der Agentur Reuters ein zweites Boeing-Flugzeug, das ebenfalls für eine China-Airline bestimmt gewesen sei, auf den Rückflug in die USA gemacht. Wie die Flugverfolgungs-Website AirNav Radar gezeigt habe, sei das Flugzeug im Boeing-Fertigungszentrum Zhoushan nahe Shanghai gestartet und im US-Territorium Guam zwischengelandet. Dort würden Flugzeuge auf der etwa 8.000 km langen Reise über den Pazifik zwischen dem US-Produktionszentrum von Boeing in Seattle und dem Fertigstellungszentrum in Zhoushan üblicherweise aufgetankt.
Donald Trump habe die Rückgabe der Flugzeuge von China indirekt bestätigt. Auf seinem Social-Media-Konto Truth Social habe der US-Präsident gepostet: "Interessanterweise sind sie gerade aus dem wichtigen Deal mit Boeing ausgestiegen und haben erklärt, dass sie die Flugzeuge 'nicht in Besitz nehmen' werden."
Reuters schreibe, dass Boeing möglicherweise bereits einen neuen Abnehmer für die offenbar zurückgegebenen Maschinen gefunden habe. Die Muttergesellschaft von Malaysia Airlines, die Malaysia Aviation Group, spreche mit Boeing über den Erwerb neuer Jets, die chinesische Fluggesellschaften zurückgeben würden.
Im Handelsstreit mit bilateralen Strafzöllen könnte in China nun die Stunde des eigenen Mittelstrecken-Jets Comac C919 schlagen, auch wenn viele Teile aus dem Westen stammen würden. "Diese transatlantischen Zölle nutzen ausschließlich unseren Konkurrenten. Somit bremst der Westen seine eigene Wettbewerbsfähigkeit", sage die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), Marie-Christine von Hahn.
Der Zollkrieg und die offensichtliche Kehrtwende bei den Lieferungen kämen zu einem Zeitpunkt, an dem sich Boeing von einem fast fünfjährigen Einfuhrstopp für 737 Max-Jets und einer früheren Runde von Handelsspannungen erholt habe. Die Unsicherheiten über die Auswirkungen des Handelsstreits würden auch den Konkurrenten Airbus belasten. Dennoch sollten die Europäer im Handelskrieg vor den Amerikanern profitieren. Airbus-Aktien würden derzeit aussichtsreicher als Boeing-Papiere erscheinen, so Martin Mrowka vom Anlegermagazin "Der Aktionär" in einer aktuellen Aktienanalyse. (Analyse vom 21.04.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (21.04.2025/ac/a/n)
Martin Mrowka vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt im Interview mit "Der Aktionär TV" die Aktie von The Boeing Co. (ISIN: US0970231058, WKN: 850471, Ticker-Symbol: BCO, NYSE-Symbol: BA) unter die Lupe.
China habe am Wochenende zwei nagelneue Boeing 737 Max, die für die chinesische Fluggesellschaft Xiamen zur Endmontage in Zhoushan gewesens eien, in die USA zurückgeschickt. Damit setze die Regierung in Peking ihre Ankündigung um, im Handelsstreit mit den USA keine Boeing-Maschinen mehr abzunehmen.
Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge habe China vor ein paar Tagen seine Airlines angewiesen, keine Maschinen des US-Flugzeugbauers Boeing mehr zu übernehmen und keine Ausrüstung sowie Teile für die Luftfahrt von US-Firmen zu beziehen. Am Ostersonntag nun habe sich eine fertige 737 Max in der Lackierung der chinesischen Fluggesellschaft Xiamen Airlines auf den Rückweg von Zhoushan gemacht und sei auf dem Boeing-Field in Seattle gelandet.
Am heutigen Montag habe sich nach Angaben der Agentur Reuters ein zweites Boeing-Flugzeug, das ebenfalls für eine China-Airline bestimmt gewesen sei, auf den Rückflug in die USA gemacht. Wie die Flugverfolgungs-Website AirNav Radar gezeigt habe, sei das Flugzeug im Boeing-Fertigungszentrum Zhoushan nahe Shanghai gestartet und im US-Territorium Guam zwischengelandet. Dort würden Flugzeuge auf der etwa 8.000 km langen Reise über den Pazifik zwischen dem US-Produktionszentrum von Boeing in Seattle und dem Fertigstellungszentrum in Zhoushan üblicherweise aufgetankt.
Donald Trump habe die Rückgabe der Flugzeuge von China indirekt bestätigt. Auf seinem Social-Media-Konto Truth Social habe der US-Präsident gepostet: "Interessanterweise sind sie gerade aus dem wichtigen Deal mit Boeing ausgestiegen und haben erklärt, dass sie die Flugzeuge 'nicht in Besitz nehmen' werden."
Reuters schreibe, dass Boeing möglicherweise bereits einen neuen Abnehmer für die offenbar zurückgegebenen Maschinen gefunden habe. Die Muttergesellschaft von Malaysia Airlines, die Malaysia Aviation Group, spreche mit Boeing über den Erwerb neuer Jets, die chinesische Fluggesellschaften zurückgeben würden.
Im Handelsstreit mit bilateralen Strafzöllen könnte in China nun die Stunde des eigenen Mittelstrecken-Jets Comac C919 schlagen, auch wenn viele Teile aus dem Westen stammen würden. "Diese transatlantischen Zölle nutzen ausschließlich unseren Konkurrenten. Somit bremst der Westen seine eigene Wettbewerbsfähigkeit", sage die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), Marie-Christine von Hahn.
Der Zollkrieg und die offensichtliche Kehrtwende bei den Lieferungen kämen zu einem Zeitpunkt, an dem sich Boeing von einem fast fünfjährigen Einfuhrstopp für 737 Max-Jets und einer früheren Runde von Handelsspannungen erholt habe. Die Unsicherheiten über die Auswirkungen des Handelsstreits würden auch den Konkurrenten Airbus belasten. Dennoch sollten die Europäer im Handelskrieg vor den Amerikanern profitieren. Airbus-Aktien würden derzeit aussichtsreicher als Boeing-Papiere erscheinen, so Martin Mrowka vom Anlegermagazin "Der Aktionär" in einer aktuellen Aktienanalyse. (Analyse vom 21.04.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (21.04.2025/ac/a/n)
Archivbeitrag vom 21.04.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.