Aktien des Tages

Berentzen-Gruppe Aktie: Premiummarken wachsen - Margenstärke bestätigt sich im Q3!

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Berentzen-Gruppe-Aktienanalyse von der Montega AG:

Ingo Schmidt, Aktienanalyst der Montega AG, rät in ihrer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft (ISIN: DE0005201602, WKN: 520160, Ticker-Symbol: BEZ) weiterhin zu kaufen.

Die am 23.10. veröffentlichten detaillierten 9M-Zahlen würden die vorläufigen Ergebnisse bestätigen und die im Q3 erreichte Margenstabilität unterstreichen. Mit einem Konzernumsatz von 119,4 Mio. EUR, einem EBITDA von 12,0 Mio. EUR und einem EBIT von 5,6 Mio. EUR lägen die 9M-Kennzahlen weiterhin hinter dem Vorjahr. Gleichzeitig habe das Q3-EBIT trotz rückläufiger Umsätze nahezu stabil gehalten werden können - ein klarer Hinweis auf operative Disziplin und Kosteneffizienz.

Das Segment Spirituosen bleibe die Hauptbelastung. Die Kernmarken Berentzen (Umsatz 9M: -6,9% yoy) und Puschkin (-18,2% yoy) hätten unter der anhaltenden Konsumzurückhaltung sowie nicht realisierten Vermarktungsmaßnahmen im LEH gelitten. Einzig die Premiumhandelsmarken hätten leichte Zuwächse (+2,9%) gezeigt, was die selektive Nachfrage in höherwertigen Sortimenten verdeutliche. Insgesamt verzeichne das Segment einen Umsatzrückgang von 6,2% yoy.

Der Umsatzrückgang um 21,6% auf 26,2 Mio. EUR sei vor allem auf die Veräußerung des Mineralbrunnenbetriebs Grüneberg sowie die Einstellung der Marke St. Ansgari zurückzuführen. Bereinigt falle der Rückgang deutlich moderater aus. Positiv hervorzuheben bleibe die Fokusmarke Mio Mio (+7,6% yoy), deren Rollout des Dosengebindes und geplante Produktinnovationen für 2026 die strategische Bedeutung als Wachstums- und Margentreiber weiter festigen würden.

Trotz zuvor gesenkter Umsatzguidance auf 165 bis 169 Mio. EUR halte das Management die EBIT-Guidance von 8,0-9,5 Mio. EUR unverändert bei. Die Stabilisierung der Margen im Q3, die verbesserte Eigenmittelquote (36,7%) und der gesunkene Verschuldungsgrad (0,89) würden die finanzielle Robustheit des Konzerns unterstreichen. Für Q4 werde ein EBIT auf Vorjahresniveau (3,0 Mio. EUR) erwartet, was die Erwartung einer fortgesetzten operativen Disziplin bestätige.

Die angekündigte Neuausrichtung fokussiere sich noch stärker auf margenstarke Marken, die Erschließung neuer Vertriebskanäle und gezielte Portfolioinnovationen. Besonders die Effekte der Portfoliobereinigung - insbesondere der Ausstieg aus dem Mineralwassergeschäft - dürften ab 2026 zunehmend positiv auf die Rentabilität wirken. Unter der Annahme einer nachhaltigen Margenerholung bleibe die mittelfristige Wachstumsstory der Berentzen-Gruppe voll intakt.

Fazit: Die Detailzahlen würden den im Q3 sichtbaren Trend zunehmender Ergebnisstabilität trotz rückläufiger Umsätze bestätigen. Berentzen demonstriere in einem herausfordernden Marktumfeld Kostendisziplin und eine stärkere Fokussierung auf profitable Marken. Kurzfristig dürfe die Profitabilität von konsequenter Effizienzsteigerung profitieren, während ab 2026 strukturelle Effekte aus der Portfoliostraffung und Markenfokussierung zusätzliche Margenimpulse liefern sollten.

Ingo Schmidt, Aktienanalyst der Montega AG, bestätigt seine positive Einschätzung "kaufen" der Berentzen-Gruppe Aktie mit einem Kursziel von 9,00 EUR. (Analyse vom 27.10.2025)

--------------------
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (27.10.2025/ac/a/nw)

Archivbeitrag vom 27.10.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

Märkte im Blick
Weiterlesen
Börsenradar