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Berentzen-Gruppe Aktie: Neue Strategie - gelingt jetzt die Trendwende?

München (www.aktiencheck.de) - Berentzen-Gruppe-Aktienanalyse von "AnlegerPlus":

Thorsten Renner, Redakteur bei "AnlegerPlus", nimmt die Aktie der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft (ISIN: DE0005201602, WKN: 520160, Ticker-Symbol: BEZ) unter die Lupe.

Der Berentzen-Gruppe mache derzeit eine spürbare Kaufzurückhaltung bei Spirituosen zu schaffen. Marken- und Produktinnovationen insbesondere im alkoholfreien Segment sollten den Konzern wieder auf Kurs bringen.

Key Takeaways: Berentzen Aktie & Konzernumbau

• Finanzjahr 2025: Der Umsatz sei um 10,7% auf 162,9 Mio. Euro gesunken, während das Konzernergebnis mit 2,4 Mio. Euro wieder positiv ausgefallen sei.

• Schwerer Jahresstart 2026: Kaufzurückhaltung und hohe Händlerbestände hätten den Q1-Umsatz um knapp 10% auf 35,2 Mio. Euro gedrückt.

• Strategie Evolve 2030: Durch vier strategische Säulen solle der Umsatz bis 2030 auf über 200 Mio. Euro und die EBIT-Marge auf mindestens 8% steigen.

• Wachstumstreiber Alkoholfrei: Die Übernahme der Marke JUMA (funktionale Hydration Drinks) solle neue, dynamische Segmente abseits des klassischen Spirituosengeschäfts erschließen.

Im Geschäftsjahr 2025 seien die Umsatzerlöse der Berentzen-Gruppe im Vergleich zum Vorjahr um 10,7% auf 162,9 Mio. Euro zurückgegangen. Der Rohertrag habe gut 11% auf 71,7 Mio. Euro nachgegeben. Trotz deutlicher Einsparungen habe sich das EBIT um rund 20% auf 8,5 Mio. Euro verringert. Beim Konzernergebnis sei die Gesellschaft mit 2,4 Mio. Euro wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Das Vorjahr sei allerdings durch einmalige Wertminderungen belastet gewesen. Das Ergebnis je Aktie habe 2025 somit bei 0,25 Euro gelegen. Die Dividende sei unverändert bei 0,11 Euro je Aktie geblieben.

Das erste Quartal 2026 sei durch eine schwache Konsumnachfrage und einen hohen Restbestand bei den Handelspartnern angesichts schwacher Abverkäufe im Jahresendgeschäft geprägt gewesen. Vor allem die Nachfrage nach alkoholischen Getränken sei schwach geblieben, was letztlich zu einem Umsatzrückgang von knapp 10% auf 35,2 Mio. Euro geführt habe. Der niedrige Umsatz habe die Ergebniskennzahlen belastet und das EBIT sei von 1,2 auf 0,2 Mio. Euro gesunken.

Der Vorstand erwarte jedoch eine Belebung im weiteren Jahresverlauf und bekräftige die Umsatzprognose von 163 bis 173 Mio. Euro für das Gesamtjahr. Das EBIT solle sich zwischen 7 und 9 Mio. Euro bewegen. Bis 2030 plane das Management, den Umsatz auf über 200 Mio. Euro auszuweiten und die EBIT-Marge auf mindestens 8% zu steigern.

Grundlage dieser Planungen sei die neue Konzernstrategie Berentzen Evolve 2030, die der Getränkehersteller im November 2025 vorgestellt habe. Der Vorstand gehe für die Zukunft von weiteren Veränderungen im Konsumverhalten aus. Gemeinsam mit einem Trendforschungsinstitut habe Berentzen die Entwicklung analysiert und entsprechende Maßnahmen für das künftige Geschäftsmodell abgeleitet.

Die daraus entstandene Konzernstrategie basiere auf vier Säulen: neue Marken und Produkte, neue Märkte, neue Vertriebskanäle sowie neue Kooperationsmodelle. In allen Bereichen seien bereits erste Initiativen gestartet worden. Der Vorstand erwarte, dass sich der Anteil nicht alkoholischer Produkte am Konzernumsatz bis 2030 deutlich erhöhen werde.

Das Angebot in diesem Segment sei bereits erweitert worden. Von der food4morrow GmbH habe Berentzen die Marke JUMA erworben und deren Produktpalette ergänzt. JUMA Recharge+ beispielsweise sei ein teebasierter zuckerfreier Hydration Drink, der Elektrolyte mit Vitaminen und Koffein kombiniere. Das Getränk sei seit kurzem zunächst in zwei Geschmacksrichtungen verfügbar. Der Berentzen-Vorstand erhoffe sich dadurch neue Impulse, da solche funktionalen Drinks derzeit zu den dynamischsten Kategorien im Bereich alkoholfreier Getränke zählen würden.

Gelinge dem Management mit JUMA ein ähnlicher Erfolg wie bei Mio Mio, biete die Berentzen-Aktie mittelfristig deutliches Potenzial, nachdem der Kurs infolge der schwachen Nachfrage deutlich gelitten habe. (Analyse vom 18.05.2026)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (20.05.2026/ac/a/nw)

Archivbeitrag vom 20.05.2026. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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