Kulmbach (www.aktiencheck.de) - BNP Paribas-Aktienanalyse von "Der Aktionär":
Fabian Strebin vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der BNP Paribas S.A. (ISIN: FR0000131104, WKN: 887771, Ticker-Symbol: BNP, Euronext Paris-Symbol: BNP) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Kommenden Sonntag beginne in Frankreich die Wahl zu einem neuen Parlament. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron habe diese vor zwei Wochen nach dem schlechten Abschneiden seiner Koalition bei der Europaparlamentswahl überraschend angesetzt. Bei französischen Bankaktien gehe das Zittern somit weiter.
Die Ankündigung von Neuwahlen in Frankreich habe die Märkte nach der Europaparlamentswahl kalt erwischt. Denn in Umfragen liege Macrons Partei hinter der Partei von Marie Le Pen und der linkspopulistischen Partei La France Insoumis. Die Renditen für französische Staatsanleihen seien seitdem gestiegen. Beobachter würden eine neue Eurokrise befürchten, sollte Frankreich neue Regierung in den kommenden Jahren noch mehr Schulden machen.
Am stärksten betroffen von diesem Risiko seien an der Börse die Finanzinstitute des Landes. Die BNP Paribas sei am 10. Juni regelrecht abgestürzt und habe mehr als zwölf Prozent im Minus geschlossen. Der Mechanismus dahinter sei aus Zeiten der Eurokrise bekannt. Banken würden traditionell besonders viele Staatsanleihen ihres Heimatlandes halten. Bei der BNP Paribas seien es 12,8 Milliarden Euro. Das entspreche zehn Prozent des Eigenkapitals (131 Milliarden Euro).
Allerdings komme eine Abgrenzung der Europäischen Bankenaufsicht EBA zu einem höheren Wert von 42 Milliarden Euro bei französischen Staatsanleihen, was schon 33 Prozent der Eigenmittel entspreche. Steigende Renditen bei den Anleihen, wie zuletzt zu beobachten, würden zu sinkenden Kursen führen. Für Banken könnte das zu Abschreibungen und somit Verlusten führen.
Fundamental stehe die BNP Paribas gut da. Trotz des gestiegenen Länderrisikos habe es zuletzt noch mehrere Kaufempfehlungen gegeben. 18 der insgesamt 27 Analysten, die die Papiere regelmäßig unter die Lupe nehmen würden, seien bullish. Nur einer würde verkaufen, die restlichen acht würden zumindest aktuell an Bord bleiben. Das Kursziel liege bei 79,72 Euro und biete damit 31,9 Prozent Potenzial.
Die Aktie sei mit einem KGV von 6 günstiger bewertet als die Peergroup. Derzeit sei das alles bestimmende Thema aber die bevorstehende Wahl. Der Chart versuche aktuell eine Stabilisierung über dem GD100 bei 60,17 Euro. Nach diesem Wochenende müsse sich zeigen, ob diese nachhaltig sei.
Investierte Anleger bleiben vorerst mit Stopp bei 45,00 Euro dabei, so Fabian Strebin von "Der Aktionär". (Analyse vom 27.06.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Börsenplätze BNP Paribas-Aktie:
XETRA-Aktienkurs BNP Paribas-Aktie:
59,88 EUR -0,53% (27.06.2024, 10:51)
Euronext Paris-Aktienkurs BNP Paribas-Aktie:
60,13 EUR -0,20% (27.06.2024, 11:15)
ISIN BNP Paribas-Aktie:
FR0000131104
WKN BNP Paribas-Aktie:
887771
Ticker-Symbol BNP Paribas-Aktie:
BNP
Euronext Paris-Symbol BNP Paribas-Aktie:
BNP
Kurzprofil BNP Paribas S.A.:
Das französische Finanzinstitut BNP Paribas (ISIN: FR0000131104, WKN: 887771, Ticker-Symbol: BNP, Euronext Paris-Symbol: BNP) entstand im Jahr 2000 durch die Fusion der Banque Nationale de Paris (BNP) und der Paribas. Es bietet universelle Leistungen aus dem Privat- und Firmenkundengeschäft weltweit an. Über ein dichtes Netz an Zweigstellen sowie Online-Banking vermarktet das Finanzinstitut zahlreiche Produkte aus dem Finanzierungs- und Anlagenbereich. Das Unternehmen gliedert seine Geschäftstätigkeit in die drei Bereiche: Corporate and Institutional Banking, Retail Banking und Investment Solutions. (27.06.2024/ac/a/a)
Fabian Strebin vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der BNP Paribas S.A. (ISIN: FR0000131104, WKN: 887771, Ticker-Symbol: BNP, Euronext Paris-Symbol: BNP) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Kommenden Sonntag beginne in Frankreich die Wahl zu einem neuen Parlament. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron habe diese vor zwei Wochen nach dem schlechten Abschneiden seiner Koalition bei der Europaparlamentswahl überraschend angesetzt. Bei französischen Bankaktien gehe das Zittern somit weiter.
Die Ankündigung von Neuwahlen in Frankreich habe die Märkte nach der Europaparlamentswahl kalt erwischt. Denn in Umfragen liege Macrons Partei hinter der Partei von Marie Le Pen und der linkspopulistischen Partei La France Insoumis. Die Renditen für französische Staatsanleihen seien seitdem gestiegen. Beobachter würden eine neue Eurokrise befürchten, sollte Frankreich neue Regierung in den kommenden Jahren noch mehr Schulden machen.
Am stärksten betroffen von diesem Risiko seien an der Börse die Finanzinstitute des Landes. Die BNP Paribas sei am 10. Juni regelrecht abgestürzt und habe mehr als zwölf Prozent im Minus geschlossen. Der Mechanismus dahinter sei aus Zeiten der Eurokrise bekannt. Banken würden traditionell besonders viele Staatsanleihen ihres Heimatlandes halten. Bei der BNP Paribas seien es 12,8 Milliarden Euro. Das entspreche zehn Prozent des Eigenkapitals (131 Milliarden Euro).
Allerdings komme eine Abgrenzung der Europäischen Bankenaufsicht EBA zu einem höheren Wert von 42 Milliarden Euro bei französischen Staatsanleihen, was schon 33 Prozent der Eigenmittel entspreche. Steigende Renditen bei den Anleihen, wie zuletzt zu beobachten, würden zu sinkenden Kursen führen. Für Banken könnte das zu Abschreibungen und somit Verlusten führen.
Fundamental stehe die BNP Paribas gut da. Trotz des gestiegenen Länderrisikos habe es zuletzt noch mehrere Kaufempfehlungen gegeben. 18 der insgesamt 27 Analysten, die die Papiere regelmäßig unter die Lupe nehmen würden, seien bullish. Nur einer würde verkaufen, die restlichen acht würden zumindest aktuell an Bord bleiben. Das Kursziel liege bei 79,72 Euro und biete damit 31,9 Prozent Potenzial.
Die Aktie sei mit einem KGV von 6 günstiger bewertet als die Peergroup. Derzeit sei das alles bestimmende Thema aber die bevorstehende Wahl. Der Chart versuche aktuell eine Stabilisierung über dem GD100 bei 60,17 Euro. Nach diesem Wochenende müsse sich zeigen, ob diese nachhaltig sei.
Investierte Anleger bleiben vorerst mit Stopp bei 45,00 Euro dabei, so Fabian Strebin von "Der Aktionär". (Analyse vom 27.06.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Börsenplätze BNP Paribas-Aktie:
XETRA-Aktienkurs BNP Paribas-Aktie:
59,88 EUR -0,53% (27.06.2024, 10:51)
Euronext Paris-Aktienkurs BNP Paribas-Aktie:
60,13 EUR -0,20% (27.06.2024, 11:15)
ISIN BNP Paribas-Aktie:
FR0000131104
WKN BNP Paribas-Aktie:
887771
Ticker-Symbol BNP Paribas-Aktie:
BNP
Euronext Paris-Symbol BNP Paribas-Aktie:
BNP
Kurzprofil BNP Paribas S.A.:
Das französische Finanzinstitut BNP Paribas (ISIN: FR0000131104, WKN: 887771, Ticker-Symbol: BNP, Euronext Paris-Symbol: BNP) entstand im Jahr 2000 durch die Fusion der Banque Nationale de Paris (BNP) und der Paribas. Es bietet universelle Leistungen aus dem Privat- und Firmenkundengeschäft weltweit an. Über ein dichtes Netz an Zweigstellen sowie Online-Banking vermarktet das Finanzinstitut zahlreiche Produkte aus dem Finanzierungs- und Anlagenbereich. Das Unternehmen gliedert seine Geschäftstätigkeit in die drei Bereiche: Corporate and Institutional Banking, Retail Banking und Investment Solutions. (27.06.2024/ac/a/a)
Archivbeitrag vom 27.06.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.