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Apple: Prozess zwischen iPhone-Konzern und "Fortnite"-Entwickler Epic Games hat begonnen - Aktienanalyse




04.05.21 12:15
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Apple-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Nikolas Kessler vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie von Apple Inc. (ISIN: US0378331005, WKN: 865985, Ticker-Symbol: APC, Nasdaq-Symbol: AAPL) unter die Lupe.

Am Montag habe vor einem Gericht in Kalifornien der Prozess zwischen Apple und "Fortnite"-Entwickler Epic Games begonnen. Im Kern gehe es dabei um den Zugang von externen Entwicklern zum App Store von Apple. Für beide Unternehmen stehe viel auf dem Spiel - entsprechend hart werde von Beginn an gekämpft.

Der Streit zwischen den beiden Unternehmen sei im August 2020 entbrannt: Epic habe sich nicht mehr an die seit mehr als einem Jahrzehnt geltende Vorgabe gehalten, dass virtuelle Artikel in seinem populären Spiel "Fortnite" auf iPhones nur über das System der In-App-Käufe von Apple angeboten werden könnten. Dabei behalte Apple 30% des Kaufpreises ein.

Epic-Anwältin Katherine Forrest habe Apple deswegen mit einem Autobauer verglichen, der jedes Mal 30% vom Preis beim Auftanken haben wolle. Applehabe entgegnet, es seien in der Branche übliche Konditionen und die Investitionen in den Aufbau der Plattform würden die Abgabe rechtfertigen. Außerdem könnten "Fortnite"-Spieler digitale Inhalte oder die Spiel-Währung "V-Bucks" auch anderswo kaufen und auf dem iPhone nutzen - ohne dass dabei etwas an Apple abfallen würde.

Epic werfe Apple in seiner Klage unfairen Wettbewerb vor - mit der Begründung, dass Apple ein Monopol beim App-Vertrieb auf dem iPhone habe. Apple entgegne, dass man das iPhone nicht als eigenständigen Markt abgrenzen könne, sondern das Spielegeschäft auf verschiedenen Plattformen betrachten müsse. Bereits im Vorfeld habe der Tech-Riese das aktuelle System verteidigt, bei dem Anwendungen nur über den App Store des US-Konzerns geladen werden könnten. Das sei u.a. notwendig, um die Nutzer vor Betrug und Software-Fehlern zu schützen.

Wessen Argumentation Richterin Yvonne Gonzalez Rogers in dieser Frage folge, könnte ein entscheidender Faktor für den Ausgang des Verfahrens werden. Zugleich sei davon auszugehen, dass die unterlegene Partei in Berufung gehe.

Eine weitere Schlüsselfrage sei, ob der App Store als Teil der iPhone-Nutzung zu betrachten sei, wie Apple argumentiere. Der iPhone-Konzern verweise u.a. darauf, dass man bei einem zentralisierten App Store die Möglichkeit habe, alle Anwendungen zu prüfen. Epic argumentiere, die App-Plattform müsse als ein separates Produkt gesehen werden. Schließlich lasse Apple auf seinen Mac-Computern seit jeher auch das Laden von Software aus anderen Quellen als dem hauseigenen App Store zu. Apple verweise darauf, dass die Sicherheitsanforderungen beim Smartphone höher seien.

Zum Prozessauftakt habe Epic-Anwältin Forrest Apple vorgeworfen, der Konzern habe ein geschlossenes System rund um das iPhone aufgebaut, um Nutzer vom Wechsel auf Android-Telefone abzuhalten. Apple-Anwältin Karen Dunn habe gekontert, Epic verlange, dass der iPhone-Konzern unsichere und ungeprüfte Apps auf die Plattform lasse. Sie habe ebenfalls zu einem bildhaften Vergleich gegriffen: Bei der Frage nach der Markteingrenzung verhalte sich Epic wie ein Weinproduzent, der eine Wettbewerbsklage anstrenge, aber dabei den Weinhandel ausklammere.

Das Verfahren weise Parallelen zu den Ermittlungen der EU-Kommission auf, die Apple vergangene Woche unfairen Wettbewerb im App Store vorgeworfen habe. Apple benachteilige andere Anbieter von Musikstreaming-Apps, habe Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager erklärt. Die Brüsseler Behörde sehe u.a. ein Problem in der Regel, dass die Verkäufe von Abos in den Apps über Apples Bezahlplattform abgewickelt werden müssten. Dabei behalte der US-Konzern 30 oder 15% der Einnahmen ein. Spotify finde es unfair, dass für Apple als Plattform-Betreiber bei seinem eigenen Musikdienst wegen dieser Abgabe beim gleichen Abo-Preis mehr Geld übrig bleibe.

Auch im Brüsseler Fall habe Apple argumentiert, dass Nutzer die Abos ohne die Abgabe auf Spotifys Website erwerben und auf dem iPhone nutzen könnten. Die EU-Kommission betrachte - genauso wie Epic - das iPhone als eigenständigen Markt für den App-Vertrieb.

Der Ausgang des Prozesses sei noch völlig offen, könnte das App-Geschäft von Apple jedoch grundlegend verändern - schließlich sei das Service-Geschäft ein wichtiges und stark wachsendes Standbein des Tech-Konzerns. Die Anleger würden bislang aber gelassen bleiben: Am Tag des Prozessbeginns habe die Apple-Aktie rund 1% zugelegt. Für langfristig orientierte Anleger bleibe sie ohnehin ein Basisinvestment, so Nikolas Kessler vom Anlegermagazin "Der Aktionär" in einer aktuellen Aktienanalyse. (Analyse vom 04.05.2021)

(Mit Material von dpa-AFX)

Hinweis auf Interessenkonflikt:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Apple.

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Apple-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Apple-Aktie:
109,84 EUR -0,04% (04.05.2021, 12:09)

XETRA-Aktienkurs Apple-Aktie:
109,88 EUR -0,11% (04.05.2021, 11:56)

NASDAQ-Aktienkurs Apple-Aktie:
132,54 USD +0,82% (03.05.2021, 22:00)

ISIN Apple-Aktie:
US0378331005

WKN Apple-Aktie:
865985

Ticker-Symbol Apple-Aktie:
APC

NASDAQ-Symbol Apple-Aktie:
AAPL

Kurzprofil Apple Inc.:

Apple (ISIN: US0378331005, WKN: 865985, Ticker-Symbol: APC, NASDAQ-Symbol: AAPL) ist ein US-amerikanischer Hersteller von Unterhaltungselektronik mit Hauptsitz im kalifornischen Cupertino. Aktuelle Verkaufsschlager des Elektronikriesen sind die Smartphones der iPhone-Modellreihe, die Tabletts der iPad-Serie sowie die Notebooks der MacBook-Reihe. Neben dem Verkauf von Elektronik-Hardware gewinnt stark zunehmend der Verkauf von Medien über den iTunes Store und Applikationen über den Apple-App Store an Bedeutung. (04.05.2021/ac/a/n)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Der Vorstand und/oder Mitarbeiter der aktiencheck.de AG halten eine Netto-Longposition in den Aktien des analysierten Unternehmens. Es besteht also ein Interessenkonflikt auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen wollen.







 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
125,91 $ 126,85 $ -0,94 $ -0,74% 12.05./01:59
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
US0378331005 865985 145,08 $ 75,13 $
Metadaten
Ratingstufe:Ohne
Analysten: Nikolas Kessler
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
103,70 € -0,82%  11.05.21
Nasdaq 125,91 $ -0,74%  11.05.21
NYSE 125,85 $ -0,78%  11.05.21
AMEX 125,86 $ -0,78%  11.05.21
Stuttgart 103,44 € -1,28%  11.05.21
Frankfurt 103,42 € -1,86%  11.05.21
Hamburg 103,10 € -2,27%  11.05.21
Xetra 102,96 € -2,31%  11.05.21
Hannover 102,90 € -2,37%  11.05.21
Düsseldorf 102,66 € -2,71%  11.05.21
München 102,16 € -3,15%  11.05.21
Berlin 102,18 € -3,18%  11.05.21
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