Paris (www.aktiencheck.de) - Amer Sports-Aktienanalyse von BNP Paribas:
Egmond Haidt von BNP Paribas nimmt die Aktie des finnischen Sportartikelherstellers Amer Sports Inc. (ISIN: KYG0260P1028, WKN: A400P6, Ticker-Symbol: 483, NYSE-Symbol: AS) unter die Lupe.
Sommer, Sonne, Zeit zu Wandern oder um Sport zu treiben: Die Produkte hierfür liefere der finnische Konzern Amer Sports. Er vertreibe Sportbekleidung, Schuhe und Ausrüstung und sei für seine Marken wie Salomon, Wilson, Arc’teryx, Atomic oder Peak Performance bekannt.
Die Produkte würden sich an Outdoor-Enthusiasten, Sportler sowie Athleten in verschiedensten Ballsportarten richten. Seit 2019 gehöre das Unternehmen zu einem internationalen Konsortium unter Führung des chinesischen Konzerns Anta Sports.
Obwohl das Geschäft von Amer floriere, tendiere die Aktie seit etlichen Monaten lediglich seitwärts. Woran könnte das liegen, und wie könnte es mit dem Papier weitergehen?
Im ersten Quartal sei der Umsatz um 32,1% auf 1,95 Milliarden Dollar (der Konzern bilanziere auf US-Dollar-Basis) gestiegen, währungsbereinigt habe ein Plus von 26% zu Buche gestanden. Dabei hätten sich die Produkte von Salomon und Wilson Tennis 360 besonders starker Nachfrage erfreut.
Größter Umsatzlieferant sei China, wo der Erlös um 44,5% auf 644,5 Millionen Dollar nach oben geschossen sei. Auf Rang 2 folge die Region Americas mit 548,8 Millionen Dollar, vor EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) mit 512,8 Millionen Dollar sowie Asien-Pazifik (239,4 Millionen Dollar). In den drei Regionen seien die Einnahmen jeweils prozentual zweistellig gewachsen.
Dabei sei der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf Konzernebene um 46% auf 339,0 Millionen Dollar nach oben geschossen, damit habe sich die Marge deutlich verbessert, von 15,8 auf 17,4%.
Zudem sei der bereinigte Gewinn je Aktie um 40,7% auf 0,38 Dollar geklettert.
Bei der Zahlenvorlage am 19. Mai habe sich Vorstandschef James Zheng mit den Ergebnissen sehr zufrieden und zudem zuversichtlich gegeben, dass die erfreuliche Geschäftsentwicklung anhalten werde.
So habe sich die erfreuliche Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal bis zur Präsentation der Ergebnisse fortgesetzt. Zudem habe der Konzern noch nicht bemerkt, dass die deutlich gestiegenen Spritpreise das Geschäft belasten würden.
Für das zweite Quartal habe Zheng ein Umsatzwachstum von 22 bis 24% in Aussicht gestellt. Zudem solle eine bereinigte Ebit-Marge von 6,0 bis 7% sowie ein bereinigter Gewinn je Aktie von 0,08 bis 0,10 Dollar erwirtschaftet werden.
Der Firmenlenker habe außerdem die Prognose für das Gesamtjahr 2026 nach oben geschraubt. Demnach solle der Umsatz um 20 bis 22% gesteigert werden, statt der zuvor geplanten 16 bis 18%.
Außerdem solle eine bereinigte Ebit-Marge zwischen 13,4 und 13,7% erreicht werden, statt der zuvor avisierten 13,1 bis 13,3%.
Und schlussendlich strebe Zheng einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,18 bis 1,23 Dollar an, statt der zuvor geplanten 1,10 bis 1,15 Dollar.
Hingegen sollten die Investitionen weiterhin bei rund 400 Millionen Dollar liegen.
Analysten würden für 2026 einen Umsatzanstieg um 22% auf 8,01 Milliarden Dollar prognostizieren, 2027 solle es um 14,2% auf 9,15 Milliarden Dollar nach oben gehen, allerdings würde sich das Wachstum damit das zweite Jahr in Folge deutlich abschwächen.
Dabei solle das bereinigte Ebit 2026 um 30,9% auf 1,10 Milliarden Dollar klettern, gefolgt von einem Sprung um 18,9% auf 1,30 Milliarden Dollar für 2027. Damit würde sich die Marge jeweils verbessern, zuerst von 12,8% auf 13,7% für 2026, um 2027 14,3% zu erreichen.
Nach dem Seitwärtstrend der vergangenen Monate liege der Börsenwert bei 20,0 Milliarden Dollar. Abzüglich des Netto-Cash-Bestands von 539 Millionen Dollar (per Ende März) liege der Enterprise Value (EV) bei rund 19,5 Milliarden Dollar.
Das entspreche dem 17,8-Fachen des von Analysten für 2027 prognostizierten Ebit. Die sehr hohe Bewertung zeige, welch kräftiges Wachstum in der Aktie eingepreist sei.
Und das 2027er-KGV liege bei 21,6.
Nach Ansicht von Haidt könnte die Aktie von Amer Sports kurzfristig weiter seitwärts tendieren, schließlich könnten die Sorgen der Investoren zunehmen, dass möglicherweise steigende Spritpreise das Geschäft des Sportartikelherstellers schlussendlich doch belasten könnten.
Umso wichtiger werde die Vorlage der Halbjahreszahlen, die Amer üblicherweise um den 19. August herum veröffentliche. Der Konzern habe allerdings noch kein Datum hierfür bekannt gegeben. (Analyse vom 27.07.2026)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (27.07.2026/ac/a/n)
Egmond Haidt von BNP Paribas nimmt die Aktie des finnischen Sportartikelherstellers Amer Sports Inc. (ISIN: KYG0260P1028, WKN: A400P6, Ticker-Symbol: 483, NYSE-Symbol: AS) unter die Lupe.
Sommer, Sonne, Zeit zu Wandern oder um Sport zu treiben: Die Produkte hierfür liefere der finnische Konzern Amer Sports. Er vertreibe Sportbekleidung, Schuhe und Ausrüstung und sei für seine Marken wie Salomon, Wilson, Arc’teryx, Atomic oder Peak Performance bekannt.
Die Produkte würden sich an Outdoor-Enthusiasten, Sportler sowie Athleten in verschiedensten Ballsportarten richten. Seit 2019 gehöre das Unternehmen zu einem internationalen Konsortium unter Führung des chinesischen Konzerns Anta Sports.
Obwohl das Geschäft von Amer floriere, tendiere die Aktie seit etlichen Monaten lediglich seitwärts. Woran könnte das liegen, und wie könnte es mit dem Papier weitergehen?
Im ersten Quartal sei der Umsatz um 32,1% auf 1,95 Milliarden Dollar (der Konzern bilanziere auf US-Dollar-Basis) gestiegen, währungsbereinigt habe ein Plus von 26% zu Buche gestanden. Dabei hätten sich die Produkte von Salomon und Wilson Tennis 360 besonders starker Nachfrage erfreut.
Größter Umsatzlieferant sei China, wo der Erlös um 44,5% auf 644,5 Millionen Dollar nach oben geschossen sei. Auf Rang 2 folge die Region Americas mit 548,8 Millionen Dollar, vor EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) mit 512,8 Millionen Dollar sowie Asien-Pazifik (239,4 Millionen Dollar). In den drei Regionen seien die Einnahmen jeweils prozentual zweistellig gewachsen.
Dabei sei der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf Konzernebene um 46% auf 339,0 Millionen Dollar nach oben geschossen, damit habe sich die Marge deutlich verbessert, von 15,8 auf 17,4%.
Zudem sei der bereinigte Gewinn je Aktie um 40,7% auf 0,38 Dollar geklettert.
Bei der Zahlenvorlage am 19. Mai habe sich Vorstandschef James Zheng mit den Ergebnissen sehr zufrieden und zudem zuversichtlich gegeben, dass die erfreuliche Geschäftsentwicklung anhalten werde.
So habe sich die erfreuliche Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal bis zur Präsentation der Ergebnisse fortgesetzt. Zudem habe der Konzern noch nicht bemerkt, dass die deutlich gestiegenen Spritpreise das Geschäft belasten würden.
Für das zweite Quartal habe Zheng ein Umsatzwachstum von 22 bis 24% in Aussicht gestellt. Zudem solle eine bereinigte Ebit-Marge von 6,0 bis 7% sowie ein bereinigter Gewinn je Aktie von 0,08 bis 0,10 Dollar erwirtschaftet werden.
Der Firmenlenker habe außerdem die Prognose für das Gesamtjahr 2026 nach oben geschraubt. Demnach solle der Umsatz um 20 bis 22% gesteigert werden, statt der zuvor geplanten 16 bis 18%.
Außerdem solle eine bereinigte Ebit-Marge zwischen 13,4 und 13,7% erreicht werden, statt der zuvor avisierten 13,1 bis 13,3%.
Und schlussendlich strebe Zheng einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,18 bis 1,23 Dollar an, statt der zuvor geplanten 1,10 bis 1,15 Dollar.
Hingegen sollten die Investitionen weiterhin bei rund 400 Millionen Dollar liegen.
Analysten würden für 2026 einen Umsatzanstieg um 22% auf 8,01 Milliarden Dollar prognostizieren, 2027 solle es um 14,2% auf 9,15 Milliarden Dollar nach oben gehen, allerdings würde sich das Wachstum damit das zweite Jahr in Folge deutlich abschwächen.
Dabei solle das bereinigte Ebit 2026 um 30,9% auf 1,10 Milliarden Dollar klettern, gefolgt von einem Sprung um 18,9% auf 1,30 Milliarden Dollar für 2027. Damit würde sich die Marge jeweils verbessern, zuerst von 12,8% auf 13,7% für 2026, um 2027 14,3% zu erreichen.
Nach dem Seitwärtstrend der vergangenen Monate liege der Börsenwert bei 20,0 Milliarden Dollar. Abzüglich des Netto-Cash-Bestands von 539 Millionen Dollar (per Ende März) liege der Enterprise Value (EV) bei rund 19,5 Milliarden Dollar.
Das entspreche dem 17,8-Fachen des von Analysten für 2027 prognostizierten Ebit. Die sehr hohe Bewertung zeige, welch kräftiges Wachstum in der Aktie eingepreist sei.
Und das 2027er-KGV liege bei 21,6.
Nach Ansicht von Haidt könnte die Aktie von Amer Sports kurzfristig weiter seitwärts tendieren, schließlich könnten die Sorgen der Investoren zunehmen, dass möglicherweise steigende Spritpreise das Geschäft des Sportartikelherstellers schlussendlich doch belasten könnten.
Umso wichtiger werde die Vorlage der Halbjahreszahlen, die Amer üblicherweise um den 19. August herum veröffentliche. Der Konzern habe allerdings noch kein Datum hierfür bekannt gegeben. (Analyse vom 27.07.2026)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (27.07.2026/ac/a/n)
Archivbeitrag vom 27.07.2026. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.