Erweiterte Funktionen


Aktienmärkte: Bullen sind vorsichtig




29.11.23 08:35
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Die Bullen waren gestern im Tagesverlauf vorsichtig, so die Analysten der Nord LB.

Aktienanleger würden sich kurzfristig nähere Informationen über den zukünftigen Zinskurs der großen Notenbanken erhoffen. Daher würden diese, vor den in dieser Woche anstehenden Inflationsdaten der Eurozone sowie Daten zu den privaten Konsumausgaben aus den USA, ihr Pulver lieber trocken halten.

Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) sei um +0,16% und der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) um +0,19% gestiegen. Der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) sei um -0,41% gefallen.

Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) sei um +0,24%, der S&P (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) um +0,10% und der NASDAQ Comp. (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) um +0,29% geklettert.

Die DWP Bank (Wertpapier-Abwickler von Sparkassen und Genossenschaftsbanken) plane 2026 ihren Sitz von Frankfurt am Main ins benachbarte Eschborn zu verlegen.

Die Adler Group (ISIN LU1250154413/ WKN A14U78) verharre in den roten Zahlen. In den ersten neun Monaten habe sich ein Verlust in Höhe von EUR 971 Mio. akkumuliert.

Der Versorger RWE (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) plane ein deutlich schnelleres Tempo beim Ökostrom-Ausbau. RWE habe auf seinem gestrigen Capital Markets Day mitgeteilt, dass zwischen 2024 und 2030 weltweit EUR 55 Mrd. in den Ausbau grüner Technologien investiert werden sollten.

Angesichts eines derzeit schwachen Dollars (Kampf mit der EUR/USD 1,10 Marke) und fallender 10Y-US-Treasury Renditen bewege sich der Goldpreis auf den höchsten Ständen seit Mai dieses Jahres (zwölf Monate: +17,28%).

Am Ölmarkt beherrsche weiterhin das am Donnerstag anstehende Treffen der OPEC+-Gruppe das Geschehen. Saudi-Arabien dränge auf weitere Angebotskürzungen. In den letzten Jahren habe es sich die OPEC+ Gruppe zur Gewohnheit gemacht, in ihren Treffen die Rohstoffmärkte zu überraschen. Es stelle sich die Frage, ob es diesmal noch zu weiteren (tieferen) als den bereits implementierten Kürzungen kommen werde. Das Meeting finde online anstatt persönlich statt.

Bundeskanzler Scholz plane zu Beginn 2024 die Beendigung der Energiepreisbremsen. Die Preisbremsen würden aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) finanziert. Nach dem weitreichenden Urteil des Bundesverfassungsgerichts solle der WSF bereits Ende 2023 (und damit früher als avisiert) geschlossen werden. Die Versorgungslage lasse dies derzeit zu. Die Gasspeicher seien gut gefüllt. Plötzliche Preissprünge seien unwahrscheinlich.

Der Getreidepreisverfall halte an. Bereits zum Ende der letzten Woche seien die Weizenpreise am Terminmarkt unter die Marke von EUR 220 pro Tonne gerutscht. Als Ursache werde von den Händlern die anhaltend starke preisliche Konkurrenz von russischem Weizen angegeben. Hoher Wettbewerbsdruck aus der Schwarzmeer-Region, bei anhaltend schwacher Nachfrage würden die Preise belasten.

Die in den letzten Wochen eingesetzte Verteuerung des Euro gegenüber dem Dollar wirke abwärtsdruckverstärkend. Der Preisverfall führe zu ersten Konsequenzen. Polnische Bauern würden seit dem 27. November an dem polnisch-ukrainischen Grenzübergang "Medyka-Sheghini" den Transit blockieren (Transporterstreik). Der Streik solle bis zum 3. Januar 2024 andauern. (29.11.2023/ac/a/m)






 
Finanztrends Video zu DAX


 
Aktien des Tages
  

Jetzt für den kostenfreien Newsletter "Aktien des Tages" anmelden und keinen Artikel unseres exklusiven Labels AC Research mehr verpassen.

Das Abonnement kann jederzeit wieder beendet werden.



Werte im Artikel
0,23 plus
+3,59%
16.042 plus
+2,96%
5.105 plus
+0,41%
17.432 plus
+0,35%
3.396 minus
-0,25%
26.017 minus
-0,32%
30,91 minus
-0,64%
Aktien des Tages
  

Jetzt für den kostenfreien Newsletter "Aktien des Tages" anmelden und keinen Artikel unseres exklusiven Labels AC Research mehr verpassen.

Das Abonnement kann jederzeit wieder beendet werden.

RSS Feeds




Bitte warten...