Aktien des Tages

Aktienjahr: US-Tech- und Krypto-Aktien dominieren 2024

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Das in Kürze zu Ende gehende Jahr endet für die meisten Aktienindices mit einer positiven Bilanz, so die Deutsche Börse AG.

Vor allem US-amerikanische Big-Tech-Werte und Unternehmen aus der Krypto-Branche lägen deutlich im Plus. Auch der DAX zähle zu den großen Gewinnern, während deutsche Mid- und Smallcaps größtenteils enttäuschen würden.

Deutsche Bluechips würden etwas gedämpft in einen der letzten Handelstage 2024 starten. Der DAX liege mit 19.830 Punkten leicht im Minus und rund 700 Punkte vom Rekord bei 20.522 Punkten entfernt, das der Index erst Mitte Dezember aufgestellt habe. Das könne aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass 2024 für viele ein sehr gutes Aktienjahr gewesen sei.

Verbliebe Handelstage 2024

- Deutschland: 23. und 27. Dezember regulär, 30. Dezember verkürzter Handel bis 14 Uhr.
- USA: 23. Dezember regulär, 24. Dezember verkürzter Handel von 9:30 bis 13:00 Uhr ET, 15:30 bis 19:00 Uhr MEZ, 26., 27. und 30. Dezember regulär.

Das Börsenjahr 2024 sei aus Sicht der Aktienmärkte bislang überdurchschnittlich gut gelaufen. Zahlreiche Indices stünden wenige Tage vor dem Jahresende prozentual zweistellig im Plus. Der DAX habe es diesmal innerhalb Europas mit einem Wertzuwachs von rund 19 Prozent in der Führungsgruppe geschafft, während die Midcaps im MDAX mit minus 5 Prozent wie die Smallcaps im SDAX mit minus 2 Prozent zu den Underperformern zählen würden.

Der EURO STOXX 50 komme auf ein Kursplus von "nur" 7 Prozent, was der Index in einem schwierigen politischen Umfeld vor allem der schwachen Performance einiger französischer Schwergewichte wie L’Oreal, TotalEnergies oder Sanofi zu verdanken habe. Hinzugekommen seien branchenspezifische Probleme beim Luxusgüterhersteller LVMH als größte Aktie im Index. Deutlich besser sei es europaweit vor allem in Zypern mit 56 Prozent, Tschechien mit 22 Prozent, Ungarn mit 21 Prozent und eben bei den deutschen Blue Chips gelaufen.

Schwacher Euro als zusätzlicher Performance-Treiber

Blicke man über die europäischen Grenzen hinweg, dann rage die Börse in Pakistan positiv heraus, wo der KSE-100 seit Jahresbeginn 73 Prozent habe zulegen können. Auf Euro-Basis betrage das Plus sogar 86 Prozent.

Den Gesamtmarkt outperformen könnten 2024 erneut die großen US-Indices. Der Dow Jones Industrial Index schaffe aktuell 13 Prozent seit Jahresbeginn, der S&P 500 23 Prozent und der NASDAQ 100 ganze 25 Prozent.

Durch den im Jahresverlauf gesunkenen Euro/US-Dollar-Wechselkurs lägen die Zuwächse der hierzulande in Euro gehandelten Index-Tracker sogar 30 Prozent und höher. Positive Währungseffekte gebe es außerdem bei zahlreichen Investments in Asien. Besonders gut abgeschnitten habe in dieser Region von den etablierten Indices der Hang Seng China Enterprise mit einem Plus von 24 Prozent, in Euro seien es 32 Prozent.

Top-Gewinner im DAX mit 325 Prozent Zuwachs

Von den DAX-Aktien würden in diesem Jahr Siemens Energy mit 325 Prozent und Rheinmetall mit 111 Prozent Kurszuwachs herausragen. Sehr schlecht sei es hingegen für Bayer mit minus 44 Prozent und Sartorius mit minus 36 Prozent gelaufen.

Die Aktie mit den höchsten Umsätzen an den Börsen Frankfurt und Xetra sei mit weitem Abstand der Softwarehersteller SAP, mit einem Kursplus von bislang 70 Prozent die Nummer drei der Top-Performer im DAX gewesen. Ebenfalls stark gehandelt worden seien die Aktien von Siemens, Mercedes-Benz, Allianz und Deutsche Telekom. Bis auf den Autobauer hätten auch diese Unternehmen ihren Börsenwert 2024 weiter erhöhen können.

NVIDIA als absoluter Anlegerliebling

Bei den ausländischen Werten gebe es einen Titel, die in Sachem Handelsvolumen alle anderen klar in den Schatten stellt. Wenig überraschend sei das die Aktie von NVIDIA, die von der KI-Euphorie beflügelt worden sei und deren Kurs 180 Prozent höher liege als zu Jahresbeginn. Auf Euro-Basis betrage das Plus sogar 192 Prozent. Die Umsätze mit NVIDIA-Aktien auf Xetra und dem Parkett in Frankfurt waren 2024 mehr als dreimal so hoch wie die der direkten Verfolger Microsoft, Apple, Tesla und Amazon.com - alles Aktien aus der Gruppe der so genannten Magnificent 7, die in diesem Jahr noch mal deutlich hätten zulegen können.

Tesla gebe zum Schluss so richtig Gas

Danach habe es zumindest bei dem E-Auto-Pionier allerdings lange Zeit gar nicht ausgesehen. In den ersten gut drei Monaten des laufenden Jahres habe die Tesla-Aktie fast 40 Prozent an Wert verloren und selbst Anfang Oktober sei die Bilanz noch negativ gewesen. Im Zuge der Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten sei der Kurs der von Trump-Freund Elon Musk geführten Firma aber richtig durchgestartet. Aktuell liege die Aktie 77 Prozent im Plus, in Euro 86 Prozent.

MicroStrategy profitiere vom Krypto-Boom

Das für viele überraschend eindeutige Wahlergebnis in den USA habe beim diesjährigen Performanceranking der Aktienmärkte generell noch mal zu deutlichen Verschiebungen geführt. Einer der größten Profiteure sei der Krypto-Sektor gewesen, dem Trump mittlerweile sehr positiv gegenüberstehe.

Gefreut habe das unter anderem die Aktionäre von MicroStrategy, da das Unternehmen einen Großteil des Firmenvermögens in Bitcoins investiere. Die auch bei den Anlegern an der Börse Frankfurt sehr beliebte Aktie habe sich nach der Wahl innerhalb von nur zwei Wochen mehr als verdoppeln können. Trotz anschließender Gewinnmitnahmen liege die Performance des US-Wertes seit Jahresbeginn immer noch bei 539 Prozent, in Euro 556 Prozent. (23.12.2024/ac/a/m)

Archivbeitrag vom 23.12.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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