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A.S. Création Aktie: Strukturen nochmals angepasst und Prognosesenkung für das laufende Geschäftsjahr

hHamburg (www.aktiencheck.de) - A.S. Création-Aktienanalyse von der Montega AG:

Tim Kruse, Aktienanalyst der Montega AG, rät in einer aktuellen Aktienanalyse weiterhin zum Kauf der Aktie der A.S. Création Tapeten AG (ISIN: DE000A1TNNN5, WKN: A1TNNN, Ticker-Symbol: ACWN), senkt aber das Kursziel.

Die A.S. Création Tapeten AG habe am 07.11. die Zahlen für das dritte Quartal 2024 vorgelegt, die erneut enttäuschend ausgefallen seien. Angesichts der anhaltend schwachen Nachfrage sei die Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf 107,5 Mio. EUR bis 112,5 Mio. EUR gesenkt worden. Das bereinigte EBIT werde nun in einer Bandbreite von -2,5 bis -3,5 Mio. EUR erwartet.

Im dritten Quartal 2024 habe A.S. Création einen Umsatz von 25,8 Mio. EUR erzielt, was einem Rückgang von 8,6% gegenüber dem Vorjahreswert entspreche. Die Umsatzeinbußen hätten alle Märkte betroffen, wobei besonders der schwache Absatz in Frankreich und der Rückgang der Verkäufe nach Osteuropa den Konzern belastet hätten. Nach einer positiven Entwicklung im zweiten Quartal (+8,3% yoy) sei auch der Umsatz im Kernmarkt Deutschland mit -12,0% yoy wieder rückläufig gewesen. Einziger Lichtblick sei der E-Commerce-Bereich, der nach Angaben des Managements auf einer niedrigen Basis zweistellige Wachstumsraten erzielt habe. Dies unterstreiche die zunehmende Bedeutung der Online-Vertriebskanäle für das zukünftige Wachstum von A.S. Création.

Die Rohertragsmarge habe das in den Vorquartalen deutlich verbesserte Niveau von über 50% im dritten Quartal nicht halten können und sei auf 46,3% gesunken. Dieser Rückgang sei teilweise auf außerordentliche Abschreibungen auf den Lagerbestand zurückzuführen, die aufgrund der reduzierten Umsätze und der damit gestiegenen Lagerreichweite vorgenommen worden seien. Die Montega AG gehe aber davon aus, dass die im Rahmen der CREATE 2030 definierten Ziele, den Anteil höherwertiger Produkte zu erhöhen sowie den E-Commerce-Anteil auszubauen, weiter positiv auf die Rohertragsmarge wirken sollten.

Die schwache operative Entwicklung in Q3 und der reduzierte Ausblick hätten auch zu einer Goodwill-Abschreibung von 2,6 Mio. EUR (5 Mio. EUR verbleibend) geführt. Zusätzlich seien Personalrückstellungen in Höhe von 1,1 Mio. EUR für die bereits laufenden Strukturanpassungen gebildet worden. Insgesamt hätten diese Effekte zu einem deutlich negativen EBIT von -5,0 Mio. EUR im abgelaufenen Quartal geführt.

Ausblick gesenkt - erneute Strukturmaßnahmen eingeleitet: Der Vorstand habe aufgrund der anhaltend schwachen Nachfrage den Ausblick für das Geschäftsjahr gesenkt und stelle sich vorerst auf keine deutliche Belebung ein. Neben den laufenden Maßnahmen sollten auch die Strukturen in anderen Gruppengesellschaften überprüft werden, was im vierten Quartal zu weiteren Sonderbelastungen führen dürfte. Für 2025 erwarte das Unternehmen jedoch ein positives bereinigtes operatives Ergebnis. Die Montega AG habe ihre Prognosen bereits in der letzten Kommentierung spürbar reduziert, sodass die aktuelle Anpassung insbesondere die außerordentlichen Effekte in 2024 sowie den nochmals gesenkten Umsatzausblick widerspiegele.

Fazit: Die Lage bei A.S. Création bleibe herausfordernd, sei jedoch nicht bedrohlich. Mit einer Cash-Position von 15,7 Mio. EUR und einer Eigenkapitalquote von über 60% sei das Unternehmen weiterhin solide aufgestellt, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Die aktuelle Bewertung spiegele das mittelfristige Potenzial der Aktie weiterhin nicht wider, auch wenn der Newsflow kurzfristig angespannt bleiben dürfte.

Tim Kruse, Aktienanalyst der Montega AG, bestätigt in einer aktuellen Aktienanalyse seine Kaufempfehlung für die A.S. Création-Aktie und reduziert das Kursziel leicht von 15 auf 14 EUR. (Analyse vom 08.11.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (08.11.2024/ac/a/nw)

Archivbeitrag vom 08.11.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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