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Europäische und asiatische Aktien zumeist schwächer




29.06.12 16:13
Erste Bank

Wien (www.aktiencheck.de) - In der letzten Woche tendierten europäische und asiatische Aktien zumeist schwächer, berichten die Analysten der Erste Bank.

Der STOXX 600 habe 1,5% verloren, der EURO STOXX 50 1,9%. Alle wichtigen europäischen Länderbenchmarks seien zurückgegangen. Der ATX (ISIN AT0000999982 / WKN 969191) (-3,4%) und der DAX (-3,1%) hätten überdurchschnittlich stark verloren.

Bei den asiatischen Indices hätten der Shanghai Composite (-3,6%) und koreanische Kospi (-3,5%) relative Schwäche gezeigt, während die japanischen Leitindices Nikkei 225 (ISIN XC0009692440 / WKN 969244) und Topix 500 (ISIN XC0009694107 / WKN 929694) jeweils ca. 0,5% hätten zulegen können. Ebenfalls leicht ins Plus hätten es der Dow Jones (+0,2%) und der S&P 500 (+0,3%) geschafft.

Die meisten europäischen Sektorindices hätten nachgegeben. Am stärksten ausgeprägt sei der Rückgang bei Technologiewerten (-4,6%), Auto- und Automobilzulieferern (-4,5%), Rohstoffaktien (-4,2%) und Banken (-3,7%) gewesen. Die Rohstoffaktien seien mittlerweile jene Branche, die die schlechteste Performance seit Jahresbeginn aufweise (-9%). Nur wenige Sektoren hätten diese Woche zulegen können. Dazu hätten die Versorger (+2,3%), Lebensmittel- und Getränkehersteller (+1,5%) und Telekom (+1,2%) gezählt. Europäische Telekomaktien würden aus Gründen der Ineffizienz auch zu den stärksten Verlierern dieses Jahres (-6%) zählen.

In den USA seien die Automobilzulieferer die größten Wochenverlierer (-2,3%) gewesen, gefolgt von Halbleiteraktien (-2,2%) und Computertiteln (-1,7%). Am besten hätten die Sektoren Baumaterialen (+9,9%), Medien (+3%) und Immobilien (+1,5%) performt. Zudem hätten sich die defensiven Sektoren gut behaupten können. Dieser Trend sollte in den kommenden beiden Quartalen andauern.

Die Edelmetalle hätten schwächer tendiert. Der Goldpreis sei um 1% zurückgegangen, der Silberpreis habe sich um 3,8% ermäßigt. Kupfer hingegen habe leicht zulegen können (+0,7%). Die Ölpreisentwicklung sei uneinheitlich gewesen. Die Brent-Ölnotieren hätten um 2% angezogen, während der Preis für WTI um 0,2% zurückgegangen sei. Allmählich dürfte bei den Energiepreisen die Bodenbildung beginnen. Der Erdgaspreis sei abermals stark angestiegen (+5,4%).

Investoren sollten sich von den zahlreichen EU-Rettungs-Gipfeln nicht verunsichern lassen. Wichtig sei bloß, auf die nachhaltige Profitabilität der Unternehmen zu achten, bei denen sie Aktien halten würden. Grundsätzlich gelte: Je weniger ein Staat in die Produkt- oder Leistungserstellung eingreifen könne, umso interessanter sei der Sektor. Die treffe vor allem auf Markenartikel- oder Nahrungsmittelproduzenten bzw. Technologiefirmen zu.

Die Analysten würden zu Wochenbeginn eine Fortsetzung der zuletzt freundlichen Tendenz an den Aktienmärkten erwarten. Die jüngste Erholung bei den Finanztiteln sollte jedoch nur kurz andauern. Der Ölpreis dürfte in eine Bodenbildungsphase übergegangen sein, was insbesondere dem russischem Aktienmarkt und auch den Energietiteln zu einer positiven Performance verhelfen sollte. (29.06.2012/ac/a/m)






 
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