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06.03.19 09:42
Gold: Es gibt noch Hoffnung

Die Rally von Gold ist mal wieder an einer massiven Widerstandsregion
gescheitert. Das bestätigt vorerst die große, seit 2013 ausgebildete
Seitwärtsrange. Trotzdem ist ein möglicher Kurstreiber in Sicht.
Getrieben von den sukzessiven Zinserhöhungen der FED hat der US-Dollar
im letzten Jahr eine Rally hingelegt, der handelsgewichtete Kurs der
Währung legte vom Jahrestief im Januar bis Ende Dezember um gut 10
Prozent zu.
Ein starker Dollar gilt als Gift für die Goldpreisentwicklung, u.a., da
das Edelmetall für Käufer aus dem Nichtdollarraum teurer und die
US-Währung selbst als sicherer Hafen wahrgenommen wird. Dementsprechend
ging es für Gold im letzten Jahr lange Zeit kräftig abwärts. Erst die
kommunikative Wende der FED, die wegen der unsicherer gewordenen
Wirtschaftsperspektiven hinsichtlich weiterer Zinserhöhungen einen
vorsichtigeren Kurs eingeschlagen hat, beendete den Aufwertungskurs des
US-Dollar und verhalf Gold zum Comeback.

Nach einer mehr als zehnprozentigen Rally seit dem letzten Oktober ist
Gold nun aber wieder an der Widerstandsregion oberhalb von 1.350
US-Dollar abgeprallt. 2016, 2017 und 2018 endete dort jeweils ein
Kursaufschwung. Doch obwohl der Rückschlag deutlich ausgefallen ist,
bleibt die Hoffnung auf einen Ausbruch. Denn der handelsgewichtete
Dollarkurs hat den Aufwärtstrend nicht wieder aufgenommen, der Chart
spricht eher für eine Topbildung. Sollte aber der Dollar in den nächsten
Monaten weiter schwächeln, könnte das Gold neuen Auftrieb geben.



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