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02.03.19 08:21
Deutschland hat bei FinTechs großen Aufholbedarf

Deutschland hat bei FinTechs großen Aufholbedarf im Vergleich zu anderen Ländern: Von den 991 FinTech Unternehmen in der EU stammen nur 90 aus Deutschland. In Großbritannien gab es dagegen 454. In den USA gibt es 1.491 FinTechs. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des FDP-Finanzexperten Frank Schäffler hervor (die Anfrage können Sie unter https://bit.ly/2GPZ9ji einsehen).

Einer der Gründe für die geringe Zahl an FinTechs in Deutschland ist der weiterhin schlechte Zugang zu Wagniskapital. Während in Deutschland 636 Mio. Euro eingesammelt wurden waren es in Großbritannien 13,64 Mrd. Euro, in der EU insgesamt 22,03 Mrd. Euro und in den USA 12,53 Mrd. Euro. Das liegt vor allem daran, dass die Bundesregierung regulatorisch nicht vorankommt. Zwar sieht der Koalitionsvertrag vor „Deutschlands Rolle als einen der führenden Digitalisierungs- und FinTech-Standorte zu stärken“, aber entsprechende Gesetzesentwürfe lassen weiter auf sich warten.

„Die Bundesregierung ist seit anderthalb Jahren hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt, aber verpasst es vollständig, die nötigen Rahmenbedingungen für Zukunftstechnologien zu schaffen. Wer FinTechs in Deutschland eine Heimat bieten will, braucht für diese eine einfachere Regulatorik. Ein Berliner Startup kann nicht mit dem Aufsichtsregime für eine große Privatbank verglichen werden. Wer hier nicht weiter bremsen will, muss über eine regulatorische „Sandbox“ nachdenken“, bewertet Frank Schäffler die Antwort der Bundesregierung auf seine Kleine Anfrage.

Das Handelsblatt berichtet unter https://bit.ly/2NCK0Ta
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