Logo
Aktien des Tages - DAX 100
www.aktiencheck.de
06.10.17 12:58
Übernahmegerüchte beerdigt: Bund will Commerzbank-Aktionär bleiben - Aktiennews
FONDS professionell

Wien (www.aktiencheck.de) - Die Commerzbank (ISIN: DE000CBK1001, WKN: CBK100, Ticker-Symbol: CBK, Nasdaq OTC-Symbol: CRZBF) bleibt in Teilbesitz der Bundesrebublik Deutschland - vorerst zumindest, so die Experten von "FONDS professionell".

Das Bundesfinanzministerium habe sämtliche Spekulationen zum Verkauf der Staatsbeteiligung an der zweitgrößten Bank Deutschlands zum jetzigen Zeitpunkt dementiert. "Es laufen keine Verhandlungen, und wir haben keine Investmentbank beauftragt", habe eine Sprecherin des Ministeriums am Donnerstag der "Süddeutschen Zeitung" gesagt. Damit habe das Ministerium Berichte der "Wirtschaftswoche" zurückgewiesen, wonach mehrere europäische Investmentbanken in Berlin angeklopft hätten, ob der Bund sein Aktienpaket von 15,6 Prozent verkaufen möchte.

Zu den Interessenten würden nach Informationen der Wirtschaftswoche die italienische Großbank UniCredit und die französische BNP Paribas zählen. Dem Magazin zufolge ziehe die Bundesregierung aber einen Verkauf an die BNP Paribas vor. Dies wäre ein "starkes Signal" für die deutsch-französische Zusammenarbeit. Auch der französische Regierungssprecher Christophe Castaner habe ein mögliches Interesse der BNP Paribas an der Commerzbank begrüßt. "Es ist gut, dass sich die BNP Paribas auch Deutschland und einer so wichtigen Bank wie der Commerzbank zuwendet", habe Castaner gesagt. Er habe damit auf einen Bericht des Enthüllungsblatts "Le Canard Enchainé" reagiert, wonach Präsident Emmanuel Macron es ebenfalls gerne sähe, dass sich die beiden Kreditinstitute annähern würden.

Zwar schließe der Bund einen Verkauf zum jetzigen Zeitpunkt aus. Grundsätzlich sei er aber offenbar nicht abgeneigt. "Wir stehen nicht unter Zeitdruck", habe die Sprecherin des Ministeriums der Süddeutschen Zeitung weiter mitgeteilt.

Vor einem Verkauf des Aktienpaktes müsste allerdings der Kurs der Commerzbank-Aktie weiter steigen, denn ein Verkauf zum jetzigen Zeitpunkt würde einen Milliardenverlust bedeuten. Der Bund sei in der Finanzkrise für rund 26 Euro je Aktie bei der Commerzbank eingestiegen, aktuell notiere das Papier bei etwa 11,60 Euro.

Börsenplätze Commerzbank-Aktie:

XETRA-Aktienkurs Commerzbank-Aktie:
11,545 EUR -0,82% (06.10.2017, 12:36)

Tradegate-Aktienkurs Commerzbank-Aktie:
11,58 EUR -0,28% (06.10.2017, 12:53)

ISIN Commerzbank-Aktie:
DE000CBK1001

WKN Commerzbank-Aktie:
CBK100

Eurex Optionskürzel Commerzbank-Aktienoption:
CBK

Ticker-Symbol Commerzbank-Aktie:
CBK

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Commerzbank-Aktie:
CRZBF

Kurzprofil Commerzbank AG:

Die Commerzbank AG (ISIN: DE000CBK1001, WKN: CBK100, Ticker-Symbol: CBK, Nasdaq OTC-Symbol: CRZBF) ist eine führende, international agierende Geschäftsbank mit Standorten in knapp 50 Ländern. Mit den beiden Geschäftsbereichen Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden bietet sie ein umfassendes Portfolio an Finanzdienstleistungen an.

Die Commerzbank wickelt rund 30% des deutschen Außenhandels ab. Sie ist Marktführer im deutschen Firmenkundengeschäft und ein führender Anbieter von Kapitalmarktprodukten. Mit den Töchtern Comdirect und der polnischen mBank verfügt sie über zwei der weltweit innovativsten Online-Banken.

Die Commerzbank betreibt mit etwa 1.000 Filialen eines der dichtesten Filialnetze der deutschen Privatbanken. Insgesamt betreut sie mehr als 17,5 Millionen Privat- und Unternehmerkunden sowie über 60.000 Firmenkunden, multinationale Konzerne, Finanzdienstleister und institutionelle Kunden. Im Jahr 2016 erwirtschaftete sie mit rund 49.900 Mitarbeitern Bruttoerträge von 9,4 Milliarden Euro. (06.10.2017/ac/a/d)



© 1998 - 2017, aktiencheck.de