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KOLUMNEN -
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09.12.16 18:18
DAX mit hohem Kursziel der P & F Technik

Liebe Anlegerinnen und Anleger,

 

erneut liegt eine ereignisreiche Handelswoche hinter uns. Speziell wir deutschen Anleger müssen wohl sehr brav unsere Schuhe und Stiefel geputzt haben und wurden dafür reichlich vom heiligen Nikolaus belohnt. Denn nach der extrem nervigen monatelangen Seitwärtsbewegung befreite sich der DAX endlich aus seiner „Gefangenschaft“ und sprengte förmlich den Widerstand bei etwa 10.800 Punkten. Entsprechend der von mir verfolgten P & F Technologie dürfen wir daher von einer Jahresendrallye und einem mittelfristigen Kursziel von mindestens 11.500 Punkten ausgehen.

Denn wegen der großen Anzahl von sich abwechselnden positiven X- und negativen 0-Spalten während der Seitwärtsbewegung hat sich eine große Energie aufgestaut, die sich nun nach oben hin aufgelöst hat. Der „Punch“ der Kursbewegung ist gewaltig, was nach der langen Seitwärtsbewegung und der Masse an frustrierten Anlegern, die nun wieder ihre Positionen verstärken, gut verständlich ist. Bitte beachten Sie wie üblich aber die Sektor-Zugehörigkeit.

Denn immerhin ist es extrem wichtig, in welchem Sektor sich eine Aktie bewegt.

Ob sie Mitglied in einem starken oder schwachen Sektor ist. Die meisten Anleger kümmern sich leider nur wenig um Sektorrotation. Wenn Sie sich aber vergegenwärtigen, dass es in den allermeisten Börsenjahren Sektoren gibt, die um jeweils Plus oder auch Minus 20 % vom übergeordneten Index abweichen, ist es leicht verständlich, warum man sich auf die relativ stärksten Sektoren konzentrieren sollte.

 

Nüchterne Anleger, die den Kursanstieg der vergangenen Tage nicht mit dem Nikolaus in Verbindung bringen, machen dafür die Europäische Zentralbank und deren Präsidenten Mario Draghi verantwortlich. Die EZB will nämlich ab April 2017 das Volumen ihrer monatlichen Wertpapierkäufe auf 60 von 80 Milliarden Euro reduzieren, gleichzeitig aber das umstrittene sogenannte „Quantitative Easing“ überraschend deutlich um neun Monate bis Dezember kommenden Jahres mindestens verlängern.

Wegen der schier unglaublichen Gesamtsumme von über 2 Billionen €, die die EZB in den Markt pumpt, geriet der Euro weiter ins Taumeln und hatte am Donnerstag mit einem Minus von 1,3 Prozent den schwächsten Tag seit dem Brexit-Referendum Ende Juni. Allein dies bedeutet schon starken Rückenwind für die von Exporten abhängigen deutschen Aktien - umgekehrt aber leider auch Gegenwind für Gold und die dazugehörigen Minenaktien.

 

DAX zeigt kräftiges Kaufsignal

Natürlich müssen Sie nach einem derartigen Ausbruch in den nächsten Tagen auch mit einem völlig normalen und sogar wünschenswerten „Rück-test“ rechnen. Trotzdem ist das Bild aber so schön, dass ich es Ihnen nicht vorenthalten will. Mehr als deutlich wurde die seit August andauernde Seitwärtsbewegung beendet als die positive X-Achse im rechten Bereich den dreifachen Widerstand bei 10.800 sprengte.

 

Ganz eindeutig war plötzlich der Druck der Käufer auf diesem Niveau um ein Vielfaches größer als in den vergangenen Monaten. Der Ball liegt im Spielfeld der Bullen und das Zwischenhoch von 11.500 Punkten aus dem Herbst des vergangenen Jahres übt bereits seine magische Wirkung aus. Wie oben angedeutet, rechne ich mit einem Test dieses zyklischen Hochs.

Wegen der immensen Liquidität und der wahrscheinlich nur sehr langsam steigenden Zinsen gehe ich davon aus, dass Aktien noch eine Weile sehr attraktiv bleiben werden.

Denken Sie bitte deshalb auch daran, einen angemessenen Anteil von Ihrem Kapital in Qualitätsaktien, ETF`s und spezielle aktiven Fonds sowie Absolut Return Konzepten anzulegen. Nun aber wünsche ich Ihnen ein besinnliches und angenehmes Adventswochenende.

 

Herzliche Grüße, Ihr Klaus Buhl

 

 

 


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