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29.11.21 14:42
Omikron schockt die Börsen – aber zunächst nur kurz

Obertshausen, 29. November 2021 – Ängste vor der Omikron-Variante des Corona-Virus haben die Börsen nach unten gedrückt. Doch bislang handelt es sich eher um ein Gesundheitsthema noch ohne große wirtschaftliche Bedeutung: Eine Notwendigkeit für eine Reaktion im Portfolio sieht Benjamin Bente, Geschäftsführer der Vates Invest GmbH, bis dato nicht: „Solange die Politik nicht wieder weltweit Lockdowns beschließt, werden die wirtschaftlichen Folgen überschaubar bleiben.“

 

Die harschen wirtschaftlichen Einbrüche durch die Pandemie entstanden durch die Reaktion der Politik auf das Virus. „Die Wirtschaft wurde weltweit heruntergefahren, Lieferketten gekappt, Menschen wie Staaten igelten sich ein“, sagt Bente. Das ist dieses Mal nicht zu erwarten. Gibt es jetzt keinen längeren Lockdown mehr, werden die Börsen auch nicht mehr so reagieren wie im März 2020. „Oder kurz: Kein Lockdown, keine großen Auswirkungen“, sagt Bente.

 

Bislang sieht es danach aus, als würde sich die Politik nicht mehr einseitig für die Gesundheit entscheiden, sondern die wirtschaftlichen Folgen durchaus im Blick haben. „Die Wahrscheinlichkeit einer Wiederholung ist gering – zumal in der westlichen Welt die Masse der Menschen geimpft ist“, sagt Bente. „Das Nachgeben der Börsen war bisher nur eine erste kurze Panik, die Futures drehten schnell wieder ins Plus.“

 

Für die Aufstellung von Portfolios sind solche kurzfristigen Bewegungen ohnehin nicht entscheidend. „Ob die Börsen mal zwei bis drei Prozent ins Minus gehen, ist eher unwichtig“, sagt Bente. „Harte wirtschaftliche Eingriffe sind das, worauf geachtet wird.“ Diese könnten notwendig werden, wenn sich die neue Variante als sehr bösartig herausstellt und sich zudem in den wirtschaftlich entscheidenden Regionen der Welt durchsetzt. „Dies könnte ein guter Grund für die Politik sein, ganze Volkswirtschaften wieder in den Lockdown zu schicken“, sagt Bente.

 

Wenn es so weit kommt, werden die Börsen allerdings drastisch reagieren. „Die Bewertungen sind derzeit hoch, die Gefahr eines Rückschlags entsprechend auch“, so Bente. „Risikomanagement ist die entscheidende Disziplin, um die guten Erträge der vergangenen Monate für die Anleger zu sichern.“ Dazu gehört vor allem der Mut, entschlossen zu handeln und nicht nur graduelle Anpassungen an Portfolios vorzunehmen. „Wer von seiner Meinung überzeugt ist, handelt schnell und entschlossen“, sagt Bente. „Wer das nicht ist, reduziert Aktienquoten eben auch nur um wenige Prozentpunkte, statt wirklich aus Aktien auszusteigen.“

 

Über die Vates Invest GmbH

Die Vates Invest GmbH, gegründet 2011, ist eine inhabergeführte Asset-Management-Boutique. Die Erfahrung zweier tiefer Aktienbärenmärkte (2001 und 2008) war prägend für die Philosophie von Vates. Das Spezialgebiet sind börsentägliche quantitative Analysen des monetären, konjunkturellen und sentimenttechnischen Umfelds. Seit 2014 verkörpert der Vates Parade Fonds die Portfoliomanagementstrategie von Vates Invest. Kernziel ist es, langfristig positive Rendite zu erzielen und zugleich die Anleger vor großen Verlusten in Bärenmärkten zu schützen. Das Fondsvolumen hat sich in den vergangenen zwölf Monaten auf über 160 Millionen Euro mehr als verdoppelt.

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Der Autor stellt hier lediglich Informationen zur Verfügung, es erfolgt keine Anlageberatung, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögensanlagen. Anlagegeschäfte beinhalten Risiken, so dass die Konsultierung professioneller Anlagenberater empfohlen wird. Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass ein Engagement in Aktien (auch Hot Stocks oder Penny Stocks), Zertifikate, Fonds oder Optionsscheine zum Teil mit erheblichen Risiko verbunden. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden.



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