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KOLUMNEN -
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18.05.20 08:44
Vergessener Konflikt

Die Covid-19-Pandemie hat viele Themen in den Hintergrund treten lassen, die noch vor wenigen Monaten die Gemüter erhitzten. Dazu gehört ganz besonders die Rivalität zwischen den beiden (Wirtschafts-)Supermächten USA und China, der weit über einen Handelskrieg hinausgeht.


Quelle: Unsplash / Chris Sabor

Im Augenblick schwelt der Konflikt zwar weitgehend unbemerkt im Hintergrund, aber er wird wohl erneut mit voller Wucht aufbrechen, sobald die Viruskrise einigermaßen überstanden ist. Die Indizien für diese These sind jedenfalls nicht mehr zu übersehen: So hat US-Präsident Donald Trump das Dekret, welches US-Firmen den Handel mit Huawei oder ZTE verbietet, gerade erst wieder verlängert. Auch hat er die Bundespensionskassen der USA angewiesen, die im chinesischen Aktienmarkt angelegten Gelder, immerhin rund 4,5 Mrd. USD, abzuziehen. Schließlich werden die USA nicht müde, darauf hinzuweisen, dass das Virus aus China stammt und die Kommunistische Partei Chinas an dem Ausmaß der Krise zumindest mitschuldig sei, weil sie wichtige Informationen zurückgehalten habe.

Lachender Dritter?

Da zudem bald die heiße Phase des US-Wahlkampfs eingeläutet werden wird, dürfte das Thema spätestens dann zurück in die Schlagzeilen und damit in das Bewusstsein der Anleger kommen. Die naheliegende Reaktion bestünde darin, auf Unternehmen zu setzen, die von dem Konflikt weniger betroffen sind, weil sie kein, oder nur ein geringes Exposure im amerikanisch-chinesischen Handel aufweisen. Platt formuliert wäre unter diesem Gesichtspunkt eine  Amazon-Aktie einem  Apple-Papier klar vorzuziehen. Darüber hinaus bieten sich möglichweise neue Chancen in Europa. Die Wirtschaft des „alten Kontinents“ könnte sogar zum lachenden Dritten werden, der zu beiden Seiten auskömmliche Beziehungen behält und alternative Produkte und Dienstleistungen anbietet.

Die glorreichen Sieben, Acht, Neun …

Unter diesem Blickwinkel ist das wikifolio Tradingchancen dt. Nebenwerte von Joachim Köngeter ( joibaer ) schon jetzt bestens positioniert. Hier sollen eigentlich mit einem kurzfristigen Anlagehorizont bis zu sieben deutsche Aktientitel gehalten werden.

Auswahl und Einstiegszeitpunkt definiert Köngeter dabei über die Charttechnik, wobei er größtmögliche Flexibilität dadurch erreicht, dass er sich mittel ETFs zusätzlich auch noch long bzw. short positionieren kann. So ganz hält sich Köngeter allerdings ohnehin nicht an die „magische Sieben“, denn aktuell befinden sich deutlich mehr Titel in seinem Portfolio. Diese Streuung federt auch allfällige Risiken ab, weshalb „joibaer“ als „Guter Money Manager“ und für „Kontinuierliches Wachstum“ ausgezeichnet wurde. Auch das Plus von 10,3 % auf Jahressicht ist hervorragend, weshalb man Köngeter, die zugleich flexiblere und vorsichtigere Auslegung seiner Grundsätze keineswegs ankreiden kann.

Breit gestreut, nie bereut

Bei David Hauck ( Calvet ) gehört die breite Streuung in seinem wikifolio Calvet Research Bewertung&Trends ohnehin zu den Anlagegrundsätzen. Entsprechend mag er sich weder auf einzelne Regionen oder Sektoren festlegen lassen.