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15.05.20 15:01
DAX versöhnlich – Varta unter Strom

Euwax
 

Sah es gestern noch nach einer deutlichen Verlustwoche aus, kann der DAX heute zumindest teilweise gegensteuern. Bis zum Mittag klettert der deutsche Leitindex um 1,2 Prozent auf 10.460 Punkte und hält sich damit über der wichtigen Unterstützungszone bei rund 10.300 Punkten. Gegenüber dem ersten Stand am Montagmorgen beträgt das Minus auf Wochensicht nun rund 3,9 Prozent. Mehr oder minder unbeeindruckt nahmen die Anleger heute auch die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt auf: Im ersten Vierteljahr schrumpfte das BIP in Deutschland gegenüber dem Vorquartal um 2,2 Prozent – damit befindet sich Deutschland in einer Rezession.
 
Varta unter Strom
Und täglich grüßt das Murmeltier: Auch am Freitag ist Wirecard in Stuttgart mit einem Volumen von knapp zwei Millionen Euro Umsatzspitzenreiter. Veröffentlichten Daten zufolge sind die Netto-Leerverkaufspositionen bei der Wirecard-Aktie auf über zehn Prozent gestiegen. Experten rechnen jedoch damit, dass dies lediglich die Spitze des Eisbergs sei. Anders als 2019, zu Beginn der Bilanzfälschungsvorwürfe, plant die BaFin bei Wirecard derzeit jedoch kein Leerverkaufsverbot.

Zum Wochenschluss handeln die Stuttgarter Anleger auch die Lufthansa wieder sehr rege, die bis zum Mittag rund 3,6 Prozent auf 7,50 Euro abgibt. Derweil verteidigte Hessens Ministerpräsident Bouffier die mögliche Staatshilfe in Milliardenhöhe. Man müsse aufpassen, dass niemand heimlich die Lufthansa-Aktien aufkauft, da Deutschland eine im Weltmaßstab wettbewerbsfähige Airline mit guten wirtschaftlichen Strukturen brauche. Doch der Unterstützung schob Bouffier gleich eine Mahnung hinterher: Die Lufthansa könne nicht erwarten, dass der Staat lediglich Geld gebe und keinen Einfluss in Grundsatzfragen nehme.

Heute ebenfalls im Fokus der Stuttgarter Anleger: Der Batteriehersteller Varta. Laut veröffentlichten Zahlen konnte Varta den Umsatz im ersten Quartal von 73,4 Millionen Euro auf 198,5 Millionen Euro steigern. Zudem wurde der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr bestätigt. Die Anleger honorieren diese Zahlen mit einem Kursgewinn von rund 6 Prozent.
 

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