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02.02.20 11:49
Rohstoffe: Vertrauen in Gold bleibt hoch

Auf den Iran-Konflikt und die Verbreitung des Corona-Virus reagieren Anleger mit Käufen von Gold-ETCs.
 

30. Januar 2020. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Ein höheres Sicherheitsbedürfnis treibt die Nachfrage nach börsengehandelten Edelmetall-Produkten. „In diesem Segment spielte sich in den vergangenen Wochen das meiste ab“, berichtet Frank Mohr von der Commerzbank. Erst hätten Anleger auf die Irankrise reagiert, aktuell bringe die Verbreitung des Coronavirus in und mittlerweile auch außerhalb Chinas viele offene Fragen mit sich. Breiter aufgestellte Rohstoffkörbe basierend auf dem NYSE Arca Gold Bugs Index (WKN ETF091) landeten Mohr zufolge ebenfalls unterm Strich in den Depots. „Industriemetalle und Öl spielten eher untergeordnete Rollen.“

Gefälliges Gold

Besonders häufig vertrauten die Commerzbank-Kunden auf Gold. Neben dem gern gehandelten und unterm Strich gesuchten Xetra-Gold (WKN A0S9GB), bauten Anleger in vielen Gold-Produkten ihre Positionen aus, wie Mohr informiert.

Cornelia Schübel spricht von guter Nachfrage nach Edelmetallen auf der Kauf- und Verkaufsseite. „Insgesamt überwiegen leicht die Zuflüsse“, präzisiert die UniCredit-Händlerin. Zu den beliebtesten Werten zählten der Gam Precious Metals (WKN A0RK1D) sowie die Physical Gold-ETCs von Invesco (WKN A1AA5X) und iShares (WKN A1KWPQ). Gut an kämen auch Gold-Produkte mit Währungsabsicherung etwa zum Euro (WKN A0YCVY) und Schweizer Franken (WKN A0YCVW). Deutlich mehr Käufe als Verkäufe macht Schübel bei Xetra Gold und dem Physical Gold Euro Hedged-ETC (WKN A1EK0G) aus.

Trend bei Silber, Palladium und Platin nicht erkennbar

„Auch die anderen Edelmetalle wurden gern, allerdings ohne eindeutige Tendenz gehandelt “, registriert Schübel. Zu den beliebtesten Produkten gehörten der WisdomTree Physical Platinum (WKN A0N62D) und der iShares Physical Silver (WKN A1KWPR).

Politik bestimmt die weitere Richtung

Für Gold war der Anstieg von 4,0 Prozent auf 1.581 US-Dollar bislang ein Jahresauftakt nach Maß. Bei konservativer Betrachtung sieht Nitesh Shah den Preis des gelben Edelmetalls Ende 2020 um 1.640 US-Dollar die Feinunze. Hielten die Spannungen im Nahen Osten an oder nähmen die Zollstreitigkeiten unkontrollierbare Ausmaße an, ist nach Auffassung von Wisdom Tree gar ein Goldpreis von über 2.000 US-Dollar möglich. Ökonomisch befinde sich die Welt am Scheideweg. Ein versöhnlicher Verlauf bezüglich der Handelskonflikte käme eher zyklischen Anlagen zugute, zulasten von Gold. In diesem eher pessimistischen Gold-Szenario lautet die Prognose von Shah für das Jahresende 1.470 US-Dollar.

Großzügige Zentralbanken stützen Edelmetalle

Klar scheint, dass wichtige Notenbanken zunächst die Geldschleusen weit geöffnet halten. Die gestrigen Auslassungen von Federal Reserve-Chef Powell etwa schließen nach Einschätzung von Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg eine weitere Zinssenkung womöglich im zweiten Quartal ein.

Dieser künstliche Antrieb für die Weltwirtschaft verursacht nach Meinung von Thorsten Polleit von Degussa Ungleichgewichte an den Kapitalmärkten. Die Null- und Negativzinsen sowie steigende Vermögenspreise höhlten die Kaufkraft des Geldes weiter aus. Dieser Umstand spricht laut Polleit für einen weiteren Anstieg der Edelmetallpreise. Die Feinunze Gold sieht der Analyst Ende 2020 um 1.700 US-Dollar, Silber werde bis etwa 25 und Platin auf rund 1.256 US-Dollar anziehen. Abwärtspotenzial bis etwa 1.536 US-Dollar vermutet er in Palladium.

Investoren greifen kräftig zu

Zentralbanken tätigten dem World Gold Council zufolge übrigens im vergangenen Jahr die zweithöchsten Goldkäufe auf Sicht von 50 Jahren. 15 Notenbanken stockten demnach ihre Goldbestände im letzten Jahr auf, am stärksten die türkische. Die Gesamtnachfrage nach Gold sei dennoch um 1 Prozent auf 4.356 Tonnen gefallen. Ein höherer Rückgang wurde durch hohe ETC-Zuflüsse aufgefangen, wie Weinberg anmerkt. Diese summierten sich laut World Gold Council auf 401 Tonnen. Damit hätten sich die Zuflüsse in Gold-Produkten im Vergleich zum Vorjahr mehr als verfünffacht.

von: Iris Merker
30. Januar 2020, © Deutsche Börse AG



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