IWKA halten




18.04.02 16:35
Stadtsparkasse Köln

Die Aktie der IWKA AG (WKN 620440) ist für das Researchteam der Stadtsparkasse Köln nur ein Marketperformer.

Die IWKA fungiere als Holding für über 90 zumeist mittelständische Firmen, deren Geschäftstätigkeit in die Bereiche Anlagen-, Produktions-, Prozess- und Verpackungstechnik aufgeteilt sei. Im Bereich Anlagentechnik werden für die Automobilindustrie im wesentlichen Maschinen für den Rohbau von Karosserien gefertigt. Die Produktionstechnik sei ebenfalls auf Maschinen für die Automobil-Industrie spezialisiert, insbesondere werden dort Anlagen für den Antriebsstrang und das Fahrwerk produziert. Zur Prozesstechnik gehören Geräte und Verteilanlagen für die Wasserwirtschaft und die Gasversorgung sowie für die Chemie, Petrochemie und die Fernheiztechnik. Bei der Verpackungstechnik liegen die Schwerpunkte in der Nahrungsmittelindustrie sowie in den Sparten Pharma und Kosmetik. Das Unternehmen habe seine Sparte Verteidigungstechnologie verkauft. IWKA verfüge in Europa, Nord- und Südamerika, China und Indien über Produktionsanlagen.

Die Sparte Anlagentechnik sei mit einem Anteil von 43% am Gesamtumsatz der größte Unternehmensbereich. Die Produktionstechnik und die Verpackungstechnik steuern jeweils circa 20% zum Umsatz bei. Es folge die Prozesstechnik mit einem Umsatzanteil von 16 Prozent.

Zwar habe IWKA den Umsatz in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessern können, doch sei der erwirtschaftete Gewinn nicht entsprechend mitgewachsen. Der Jahresüberschuss der letzten Jahre halte sich weitgehend im Bereich zwischen 31 und 32 Millionen Euro.

Der Umsatz in 2001 sei um 3% auf 2,29 Mrd. Euro gestiegen. Das Wachstum sei von den Bereichen Anlagen- und Produktionstechnik getragen worden. Beim Auftragseingang habe IWKA einen Anstieg um 4,1% auf 2,28 Mrd. Euro verzeichnen können. Der Auftragsbestand habe zum Jahresende bei 1,12 Mrd. Euro gelegen. Das EBIT habe man um 36% auf 68,9 Mio. Euro steigern können, während der Jahresüberschuss bei 31,2 Mio. Euro stagniert habe. Für das laufende Jahr plane IWKA vorsichtig. Wegen der unsicheren Konjunkturlage rechne der Konzern mit gegenüber dem Vorjahr gleichbleibenden Auftragseingängen und Umsätzen sowie einem "erneut steigenden" operativen Ergebnis.

Der Konzern generiere mittlerweile 66% des Umsatzes außerhalb Deutschlands. In der Sparte Produktionstechnik habe IWKA im Januar 2002 einen Auftrag eines "namhaften deutschen Automobilherstellers" im Wert von rund 60 Mio. Euro erhalten. Der Auftrag umfasse Produktionsmaschinen zur Bearbeitung von Zylinderkurbelgehäusen und Zylinderköpfen sowie Montagemaschinen und Funktionsprüfstände. Eventuell werde der Auftrag noch um Dienstleistungen ergänzt.

Die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2001 haben im Rahmen der Erwartungen gelegen, der vorsichtige Ausblick für das laufende Jahr habe aber enttäuscht. Kursphantasie entstehe in erster Linie aufgrund von Übernahmephantasien. Das Unternehmen sei anfällig für eine Übernahme, da es sich komplett im Streubesitz befinde.

Charttechnisch steht die Aktie vor einem starken Widerstand bei 15,40 Euro. Die Analysten der Stadtsparkasse Köln sehen lediglich durchschnittliches Kurspotenzial und bestätigen daher ihre Marketperformer-Einschätzung für IWKA.







 
 
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