CENTROSOLAR kaufen


09.03.10 10:30
SES Research/ Warburg Gruppe

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst Dr. Karsten von Blumenthal von SES Research stuft die Aktie von CENTROSOLAR (ISIN DE0005148506 / WKN 514850) von "halten" auf "kaufen" hoch.

Die anstehenden Reduzierungen der Einspeisetarife in Deutschland hätten das Sentiment für Solaraktien seit Beginn des Jahres belastet. Die deutsche Regierung habe kürzlich die Reduzierung der Einspeisevergütungen um 16% für Aufdächer sowie um 15% für Freiflächenanlagen ab Juli beschlossen.

CENTROSOLAR dürfte aufgrund der folgenden Punkte von der Senkung der Einspeisevergütungen kaum betroffen sein:

CENTROSOLARs Fokus auf das kleine Aufdach-Geschäft werde sich in 2010e mit großer Sicherheit auszahlen, da kleinere Aufdächer selbst in Deutschland im zweiten Halbjahr immer noch relativ attraktive Einspeisevergütungen von ca. 31 bis 33 EURCt/kWh bieten würden.

CENTROSOLAR habe eine der größten und modernsten Modulfabriken in Europa. Die vollautomatische Fabrik in Wismar habe eine Kapazität von ca. 110 MW. Diese Kapazität solle bis Ende 2010 auf 150 MW ausgeweitet werden. CENTROSOLARs flexible Zellbeschaffungsstrategie sei dem Unternehmen im zweiten Halbjahr 2009 enorm zugute gekommen, da sie die Marge in diesem Segment erheblich erhöht habe (Segment-EBIT-Marge Q3 2009: 8,3% im Vergleich zu Q2: -11,9%).

CENTROSOLAR dürfte vor dem Hintergrund der deutlichen Solarzellenüberkapazitäten in 2010e eine solide EBIT-Marge im Anlagensegment erzielen (2010e: 2,5% im Vergleich zu 2009e: -2,2%), da der Preisdruck weitgehend an die Zelllieferanten weitergegeben werde.

Die Antireflexionssolarglas-Produktion werde ausgeweitet und modernisiert. Da die weltweiten Modullieferungen in 2010e um bis zu 50% steigen sollten, werde die Nachfrage nach CENTROSOLARs Antireflexionsglas, das Modulproduzenten aufgrund von steigender Moduleffizienz einen Mehrwert biete, höchstwahrscheinlich deutlich steigen. Die EBIT-Marge des Komponentensegments sollte auf 8,5% in 2010e ansteigen (im Vergleich zu 8,2% in 2009e).

Der Umsatz im Ausland dürfte ca. zwei Drittel des gesamten Umsatzes in 2010e erreichen. Damit sei das Unternehmen weniger vom deutschen Markt abhängig (2009e: 50%). Nach der Einführung hoher Einspeisevergütungen scheine insbesondere der französische Markt vielversprechend.

Die Zahlen für das Gesamtjahr 2009 am 18. März dürften verdeutlichen, dass das vierte Quartal ähnlich profitabel wie das dritte Quartal gewesen sei (SES Research e: Q4 EBIT: EUR 6,7 Mio.).

Die Schätzungen für 2010e und 2011e würden reduziert, um die höher als erwarteten Reduzierungen der Einspeisevergütungen in Deutschland widerzuspiegeln. Letztere dürften zu höherem Preisdruck für Module und damit etwas niedrigerem Umsatz und EBIT als zuvor angenommen führen. Ein höheres Liefervolumen sollte jedoch insgesamt zu einem Umsatzwachstum führen. Die EBIT-Schätzung von SES Research (EUR 14,7 Mio.) liege ca. 10% über dem Konsens (EUR 13,3 Mio.).

Ein aktualisiertes DCF-Modell führe weiterhin zu einem Kursziel von EUR 4,30. Das Upside betrage ca. 30%.

Die Analysten von SES Research stufen die Aktie von CENTROSOLAR von "halten" auf "kaufen" herauf. (Analyse vom 09.03.2010) (09.03.2010/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







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