Zentralbanken u. Regierungen wollen Zeit gewinnen
11.03.10 09:21
fairesearch
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Zur Überwindung der Finanzkrise und Wirtschaftsflaute haben Notenbanken und Regierungen mit ihrer Geld- und Fiskalpolitik einen äußerst expansiven Kurs gefahren, so Dr. Eberhardt Unger vom "fairesearch".
Die Kosten der Unterstützungsmaßnahmen hätten dabei zu einem massiven Anstieg der Staatsverschuldung geführt. Nicht nur in den Peripherieländern der Eurozone, auch in den USA und Großbritannien liege die Verschuldung über 100% des BIP. Gleichzeitig sei dort der über Jahre kumulierte Verlust der Wettbewerbsfähigkeit besorgniserregend geworden und habe die Leistungsbilanzen tief in die roten Zahlen getrieben.
Die vom IWF prognostizierte Neuverschuldung in 2010 und 2011 bringe keine nennenswerte Entlastung. Die gesamte Verschuldung klettere weiter und belaste die Haushalte mit steigenden Soll-Zinsen, wodurch die Fiskalpolitik handlungsunfähig werde.
Die prekäre Lage in Griechenland zeige das Dilemma der Länder mit hoher Staatsverschuldung. Die sofortige Einleitung von Sparmaßnahmen sei zunächst ein guter Vorsatz, aber Steuererhöhungen und Kürzungen von Staatsausgaben mitten in einer Konjunkturkrise würden auch die Flaute verschärfen und verlängern. Steigende Arbeitslosigkeit und ein Absinken der verfügbaren Einkommen würden soziale Unruhen hervorrufen.
Die Regierungen in den Industrieländern würden Zeit zu gewinnen versuchen und ausnahmslos auf einen neuen, selbst tragenden Konjunkturaufschwung setzen, der durch steigende Steuereinnahmen den Staatshaushalt saniere. Auch die Zentralbanken würden Zeit zu gewinnen versuchen, bevor sie von ihrer ultraexpansiven Geld- und Zinspolitik zu einem normalen Kurs zurückkehren würden. Baldige Zinserhöhungen würden die Budgetdefizite nur noch mehr belasten, doch jede Verzögerung einer Rückkehr zur Normalität steigere die Inflationsgefahren.
Eine Lösung der Überschuldungsprobleme sei nirgends in Sicht. Das Misstrauen der Finanzmärkte zeige sich am deutlichsten in den großen Spreads bei Obligationen. Letzten Endes würden Notenbanken und Regierungen eine Inflationierung hinnehmen. (11.03.2010/ac/a/m)
Die Kosten der Unterstützungsmaßnahmen hätten dabei zu einem massiven Anstieg der Staatsverschuldung geführt. Nicht nur in den Peripherieländern der Eurozone, auch in den USA und Großbritannien liege die Verschuldung über 100% des BIP. Gleichzeitig sei dort der über Jahre kumulierte Verlust der Wettbewerbsfähigkeit besorgniserregend geworden und habe die Leistungsbilanzen tief in die roten Zahlen getrieben.
Die prekäre Lage in Griechenland zeige das Dilemma der Länder mit hoher Staatsverschuldung. Die sofortige Einleitung von Sparmaßnahmen sei zunächst ein guter Vorsatz, aber Steuererhöhungen und Kürzungen von Staatsausgaben mitten in einer Konjunkturkrise würden auch die Flaute verschärfen und verlängern. Steigende Arbeitslosigkeit und ein Absinken der verfügbaren Einkommen würden soziale Unruhen hervorrufen.
Die Regierungen in den Industrieländern würden Zeit zu gewinnen versuchen und ausnahmslos auf einen neuen, selbst tragenden Konjunkturaufschwung setzen, der durch steigende Steuereinnahmen den Staatshaushalt saniere. Auch die Zentralbanken würden Zeit zu gewinnen versuchen, bevor sie von ihrer ultraexpansiven Geld- und Zinspolitik zu einem normalen Kurs zurückkehren würden. Baldige Zinserhöhungen würden die Budgetdefizite nur noch mehr belasten, doch jede Verzögerung einer Rückkehr zur Normalität steigere die Inflationsgefahren.
Eine Lösung der Überschuldungsprobleme sei nirgends in Sicht. Das Misstrauen der Finanzmärkte zeige sich am deutlichsten in den großen Spreads bei Obligationen. Letzten Endes würden Notenbanken und Regierungen eine Inflationierung hinnehmen. (11.03.2010/ac/a/m)
Weitere Artikel
mehr >09.02.12, IG Markets
Deutscher Aktienmarkt gut gelaunt, weißer R [...]
09.02.12, Deutsche Börse AG
Auslandsaktien fast schon Frühlingsgefühle
09.02.12, Nord LB
EZB Draghi sieht Stabilisierung auf niedrigem [...]
09.02.12, Nord LB
Bank of England: Seid umschlungen, Millionen
09.02.12, UniCredit Research
Euro mit Rückenwind
|





