Wall Street Schluss: US-Börsen mit Freudensprung nach positivem ISM-Index
01.09.10 22:20
aktiencheck.de
New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street ging nach unerwartet positiven Konjunkturdaten zur Wochenmitte mit deutlichen Aufschlägen in den Feierabend. Der Dow Jones Industrial Average (ISIN US2605661048 / WKN 969420) legte 2,54 Prozent auf 10.269,47 Punkte zu. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0) verbesserte sich um 2,95 Prozent auf 1.080,29 Zähler. Für den NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271 / WKN 969427) ging es um 2,97 Prozent auf 2.176,84 Punkte nach oben.
Schon zum Auftakt sorgten starke Konjunkturdaten aus China und Australien für gute Stimmung. So hat sich der chinesische Einkaufsmanager-Index im August wieder erholt. Außerdem ist das BIP in Australien im zweiten Quartal unerwartet deutlich um 1,2 Prozent gestiegen. Zuletzt hatten Sorgen vor einer weltweiten Konjunkturdelle die Märkte belastet.
Nach der Veröffentlichung des ISM-Einkaufsmanagerindex konnten die US-Börsen ihre anfänglichen Gewinne nochmals deutlich ausbauen. Wie das Institut for Supply Management (ISM), eine private Organisation der Industrie, am Mittwoch mitteilte, haben sich die Geschäftsaktivitäten des Verarbeitenden Gewerbes in den USA im August 2010 unerwartet deutlich verbessert. So stieg der viel beachtete ISM-Index von 55,5 Zählern im Vormonat auf nun 56,3 Zähler. Volkswirte waren von einem Rückgang auf einen Wert von 52,9 Punkten ausgegangen.
Daneben wurde am Nachmittag bekannt, dass sich die US-Beschäftigung im August reduziert hat. Laut Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters ADP ging die Beschäftigtenzahl im Privatsektor gegenüber dem Vormonat um 10.000 zurück. Diese Daten gelten als Indikator für den offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung, der am Freitag zur Veröffentlichung ansteht.
Die schwachen Zahlen vom Arbeitsmarkt werden von den Anlegern ebenso ignoriert wie die Bauausgaben. Wie das US-Handelsministerium mitteilte, verringerten sich die Bauausgaben im Juli gegenüber dem Vormonat um 1,0 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld nur einen Rückgang um 0,7 Prozent prognostiziert. Gegenüber dem Vorjahresmonat wurde bei den Bauausgaben ein Minus von 10,7 Prozent ausgewiesen.
Im Fokus standen Automobilwerte nach den US-Absatzzahlen für August. So hat die Ford Motor Co. (ISIN US3453708600 / WKN 502391) im August in den USA weniger Fahrzeuge verkauft als im Vorjahreszeitraum. Wie der zweitgrößte amerikanische Automobilhersteller bekannt gab, ging der Absatz um 10,7 Prozent auf 157.503 Fahrzeuge zurück. Insgesamt verkaufte Ford im laufenden Jahr bislang 1,28 Millionen Fahrzeuge und damit 18 Prozent mehr als im Vorjahr. General Motors (GM) - Motors Liquidation Co. (ISIN US62010A1051 / WKN A0X900) verzeichnete im August sogar einen Absatzrückgang um 24,9 Prozent auf 185.176 Fahrzeuge. Allerdings kommt der Rückgang nicht überraschend, da im Vorjahreszeitraum das staatliche Konjunkturprogramm "Cash for Clunkers" für einen kräftigen Absatzschub am Automarkt gesorgt hatte. Während Papiere von GM unverändert schlossen, gewannen Anteilscheine von Ford rund 3 Prozent.
Der Technologiekonzern Apple Inc. (ISIN US0378331005 / WKN 865985) hat in San Francisco die neuen Modelle des Musikplayers iPod vorgestellt. Wie das Unternehmen im Rahmen der Produktpräsentation mitteilte, soll der neue iPod Shuffle in fünf verschiedenen Farben erhältlich sein, noch kleiner sein und über eine Akku-Laufzeit von 15 Stunden verfügen. Das Gerät soll 49 Dollar kosten. Der iPod Touch soll wie das iPhone 4 künftig über zwei Kameras und ein hochauflösendes Display verfügen und wird ab 229 Dollar erhältlich sein. Der neue iPod Nano, der mit einem berührungsempfindlichen Multitouch-Bildschirm ausgestattet sein wird, kostet 149 Dollar. Darüber hinaus kündigte CEO Steve Jobs noch weitere Neuerungen an. So soll das neue Betriebssystem iOS 4.1 bereits ab der kommenden Woche verfügbar sein, die Version iOS 4.2 soll im November erscheinen. Bereits ab heute ist die neue Version der Medien-Software iTunes verfügbar. Darin ist ab sofort ein soziales Netzwerk namens "Ping" integriert, über das Nutzer sich mit anderen austauschen können. Weiterhin stellte Apple eine aktualisierte Version von "Apple TV" vor. Die neue Settop-Box für Spielfilme und Serien wird 99 Dollar kosten. Statt auf Downloads setzt die neue Version auf Streaming. Dabei arbeitet Apple in den USA künftig mit der Online-Videothek Netflix Inc. (ISIN US64110L1061 / WKN 552484) zusammen. Die Apple-Aktie gewann fast 3 Prozent. Papiere von Netflix machten einen Sprung um mehr als 7 Prozent.
Wie in der Presse zu lesen war, stand die Schnellrestaurantkette Burger King (ISIN US1212082010 / WKN A0JL4A) offenbar in Verkaufsgesprächen mit Finanzinvestoren. Demnach habe die Fast-Food-Kette vor einigen Wochen in Verkaufsverhandlungen mit mehreren Private Equity-Firmen gestanden. Es sei jedoch unklar, ob sich in Zusammenhang mit den Verhandlungen tatsächlich ein Verkauf der weltweit zweitgrößten Schnellrestaurant-Kette ergeben könnte. Die Aktie rückte daraufhin um knapp 15 Prozent vor. Titel des Mitbewerbers McDonald's legten daneben um 2 Prozent zu.
Der Lebensmittelhersteller Heinz (ISIN US4230741039 / WKN 851291) hat im ersten Geschäftsquartal mehr verdient, was mit einem starken Asiengeschäft zusammenhängt. Den Angaben zufolge wuchsen die Erlöse um 1,6 Prozent auf 2,48 Mrd. Dollar. Ferner kletterte der Nettogewinn um 13 Prozent auf 240,4 Mio. Dollar bzw. 75 Cents pro Aktie. Analysten hatten im Vorfeld lediglich ein EPS von 73 Cents sowie einen Umsatz von 2,53 Mrd. Dollar erwartet. Der Wert schloss knapp im Plus.
Anteile des Flugzeugherstellers Boeing (ISIN US0970231058 / WKN 850471) rückten um knapp 2 Prozent vor. Wie zuvor bekannt wurde, hat die chinesische Fluggesellschaft Air China (ISIN CNE1000001S0 / WKN A0M4WT) insgesamt fünfzehn Maschinen vom Typ Boeing 787-9 geordert. Der Auftragswert beläuft sich nach Listenpreis auf 3,19 Mrd. Dollar.
Der Internetkonzern Amazon (ISIN US0231351067 / WKN 906866) will sich einem Pressebericht zufolge weitere Geschäftsfelder erschließen und plant einen Vorstoß ins Fernsehgeschäft. Demnach arbeite der Internet-Versandhändler derzeit an einem kostenpflichtigen Angebot für Filme und TV-Inhalte, die gegen Bezahlung über das Internet empfangen werden können. Damit wolle Amazon Unternehmen wie etwa Netflix (ISIN US64110L1061 / WKN 552484) oder dem Internet-Konzern Google (ISIN US38259P5089 / WKN A0B7FY) Konkurrenz machen. Amazon gewannen gut 6 Prozent. Die Google-Aktie legte 2,3 Prozent zu.
Der zweitgrößte US-Buchhändler Borders Group (ISIN US0997091071 / WKN 895356) musste im zweiten Quartal einen größeren Verlust ausweisen. Die Erlöse gingen um 11,5 Prozent auf 526,1 Mio. Dollar zurück. Daneben kletterte der Nettoverlust von 45,6 Mio. Dollar bzw. 76 Cents pro Aktie auf nun 46,7 Mio. Dollar bzw. 67 Cents pro Aktie. Analysten waren im Vorfeld nur von einem EPS von -13 Cents und einem Umsatz von 547,3 Mio. Dollar ausgegangen. Die Aktie verliert fast 2 Prozent.
Brown-Forman (ISIN US1156372096 / WKN 856693) knickten um knapp 4 Prozent ein. Der Hersteller alkoholischer Getränke musste im ersten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen, bestätigte aber im Anschluss die Prognose für das Gesamtjahr. Der Umsatz lag mit 744,9 Mio. Dollar über dem Vorjahreswert von 737,9 Mio. Dollar. Der Nettogewinn verringerte sich leicht auf 111,4 Mio. Dollar bzw. 76 Cents je Aktie, nach 121,4 Mio. Dollar bzw. 81 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten zuvor ein EPS von 84 Cents bei Umsatzerlösen von 758,4 Mio. Dollar erwartet. (01.09.2010/ac/n/m)
Schon zum Auftakt sorgten starke Konjunkturdaten aus China und Australien für gute Stimmung. So hat sich der chinesische Einkaufsmanager-Index im August wieder erholt. Außerdem ist das BIP in Australien im zweiten Quartal unerwartet deutlich um 1,2 Prozent gestiegen. Zuletzt hatten Sorgen vor einer weltweiten Konjunkturdelle die Märkte belastet.
Nach der Veröffentlichung des ISM-Einkaufsmanagerindex konnten die US-Börsen ihre anfänglichen Gewinne nochmals deutlich ausbauen. Wie das Institut for Supply Management (ISM), eine private Organisation der Industrie, am Mittwoch mitteilte, haben sich die Geschäftsaktivitäten des Verarbeitenden Gewerbes in den USA im August 2010 unerwartet deutlich verbessert. So stieg der viel beachtete ISM-Index von 55,5 Zählern im Vormonat auf nun 56,3 Zähler. Volkswirte waren von einem Rückgang auf einen Wert von 52,9 Punkten ausgegangen.
Daneben wurde am Nachmittag bekannt, dass sich die US-Beschäftigung im August reduziert hat. Laut Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters ADP ging die Beschäftigtenzahl im Privatsektor gegenüber dem Vormonat um 10.000 zurück. Diese Daten gelten als Indikator für den offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung, der am Freitag zur Veröffentlichung ansteht.
Die schwachen Zahlen vom Arbeitsmarkt werden von den Anlegern ebenso ignoriert wie die Bauausgaben. Wie das US-Handelsministerium mitteilte, verringerten sich die Bauausgaben im Juli gegenüber dem Vormonat um 1,0 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld nur einen Rückgang um 0,7 Prozent prognostiziert. Gegenüber dem Vorjahresmonat wurde bei den Bauausgaben ein Minus von 10,7 Prozent ausgewiesen.
Im Fokus standen Automobilwerte nach den US-Absatzzahlen für August. So hat die Ford Motor Co. (ISIN US3453708600 / WKN 502391) im August in den USA weniger Fahrzeuge verkauft als im Vorjahreszeitraum. Wie der zweitgrößte amerikanische Automobilhersteller bekannt gab, ging der Absatz um 10,7 Prozent auf 157.503 Fahrzeuge zurück. Insgesamt verkaufte Ford im laufenden Jahr bislang 1,28 Millionen Fahrzeuge und damit 18 Prozent mehr als im Vorjahr. General Motors (GM) - Motors Liquidation Co. (ISIN US62010A1051 / WKN A0X900) verzeichnete im August sogar einen Absatzrückgang um 24,9 Prozent auf 185.176 Fahrzeuge. Allerdings kommt der Rückgang nicht überraschend, da im Vorjahreszeitraum das staatliche Konjunkturprogramm "Cash for Clunkers" für einen kräftigen Absatzschub am Automarkt gesorgt hatte. Während Papiere von GM unverändert schlossen, gewannen Anteilscheine von Ford rund 3 Prozent.
Wie in der Presse zu lesen war, stand die Schnellrestaurantkette Burger King (ISIN US1212082010 / WKN A0JL4A) offenbar in Verkaufsgesprächen mit Finanzinvestoren. Demnach habe die Fast-Food-Kette vor einigen Wochen in Verkaufsverhandlungen mit mehreren Private Equity-Firmen gestanden. Es sei jedoch unklar, ob sich in Zusammenhang mit den Verhandlungen tatsächlich ein Verkauf der weltweit zweitgrößten Schnellrestaurant-Kette ergeben könnte. Die Aktie rückte daraufhin um knapp 15 Prozent vor. Titel des Mitbewerbers McDonald's legten daneben um 2 Prozent zu.
Der Lebensmittelhersteller Heinz (ISIN US4230741039 / WKN 851291) hat im ersten Geschäftsquartal mehr verdient, was mit einem starken Asiengeschäft zusammenhängt. Den Angaben zufolge wuchsen die Erlöse um 1,6 Prozent auf 2,48 Mrd. Dollar. Ferner kletterte der Nettogewinn um 13 Prozent auf 240,4 Mio. Dollar bzw. 75 Cents pro Aktie. Analysten hatten im Vorfeld lediglich ein EPS von 73 Cents sowie einen Umsatz von 2,53 Mrd. Dollar erwartet. Der Wert schloss knapp im Plus.
Anteile des Flugzeugherstellers Boeing (ISIN US0970231058 / WKN 850471) rückten um knapp 2 Prozent vor. Wie zuvor bekannt wurde, hat die chinesische Fluggesellschaft Air China (ISIN CNE1000001S0 / WKN A0M4WT) insgesamt fünfzehn Maschinen vom Typ Boeing 787-9 geordert. Der Auftragswert beläuft sich nach Listenpreis auf 3,19 Mrd. Dollar.
Der Internetkonzern Amazon (ISIN US0231351067 / WKN 906866) will sich einem Pressebericht zufolge weitere Geschäftsfelder erschließen und plant einen Vorstoß ins Fernsehgeschäft. Demnach arbeite der Internet-Versandhändler derzeit an einem kostenpflichtigen Angebot für Filme und TV-Inhalte, die gegen Bezahlung über das Internet empfangen werden können. Damit wolle Amazon Unternehmen wie etwa Netflix (ISIN US64110L1061 / WKN 552484) oder dem Internet-Konzern Google (ISIN US38259P5089 / WKN A0B7FY) Konkurrenz machen. Amazon gewannen gut 6 Prozent. Die Google-Aktie legte 2,3 Prozent zu.
Der zweitgrößte US-Buchhändler Borders Group (ISIN US0997091071 / WKN 895356) musste im zweiten Quartal einen größeren Verlust ausweisen. Die Erlöse gingen um 11,5 Prozent auf 526,1 Mio. Dollar zurück. Daneben kletterte der Nettoverlust von 45,6 Mio. Dollar bzw. 76 Cents pro Aktie auf nun 46,7 Mio. Dollar bzw. 67 Cents pro Aktie. Analysten waren im Vorfeld nur von einem EPS von -13 Cents und einem Umsatz von 547,3 Mio. Dollar ausgegangen. Die Aktie verliert fast 2 Prozent.
Brown-Forman (ISIN US1156372096 / WKN 856693) knickten um knapp 4 Prozent ein. Der Hersteller alkoholischer Getränke musste im ersten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen, bestätigte aber im Anschluss die Prognose für das Gesamtjahr. Der Umsatz lag mit 744,9 Mio. Dollar über dem Vorjahreswert von 737,9 Mio. Dollar. Der Nettogewinn verringerte sich leicht auf 111,4 Mio. Dollar bzw. 76 Cents je Aktie, nach 121,4 Mio. Dollar bzw. 81 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten zuvor ein EPS von 84 Cents bei Umsatzerlösen von 758,4 Mio. Dollar erwartet. (01.09.2010/ac/n/m)
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