Wall Street Eröffnung: Konjunkturdaten aus Übersee im Blick, Burger King +14 Prozent


01.09.10 15:51
aktiencheck.de

New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street hat mit deutlichen Gewinnen eröffnet. Der Dow Jones Industrial Average (ISIN US2605661048 / WKN 969420) kann kurz nach der Eröffnungsglocke um 1,22 Prozent vorrücken auf 10.136,57 Zähler. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0) legt daneben 1,36 Prozent zu auf 1.063,55 Stellen. Für den NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271 / WKN 969427) geht es um 1,45 Prozent nach oben auf 2.144,67 Punkte. Zurückzuführen ist der positive Auftakt auf starke Konjunkturdaten aus China und Australien. So hat sich der chinesische Einkaufsmanager-Index im August wieder erholt. Außerdem ist das BIP in Australien im zweiten Quartal unerwartet deutlich um 1,2 Prozent gestiegen. Zuletzt hatten Sorgen vor einer weltweiten Konjunkturdelle die Märkte belastet.

Wie am Nachmittag bekannt wurde, hat sich die US-Beschäftigung im August reduziert. Laut Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters ADP ging die Beschäftigtenzahl im Privatsektor gegenüber dem Vormonat um 10.000 zurück. Diese Daten gelten als Indikator für den offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung, der am Freitag zur Veröffentlichung ansteht. Im weiteren Handelsverlauf werden außerdem der ISM-Index und die Bauausgaben erwartet.

Wie in der Presse zu lesen war, stand die Schnellrestaurantkette Burger King (ISIN US1212082010 / WKN A0JL4A) offenbar in Verkaufsgesprächen mit Finanzinvestoren. Demnach habe die Fast-Food-Kette vor einigen Wochen in Verkaufsverhandlungen mit mehreren Private Equity-Firmen gestanden. Es sei jedoch unklar, ob sich in Zusammenhang mit den Verhandlungen tatsächlich ein Verkauf der weltweit zweitgrößten Schnellrestaurant-Kette ergeben könnte. Die Aktie kann kurz nach Handelsstart um fast 14 Prozent vorrücken. Titel des Mitbewerbers McDonald's legen daneben 1,2 Prozent zu. Der Lebensmittelhersteller Heinz (ISIN US4230741039 / WKN 851291) hat im ersten Geschäftsquartal mehr verdient, was mit einem starken Asiengeschäft zusammenhängt. Den Angaben zufolge wuchsen die Erlöse um 1,6 Prozent auf 2,48 Mrd. Dollar. Ferner kletterte der Nettogewinn um 13 Prozent auf 240,4 Mio. Dollar bzw. 75 Cents pro Aktie. Analysten hatten im Vorfeld lediglich ein EPS von 73 Cents sowie einen Umsatz von 2,53 Mrd. Dollar erwartet. Der Wert gibt leicht ab.

Anteile des Flugzeugherstellers Boeing (ISIN US0970231058 / WKN 850471) können um knapp 2 Prozent vorrücken. Wie zuvor bekannt wurden, hat die chinesische Fluggesellschaft Air China (ISIN CNE1000001S0 / WKN A0M4WT) insgesamt fünfzehn Maschinen vom Typ Boeing 787-9 geordert. Der Auftragswert beläuft sich nach Listenpreis auf 3,19 Mrd. Dollar.

Der Internetkonzern Amazon (ISIN US0231351067 / WKN 906866) will sich einem Pressebericht zufolge weitere Geschäftsfelder erschließen und plant einen Vorstoß ins Fernsehgeschäft. Demnach arbeite der Internet-Versandhändler derzeit an einem kostenpflichtigen Angebot für Filme und TV-Inhalte, die gegen Bezahlung über das Internet empfangen werden können. Damit wolle Amazon Unternehmen wie etwa Netflix (ISIN US64110L1061 / WKN 552484) oder dem Internet-Konzern Google (ISIN US38259P5089 / WKN A0B7FY) Konkurrenz machen. Amazon liegen aktuell mit 1,6 Prozent im Plus. Die Google-Aktie legt 0,9 Prozent zu. Netflix verteuern sich um 4,4 Prozent. Der zweitgrößte US-Buchhändler Borders Group (ISIN US0997091071 / WKN 895356) musste im zweiten Quartal einen größeren Verlust ausweisen. Die Erlöse gingen um 11,5 Prozent auf 526,1 Mio. Dollar zurück. Daneben kletterte der Nettoverlust von 45,6 Mio. Dollar bzw. 76 Cents pro Aktie auf nun 46,7 Mio. Dollar bzw. 67 Cents pro Aktie. Analysten waren im Vorfeld nur von einem EPS von -13 Cents und einem Umsatz von 547,3 Mio. Dollar ausgegangen. Die Aktie verliert fast 3 Prozent.

Brown-Forman (ISIN US1156372096 / WKN 856693) knicken daneben um gut 8 Prozent ein. Der Hersteller alkoholischer Getränke musste im ersten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen, bestätigte aber im Anschluss die Prognose für das Gesamtjahr. Der Umsatz lag mit 744,9 Mio. Dollar über dem Vorjahreswert von 737,9 Mio. Dollar. Der Nettogewinn verringerte sich leicht auf 111,4 Mio. Dollar bzw. 76 Cents je Aktie, nach 121,4 Mio. Dollar bzw. 81 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten zuvor ein EPS von 84 Cents bei Umsatzerlösen von 758,4 Mio. Dollar erwartet. (01.09.2010/ac/n/m)






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