US-Schulden steigen schneller als BIP
07.10.10 09:25
fairesearch
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Aussage "die USA leben über ihre Verhältnisse" ist schon so oft getroffen worden, dass sie keine Schlagzeilen mehr erzeugt, so Dr. Eberhardt Unger von "fairesearch".
Die Schulden würden sogar schneller als das BIP steigen. Die Antwort auf diese Feststellung komme meistens aus den USA selbst: Bisher sei doch alles gut gegangen. Die Frage sei jedoch, wie lange es noch gut gehe. Der Weg jedenfalls führe direkt auf einen Abgrund zu. Bei einer Abkehr von der Nullzinspolitik seien die Soll-Zinsen nicht mehr bezahlbar und das Konjunkturpendel schlage in Richtung Inflation und dann Rezession. Bei einer Fortsetzung der Schuldenfinanzierung durch die Notenbank (QE2 - Quantitative Easing Teil zwei) stehe am Ende Stagnation und ein US-Dollar-Kollaps.
Die Gesamtverschuldung setze sich zusammen aus den Schulden der öffentlichen Hände (Staat, Einzelstaaten und Kommunen), der privaten Haushalte und Unternehmen und aus dem finanziellen Sektor. Diese Credit Market Debt Outstanding sei in Q2/2010 auf 52,0545 Billionen US-Dollar gestiegen und habe 357,15% des nominalen Bruttoinlandsprodukts der USA von 14,575 Billionen betragen. Die steigenden Staatsschulden würden weiter die Kreditschrumpfung der anderen Bereiche kompensieren.
Der Eindruck dränge sich auf, dass das wahre Ausmaß der Verschuldungsproblematik an den Finanzmärkten nicht erkannt werde. Der Konjunkturverlauf in den USA ebenso wie in vielen anderen G-7-Industrieländern sei schon seit Jahren weitgehend kreditfinanziert. Es müssten immer mehr Schulden aufgenommen werden, um eine Einheit BIP-Wachstum zu erreichen. Mit zunehmender Neuverschuldung sei die Produktivität der investierten Mittel immer weiter zurückgegangen. In der Wirtschaft sei die Grenze der Schuldensättigung erreicht. Neue Schulden seien kontraproduktiv und sollten besser vermieden werden.
Dieser langfristige Einflussfaktor auf den Konjunkturverlauf spreche gegen Engagements an der Wall Street. (07.10.2010/ac/a/m)
Die Schulden würden sogar schneller als das BIP steigen. Die Antwort auf diese Feststellung komme meistens aus den USA selbst: Bisher sei doch alles gut gegangen. Die Frage sei jedoch, wie lange es noch gut gehe. Der Weg jedenfalls führe direkt auf einen Abgrund zu. Bei einer Abkehr von der Nullzinspolitik seien die Soll-Zinsen nicht mehr bezahlbar und das Konjunkturpendel schlage in Richtung Inflation und dann Rezession. Bei einer Fortsetzung der Schuldenfinanzierung durch die Notenbank (QE2 - Quantitative Easing Teil zwei) stehe am Ende Stagnation und ein US-Dollar-Kollaps.
Der Eindruck dränge sich auf, dass das wahre Ausmaß der Verschuldungsproblematik an den Finanzmärkten nicht erkannt werde. Der Konjunkturverlauf in den USA ebenso wie in vielen anderen G-7-Industrieländern sei schon seit Jahren weitgehend kreditfinanziert. Es müssten immer mehr Schulden aufgenommen werden, um eine Einheit BIP-Wachstum zu erreichen. Mit zunehmender Neuverschuldung sei die Produktivität der investierten Mittel immer weiter zurückgegangen. In der Wirtschaft sei die Grenze der Schuldensättigung erreicht. Neue Schulden seien kontraproduktiv und sollten besser vermieden werden.
Dieser langfristige Einflussfaktor auf den Konjunkturverlauf spreche gegen Engagements an der Wall Street. (07.10.2010/ac/a/m)
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