USD/JPY Konsolidierungsbestrebungen
03.09.10 14:19
Deutsche Bank
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Je näher der Wahltermin rückt, desto bissiger werden die Kommentare, die Premier Naoto Kan und sein Herausforderer Ichiro Ozawa einander zuwerfen, so die Analysten von Cognitrend in der aktuellen Ausgabe von "FX-Tagesausblick" der Deutschen Bank.
Letzterer solle sich um die Untersuchungen kümmern, die gegen ihn laufen würden, und für schnelle Aufklärung sorgen, habe Kan gestern gestichelt. Er wiederum, habe Ozawa gekontert, würde Politik im Stil der LDP betreiben und Bürokraten entscheiden lassen. Wie die Kandidaten die Yen-Stärke konkret in den Griff bekommen wollten, bleibe bei solchen Dialogen natürlich auf der Strecke. Klar sei, dass besonders Japans Exportsektor ungeduldig auf Hinweise warte. Eine im August vom Handelsministerium durchgeführte Umfrage unter 200 Unternehmen zeige, was bei einer Stagnation des US-Dollars um 85 Yen zu erwarten sein werde: 39 Prozent aller Befragten würden Entwicklung und Produktion ins Ausland verlagern. Die Regierung stehe also unter Zugzwang.
Klar sei, ein Interventionsalleingang würde keine dauerhafte Linderung bewirken. Für eine konzertierte Yen-Schwächungsaktion hingegen scheine angesichts der vielen anderen Probleme, die andere Zentralbanken weltweit beschäftigen würden, nicht der beste Zeitpunkt zu sein. Dennoch seien beim USD derzeit Konsolidierungsbestrebungen oberhalb von 83,60 (darunter Risiko bis 81,90) festzustellen. Stabilität sei aber erst jenseits von 86,40 gegeben. (03.09.2010/ac/a/m)
Letzterer solle sich um die Untersuchungen kümmern, die gegen ihn laufen würden, und für schnelle Aufklärung sorgen, habe Kan gestern gestichelt. Er wiederum, habe Ozawa gekontert, würde Politik im Stil der LDP betreiben und Bürokraten entscheiden lassen. Wie die Kandidaten die Yen-Stärke konkret in den Griff bekommen wollten, bleibe bei solchen Dialogen natürlich auf der Strecke. Klar sei, dass besonders Japans Exportsektor ungeduldig auf Hinweise warte. Eine im August vom Handelsministerium durchgeführte Umfrage unter 200 Unternehmen zeige, was bei einer Stagnation des US-Dollars um 85 Yen zu erwarten sein werde: 39 Prozent aller Befragten würden Entwicklung und Produktion ins Ausland verlagern. Die Regierung stehe also unter Zugzwang.
Klar sei, ein Interventionsalleingang würde keine dauerhafte Linderung bewirken. Für eine konzertierte Yen-Schwächungsaktion hingegen scheine angesichts der vielen anderen Probleme, die andere Zentralbanken weltweit beschäftigen würden, nicht der beste Zeitpunkt zu sein. Dennoch seien beim USD derzeit Konsolidierungsbestrebungen oberhalb von 83,60 (darunter Risiko bis 81,90) festzustellen. Stabilität sei aber erst jenseits von 86,40 gegeben. (03.09.2010/ac/a/m)
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