Preis für Arabica Kaffee korrigierte etwas




03.06.09 12:51
Commerzbank Corp. & Markets

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Preis für Arabica Kaffee hat gestern von seinem 9-Monatshoch etwas korrigiert, was allerdings nicht von Dauer sein sollte, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Denn zu der rückläufigen Produktion in Kolumbien, dem drittgrößten Kaffeproduzenten weltweit, der in diesem Jahr einen erneuten Produktionsrückgang von 13% auf 10 Mio. Sack Kaffee verzeichnen werde, würden die Produktionsprobleme beim größten Kaffeeanbauer der Welt, Brasilien kommen. Nach Einschätzung von USDA werde die Kaffeeproduktion Brasiliens im Erntejahr 2009/10 um insgesamt 15% auf 43,5 Mio. Sack zurückgehen. Besonders wichtig sei dabei der Rückgang der Arabica-Produktion um 18% auf 31,9 Mio. Sack.

Ausschlaggebend für die niedrigere Ernte sei das Erholungsjahr im Zweijahreszyklus der Kaffeebäume. Weil gleichzeitig die Kaffeenachfrage weltweit trotz der Wirtschaftskrise um knapp 1,2% zunehmen sollte, würden die Analysten davon ausgehen, dass der Arabica-Preis trotz eines fulminanten Anstiegs, als der Preis binnen nur drei Monaten knapp 40% zugelegt habe, bald durchaus das 11-Jahreshoch von 1,65 USD/Pfund aus dem Vorjahr in Angriff nehmen könnte. Davon sollte ihrer Meinung nach auch der zuletzt zurückgebliebene Robusta-Kaffee profitieren. Denn in der Wirtschaftskrise dürfte der deutlich günstigere Robusta mehr Käufer finden.

Der weltgrößte Zuckerhändler Czarnikow erwarte auch im nächsten Erntejahr ein Defizit von 6 Mio. Tonnen am Zuckermarkt nach dem dramatischen Defizit von 15,6 Mio. Tonnen in diesem Jahr. Dies dürfte nach Meinung der Analysten auch die anderen Agrarmärkte in Mitleidenschaft ziehen. Kingsman erwarte, dass auch der Weltethanolmarkt in diesem Jahr ein Defizit von 513 Mio. Liter verzeichnen werde, vor allem weil Brasilien wegen der hohen Zuckerpreise einen höheren Anteil der Zuckerrohrernte zur Herstellung von Zucker verwenden werde. Vom Defizit bei Ethanol dürfte aus Sicht der Analysten vor allem Mais profitieren, das in den USA zur Ethanolherstellung verwendet werde. USA sei mit 40% der Weltproduktion der größte Maisproduzent, wobei bereits jetzt rund 30% der Maisernte zur Ethanolherstellung verwendet würden. (03.06.2009/ac/a/m)






 
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