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Goldpreis von Anlegernachfrage getrieben




16.03.09 16:56
LB Baden-Württemberg

Stuttgart (aktiencheck.de AG) - Die Renaissance von Gold als Vermögensanlage führte in den vergangenen zwei Jahren zur Auflegung von mehreren börsengehandelten Wertpapieren mit physischer Hinterlegung, berichten die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg.

Anfang März seien mit den Dubai Gold Securities neue ETFs hinzugekommen. Mit einem Bestand von gerade einmal 150 kg sei der Neuling aus dem Golf-Emirat jedoch noch ein Zwerg im Vergleich zu den etablierten Papieren. Für den Goldmarkt sei die Entstehung dieser neuen Investitionsmöglichkeiten bislang überwiegend positiv gewesen. Durch die ETFs werde der Handel von Gold so einfach wie der Kauf und Verkauf von Aktien. Die vergleichsweise geringen Handelsspannen, Transaktionsgebühren sowie die einfache Handhabung dürften viele Anleger zu einem Engagement bewogen haben, die dem Goldmarkt sonst fern geblieben wären. Die Einführung von Gold-ETFs auf lokalen Märkten wie in Dubai dürfte diesen Trend sogar verstärken.

Das Manko der ETFs bestehe allerdings in der Gefahr, dass sich Anteilsrückgaben durch Anleger über die Goldverkäufe der Emittenten sofort am Markt negativ bemerkbar machen würden. Da die Goldnachfrage aus dem Schmuckbereich derzeit eher schwach ausfalle, würden die Anleger die Notierungen momentan sogar stark beeinflussen. So hätten die hohen Mittelzuflüsse in den ETF-Bereich in Höhe von rund 10,3 Mrd. US-Dollar seit Anfang des Jahres zu einem starken Anstieg des Preises bis Mitte Februar geführt. In den folgenden Wochen hätten sich die Anleger stark zurückgehalten. Per saldo habe sich der Goldbestand der ETFs in den folgenden zwei Wochen kaum geändert, was sich zügig mit einem Rückgang des Goldpreises um rund 100 US-Dollar bemerkbar gemacht habe.

In der vergangenen Woche hätten die Käufe der Emittenten wieder eingesetzt. So sei der Goldbestand des Marktführers SPDR aus den USA bis auf knapp 1.057 Tonnen geklettert, womit erstmals sogar die Goldreserven der Schweizerischen Nationalbank überflügelt worden seien. Der Goldpreis habe hiervon profitiert und sei wieder über die kurzfristig unterschrittene 900-Dollar-Marke gestiegen.

Die anderen großen Gold-ETFs aus Europa, Südafrika und Australien würden zusammen nur auf einen Marktanteil von etwas mehr als 30% kommen, wodurch die Dominanz der US-Anleger auf dem Markt für physisch hinterlegte Goldpapiere deutlich werde. Der Großteil von ihnen bilde wie das Vorbild SPDR den Dollar-Goldpreis ab. Neben währungsgesicherten ETFs bestehe mit dem Aureus Fund zudem ein Investmentvehikel mit aktivem Management, das durch Beimischung von anderen Edelmetallen versuche, eine zusätzliche Rendite zu erwirtschaften. (16.03.2009/ac/a/m)







 
 

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