Gold-Rally zieht Silber und Platin nach oben


10.09.07 14:49
LB Baden-Württemberg

Stuttgart (aktiencheck.de AG) - Die vergangene Woche ist ganz nach dem Geschmack der Gold-Investoren ausgefallen, berichten die Analysten der LB Baden-Württemberg.

Mit einem Anstieg um gut 30 USD auf über 700 USD je Feinunze (31,1 Gramm) habe der Wochengewinn mehr als 4% betragen. Auch die anderen Edelmetalle hätten von der Goldhausse profitiert. Silber sei am stärksten mit nach oben gezogen worden und habe sich um gut 40 Cents auf über 12,50 USD je Feinunze verteuert. Platin habe immerhin noch um 25 USD auf 1.295 USD zugelegt. Die jüngsten Bewegungen hätten vor dem Hintergrund eines kaum veränderten Außenwertes des US-Dollars stattgefunden, der die Edelmetallkurse normalerweise stark beeinflusse. Dies spreche dafür, dass Gold & Co. im Moment von fundamentalen Preisfaktoren getrieben würden.

Zwar sei der September statistisch gesehen in den vergangenen 20 Jahren stets der Monat mit der größten Aufwärtsbewegung beim Gold gewesen. Für den aktuellen Anstieg auf einen neuen Jahreshöchststand dürften allerdings auch Sonderfaktoren eine Rolle gespielt haben. So würden insbesondere die starken Zukäufe der Gold-ETF-Emittenten auffallen. Allein der Marktführer StreetTracks habe knapp 27 Tonnen erworben und erreiche mit einem Gesamtbestand von mehr als 542 Tonnen einen neuen Rekord.

Das Interesse der Investoren dürfte zum einen von den fundamental positiven Perspektiven für das gelbe Metall belebt worden sein. Zum anderen fördere die aktuelle Mischung aus Furcht vor einer Rezession in den USA bei gleichzeitigem Anlagebedarf der Institutionellen die Flucht in den "sicheren Hafen" Gold.

Da der bisherige Jahreshöchststand bei 693 USD je Feinunze Gold Ende letzter Woche überschritten worden sei, sei kurzfristig vor allem mit charttechnisch motivierten Anschlusskäufen zu rechnen. Diese könnten den Preis schnell auf das Hoch vom Frühjahr 2006 bei etwa 730 USD führen. Das oft für kurzfristige Spekulationen genutzte Silber könnte zwar ebenfalls weiter mitlaufen.

Aus fundamentaler Sicht sähen die Perspektiven für das weiße Metall jedoch verhaltener aus. Dies zeige sich auch an der Netto-Long-Position auf dem Terminmarkt, die auf einen Tiefstand gefallen sei. Bei Platin scheinen die Marktteilnehmer immer noch die Nissan-Meldung von Ende Juli über eine neue platinarme Katalysatoren-Generation zu verarbeiten, so die Analysten der LB Baden-Württemberg. Die Kurschancen würden deshalb zurzeit eher eingeschränkt zu sein erscheinen, obwohl die fundamentale Situation bei diesem Metall durchaus positiv sei. (10.09.2007/ac/a/m)







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