Getreidepreise aktuelle Entwicklung
10.02.09 09:11
Rohstoff-Report
München (aktiencheck.de AG) - Die Sojabohnenpreise fielen Anfang Februar auf ein Tief bei 9,35 US-Dollar/Scheffel, stiegen aber bis zuletzt wieder auf 10,01 US-Dollar/Scheffel an, so die Experten von "BörseGo" in ihrem Update zum "Rohstoff-Report".
Die "Februar-Pause" habe sich damit nur geringfügig auf die Preise ausgewirkt. Die Dürre in Südamerika verhindere wohl weitere Preisabgaben: Immerhin erlebe Argentinien die trockenste Zeit seit fast einem halben Jahrhundert. Unterdessen habe China verkündet, weitere 2,5 Millionen Tonnen Soja vom Weltmarkt einkaufen zu wollen, was die Exportaussichten für US-Sojabohnen verbessere. Die Aussichten für steigende Sojapreise in den kommenden Wochen stünden gut.
Die Maispreise seien zuletzt auf den niedrigsten Stand seit 1 3/4 Monaten gefallen und würden nun nur noch knapp über dem Zwei-Jahrestief aus dem Dezember notieren. Dieses Tief habe 62 Prozent unter dem Hoch aus dem Juni 2008 gelegen. Der größte Belastungsfaktor sei weiterhin der Ölpreis, der auf einem niedrigen Niveau notiere. Dies vermindere die Absatzchancen für Mais zur Ethanolherstellung. Doch sei seit einigen Tagen beim Ölpreis wieder "Leben" zu beobachten. Es scheine, als würden neue Tiefs zunächst ausbleiben. Händler würden dies zum Aufbau von Long-Positionen nutzen. Die Maispreise würden außerdem durch die Dürre in Lateinamerika gestützt. Der Ölpreis bleibe aber der stärkste Einflussfaktor für den Maispreis aktuell.
Die Weizenpreise würden sich zwischen einer Spanne vom jüngst erreichten Vier-Monatshoch und dem Eineinhalb-Jahrestief aus dem Dezember bewegen. Das Dezember-Tief habe 64 Prozent unter dem Juni-Hoch aus dem letzten Jahr gelegen. Der Weizenpreis sei weiterhin neutral zu werten. Sowohl das US-Landwirtschafsministerium (USDA) als auch der Internationale Getreiderat (IGC) würden mit einem Produktionsüberhang rechnen. Das würde zu einer Erhöhung der Lagerbestände bei Weizen von 119 auf 148 Millionen Tonnen führen. Laut IGC-Schätzung vom 29. Januar stehe bei Weizen eine Weltproduktion von 687 Millionen Tonnen einem Konsum von 658 Millionen Tonnen gegenüber.
Indes spiele auch bei Weizen eine Dürre eine Rolle, jedoch dieses Mal nicht in Lateinamerika, sondern in China. Der Norden der Volksrepublik erlebe eine Dürre, da es schon seit Wochen nicht mehr regne. Wettervorhersagen zufolge solle der Regen weiter ausbleiben. 9,3 Millionen Hektar Weizen in sechs Hauptanbaugebieten seien von der schweren Dürre betroffen. Eine Ausweitung der Dürre sei zu erwarten. Das melde das Ministerium für Landwirtschaft. Nahezu 43 Prozent des Winterweizens seien betroffen. Im Vergleich dazu seien in derselben Zeitspanne im vergangenen Jahr 600.000 Hektar Weizen von Dürre heimgesucht worden. (Update zur Ausgabe 3 vom 10.02.2009) (10.02.2009/ac/a/m)
Die "Februar-Pause" habe sich damit nur geringfügig auf die Preise ausgewirkt. Die Dürre in Südamerika verhindere wohl weitere Preisabgaben: Immerhin erlebe Argentinien die trockenste Zeit seit fast einem halben Jahrhundert. Unterdessen habe China verkündet, weitere 2,5 Millionen Tonnen Soja vom Weltmarkt einkaufen zu wollen, was die Exportaussichten für US-Sojabohnen verbessere. Die Aussichten für steigende Sojapreise in den kommenden Wochen stünden gut.
Die Weizenpreise würden sich zwischen einer Spanne vom jüngst erreichten Vier-Monatshoch und dem Eineinhalb-Jahrestief aus dem Dezember bewegen. Das Dezember-Tief habe 64 Prozent unter dem Juni-Hoch aus dem letzten Jahr gelegen. Der Weizenpreis sei weiterhin neutral zu werten. Sowohl das US-Landwirtschafsministerium (USDA) als auch der Internationale Getreiderat (IGC) würden mit einem Produktionsüberhang rechnen. Das würde zu einer Erhöhung der Lagerbestände bei Weizen von 119 auf 148 Millionen Tonnen führen. Laut IGC-Schätzung vom 29. Januar stehe bei Weizen eine Weltproduktion von 687 Millionen Tonnen einem Konsum von 658 Millionen Tonnen gegenüber.
Indes spiele auch bei Weizen eine Dürre eine Rolle, jedoch dieses Mal nicht in Lateinamerika, sondern in China. Der Norden der Volksrepublik erlebe eine Dürre, da es schon seit Wochen nicht mehr regne. Wettervorhersagen zufolge solle der Regen weiter ausbleiben. 9,3 Millionen Hektar Weizen in sechs Hauptanbaugebieten seien von der schweren Dürre betroffen. Eine Ausweitung der Dürre sei zu erwarten. Das melde das Ministerium für Landwirtschaft. Nahezu 43 Prozent des Winterweizens seien betroffen. Im Vergleich dazu seien in derselben Zeitspanne im vergangenen Jahr 600.000 Hektar Weizen von Dürre heimgesucht worden. (Update zur Ausgabe 3 vom 10.02.2009) (10.02.2009/ac/a/m)
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