GBP/USD auf neuem Korrekturtief


01.09.10 14:07
Deutsche Bank

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Britischer Zentralbank-Chef Mervyn King wird nicht sonderlich begeistert sein über die jüngsten Umfrageergebnisse von You-Gov: Demnach sind die Inflationserwartungen (auf 12-Monats-Sicht) in der breiten Öffentlichkeit wieder gestiegen - und zwar von 2,7 Prozent im August auf nun 2,9 Prozent, so die Analysten von Cognitrend in der aktuellen Ausgabe von "FX-Tagesausblick" der Deutschen Bank im Kommentar zum GBP/USD.

Die Erwartungen für die nächsten fünf bis zehn Jahre seien hingegen stabil bei 3,3 Prozent geblieben, auch das weit über dem langfristigen Ziel der Notenbank von nur 2 Prozent. Vermutlich werde King auch in Zukunft weitere Briefe wegen zu hohen Preisdrucks an den Schatzkanzler schreiben müssen. Einziger Trost: Mit Deflationsängsten würden sich die Briten zumindest nicht herumschlagen.

Unterdessen sei gestern eingetreten, was man befürchtet habe: Nach Versagen der Unterkante seiner schmalen Konsolidierungszone sei das Britische Pfund auf ein neues Korrekturtief gefallen. Die aktuelle Schwäche könnte sich nun bis auf 1,5280/85 und darunter bis 1,5200 fortsetzen. Ein erstes gutes Zeichen wäre ein Sprung über die 1,5430er-Marke, aber mit neuem Schwung rechne man erst oberhalb von 1,5535. (01.09.2010/ac/a/m)





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