EUR/USD im Blickpunkt
01.09.10 13:55
Deutsche Bank
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Erneut konnte man gestern zusehen, wie der Euro sich ein zweites Mal der Untergrenze seiner Konsolidierungszone näherte - am Ende mussten sich die Pessimisten jedoch geschlagen geben, so die Analysten von Cognitrend in der aktuellen Ausgabe von "FX-Tagesausblick" der Deutschen Bank im Kommentar zum EUR/USD.
Vermutlich nicht wegen der guten deutschen Arbeitsmarktdaten, denn an denen hätten die Kommentatoren sogleich herumgekrittelt, man müsse unter anderem mit Blick auf die Teilzeitstellen die Qualität dieser Zahlen näher betrachten. Andere wiederum hätten sich fast schon gelangweilt gefühlt, weil Deutschland wieder einmal ein gutes ökonomisches Datum zu liefern gehabt habe. Neben einigen US-Zahlen, von denen der Chicago PMI zwar schlechter als erwartet, aber (Gott sei dank) immerhin nicht den ominösen Wert von 50 unterschritten habe, sei dem Protokoll der FED-Sitzung vom 10. August mancherorts übertrieben starkes Interesse zuteil geworden. Dass das Ergebnis dieser Sitzung des Offenmarktausschusses weitaus umstrittener gewesen sei als ursprünglich geglaubt, sei doch längst bekannt und durch Ben Bernankes Statement in Jackson Hole auch schon überholt.
Der Ausschlag für die gestrige Erholung dürfte am Ende ein Statement des chinesischen Premiers Wen gewesen sein, der in Aussicht gestellt habe, China würde Spanien (dessen Premier dort zu Gast sei) und implizit dem Euro im Zweifel helfen. Dass unterdessen gerüchteweise der Zentralbankpräsident Zhou verschwunden sein soll, schien indes niemand zu irritieren, so die Analysten von Cognitrend. Man stelle sich einmal eine vergleichbare Situation in Europa vor: Der Euro würde sich vermutlich nicht mehr in seiner Konsolidierungszone zwischen 1,2610 und 1,2915 befinden, wenn alle Welt fieberhaft auf der Suche nach dem EZB-Präsidenten wäre. (01.09.2010/ac/a/m)
Vermutlich nicht wegen der guten deutschen Arbeitsmarktdaten, denn an denen hätten die Kommentatoren sogleich herumgekrittelt, man müsse unter anderem mit Blick auf die Teilzeitstellen die Qualität dieser Zahlen näher betrachten. Andere wiederum hätten sich fast schon gelangweilt gefühlt, weil Deutschland wieder einmal ein gutes ökonomisches Datum zu liefern gehabt habe. Neben einigen US-Zahlen, von denen der Chicago PMI zwar schlechter als erwartet, aber (Gott sei dank) immerhin nicht den ominösen Wert von 50 unterschritten habe, sei dem Protokoll der FED-Sitzung vom 10. August mancherorts übertrieben starkes Interesse zuteil geworden. Dass das Ergebnis dieser Sitzung des Offenmarktausschusses weitaus umstrittener gewesen sei als ursprünglich geglaubt, sei doch längst bekannt und durch Ben Bernankes Statement in Jackson Hole auch schon überholt.
Der Ausschlag für die gestrige Erholung dürfte am Ende ein Statement des chinesischen Premiers Wen gewesen sein, der in Aussicht gestellt habe, China würde Spanien (dessen Premier dort zu Gast sei) und implizit dem Euro im Zweifel helfen. Dass unterdessen gerüchteweise der Zentralbankpräsident Zhou verschwunden sein soll, schien indes niemand zu irritieren, so die Analysten von Cognitrend. Man stelle sich einmal eine vergleichbare Situation in Europa vor: Der Euro würde sich vermutlich nicht mehr in seiner Konsolidierungszone zwischen 1,2610 und 1,2915 befinden, wenn alle Welt fieberhaft auf der Suche nach dem EZB-Präsidenten wäre. (01.09.2010/ac/a/m)
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