EURO STOXX 50 technische Analyse


26.02.10 13:28
WGZ BANK

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der EURO STOXX 50 zeigte in den letzten Handelstagen die Charaktereigenschaften eines Sanguinikers, berichten die Analysten der WGZ BANK.

Licht und Schatten hätten oft beieinander gelegen, positive und negative Szenarien hätten sich in einer Geschwindigkeit abgewechselt, die in der Vergangenheit selten zu erkennen gewesen sei. So hätten die Bullen nach dem gerissenen Gap auf eine kräftige Gewinnwelle hoffen können, die allerdings mit Erreichen der Widerstände ausgelaufen sei. Nach kurzem Rücksetzer scheine der untere Rand dieses Gaps in idealtypischer Manier als Unterstützung zu fungieren, die allerdings ebenfalls unterboten worden sei.

Gestern habe der europäische Index dann schließlich eine (nur im Intraday-Chart erkennbare) fünfteilige Welle abgeschlossen, der nun eine Erholung in Form einer Zick-Zack-Bewegung folgen dürfte. Eine übergeordnet positive Tendenz lasse sich daraus allerdings nicht erkennen. Im Gegenteil. Eine dreiteilige Bewegung deute immer nur auf eine kurzfristige Gegenreaktion im Rahmen eines übergeordneten Trends hin. Unter mittelfristigen Gesichtspunkten bleibe damit der bereits etablierte Abwärtstrend intakt, auch wenn der Kurs in den nächsten Tagen in einer hektisch schwankenden Seitwärtsbewegung münde.

Bereits das gestrige Hoch bei knapp 2.750 Punkten könnte hier wieder für eine Umkehr sorgen, doch auch der markante Widerstand bei etwa 2.800 Zählern könne zuvor erreicht werden. Erst Schlusskurse über dieser Marke würden das Bild wieder etwas aufhellen.

Gründe für eine solch positive Sichtweise seien aber nicht erkennbar: Die zyklische Betrachtung poche weiterhin auf ein Tiefpunkt Ende März/Anfang April und der DSS bestätige sein generiertes Verkaufsignal. Unterdessen zeige der MACD ein Nachlassen der Abwärtsdynamik an, zu einem positiven Signal habe sich aber auch der Trendfolger noch nicht durchringen können.

Die Analysten würden in der kommenden Woche erneut einen turbulenten Verlauf mit großen Tagesschwankungen erwarten. Da die Analysten keine positiven Erkenntnisse aus dem aktuellen Chartbild ziehen könnten, würden sie weiterhin von einem intakten Abwärtstrend ausgehen. (26.02.2010/ac/a/m)







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