Börsen in Europa-Schluss: Gewinnmitnahmen sorgen für deutliche Verluste
29.07.10 20:52
aktiencheck.de
Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen mussten am Donnerstag aufgrund von Gewinnmitnahmen im Minus schließen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145 / WKN 965814) verlor am Ende 0,48 Prozent zu auf 2.752,93 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160 / WKN 965816) fiel um 0,45 Prozent auf 2.486,79 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 (ISIN FR0003502079 / WKN A0C302) gab um 0,55 Prozent nach auf 659,29 Stellen. Die europäischen Länderbörsen meldeten ebenfalls mehrheitlich deutliche Verluste.
Die Wirtschaftsstimmung in der EU hat sich im Juli aufgehellt. So stieg der Sammel-Index zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung in der gesamten Union (EU27) auf 102,2 Punkte, nach revidiert 100,3 Punkten im Juni. Daneben kletterte der Index für die Eurozone auf 101,3 Zähler, während er im Vormonat bei 99,0 Punkten gelegen hatte. Wie ferner bekannt wurde, hat sich das Geschäftsklima in der Eurozone im Juli verbessert. Demnach erhöhte sich der entsprechende Indexstand auf +0,66 Punkte, nach revidiert +0,40 Punkten im Vormonat.
Der britische Pharmakonzern AstraZeneca (ISIN GB0009895292 / WKN 886455) verbuchte im zweiten Quartal infolge einer positiven Entwicklung in den Schwellenländern ein Gewinnwachstum. Wie das Unternehmen erklärte, erhöhten sich die Umsatzerlöse auf 8,18 Mrd. Dollar, nach 7,96 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Gleichzeitig kletterte der Vorsteuergewinn von 2,61 Mrd. auf nun 2,92 Mrd. Dollar. Das operative Ergebnis kletterte auf 3,03 Mrd. Dollar, nach zuvor 2,85 Mrd. Dollar. AstraZeneca rückten im FTSE 100 um 2,7 Prozent vor. BAE Systems (ISIN GB0002634946 / WKN 866131) gewannen ein Prozent. Wie zuvor bekannt wurde, konnte der Rüstungskonzern im ersten Halbjahr infolge von Personaleinsparungen ein positives Ergebnis ausweisen. Titel der BT Group (ISIN GB0030913577 / WKN 794796) gewinnen 3 Prozent. Die größte Telefongesellschaft in Großbritannien hat im ersten Quartal eine Gewinnsteigerung erzielt, was mit Kostensenkungen zusammenhängt. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 284 Mio. Britische Pfund (GBP), gegenüber 214 Mio. GBP im Vorjahr. Der Umsatz fiel um 4,4 Prozent auf 5,01 Mrd. GBP. Daneben hat der Triebwerkshersteller Rolls-Royce (ISIN GB0032836487 / WKN 136198) die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr präsentiert. Der Umsatz lag mit 5,42 Mrd. GBP über dem Vorjahreswert von 5,14 Mrd. GBP. Das bereinigte Vorsteuerergebnis lag mit 465 Mio. GBP um 4 Prozent über dem Vorjahreswert. Rolls-Royce gaben um 0,3 Prozent nach. Royal Dutch Shell (ISIN GB00B03MLX29 / WKN A0D94M) verloren 0,6 Prozent. Der größte europäische Ölkonzern hat im zweiten Quartal einen Gewinnzuwachs von 15 Prozent erzielt. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich demnach auf 4,39 Mrd. Dollar. Der Umsatz erreichte 90,57 Mrd. Dollar und lag damit deutlich über dem Niveau des zweiten Quartals 2009 (63,88 Mrd. Dollar). Anteile des Satellitenfernsehanbieters BSkyB (ISIN GB0001411924 / WKN 893517) gaben 1,3 Prozent ab. Der Konzern konnte sein Ergebnis im vierten Quartal nahezu vervierfachen, was mit einem starken Kundenzuwachs zusammenhängt.
Wie Europas drittgrößte Telefongesellschaft France Télécom (ISIN FR0000133308 / WKN 906849) erklärte, ist ihr Gewinn im ersten Halbjahr deutlich gestiegen, was mit Einmalerträgen aus Asset-Verkäufen zusammenhängt. Demnach belief sich der Nettogewinn auf 3,73 Mrd. Euro, im Vergleich zu 2,56 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Umsatz fiel um 1,2 Prozent auf 22,14 Mrd. Euro. Für 2010 und 2011 hält der Konzern an seinen Zielen fest und geht demnach weiterhin von einem organischen Cash-Flow von rund 8 Mrd. Euro aus. France Télécom gewannen im CAC40 rund 5,5 Prozent. Der Pharmakonzern Sanofi-Aventis (ISIN FR0000120578 / WKN 920657) konnte im zweiten Quartal dank seines Sparkurses ein Ergebnisplus erzielen. Die Umsatzerlöse stiegen dabei um 4,6 Prozent auf 7,78 Mrd. Euro. Ferner kletterte der Nettogewinn um 7,6 Prozent auf 2,48 Mrd. Euro. Sanofi-Aventis gaben 1,3 Prozent ab. Wie der Rüstungselektronikkonzern Thales (ISIN FR0000121329 / WKN 850842) am Vorabend erklärte, hat er im ersten Halbjahr einen deutlichen Gewinnsprung verzeichnet. Der Umsatz stieg um 4 Prozent auf 5,96 Mrd. Euro. Der Nettogewinn belief sich auf 138 Mio. Euro, nach 12 Mio. Euro im Vorjahr. Die Ergebnisse lagen über den Erwartungen der Analysten. Thales gaben im breiten Markt dennoch fast 2,5 Prozent ab.
Die Banco Santander (ISIN ES0113900J37 / WKN 858872), die größte Bankgesellschaft in Spanien, meldete heute, dass ihr Gewinn im zweiten Quartal um 8 Prozent gesunken ist, was auf eine schwächere Entwicklung auf dem Heimatmarkt zurückzuführen ist. Der Nettogewinn belief sich auf 2,23 Mrd. Euro. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 2,28 Mrd. Euro ausgegangen. Banco Santander kamen im IBEX 35 um 1,6 Prozent zurück. Wie die zweitgrößte europäische Telefongesellschaft Telefonica (ISIN ES0178430E18 / WKN 850775) mitteilte, hat sich ihr Gewinn im zweiten Quartal um 16 Prozent verbessert, was auf eine starke Geschäftsentwicklung in Lateinamerika zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Der Nettogewinn belief sich auf 2,12 Mrd. Euro, im Vergleich zu 1,83 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 9 Prozent auf 15,12 Mrd. Euro. Telefonica gewannen 3,2 Prozent.
Der schweizerische Spezialchemiekonzern Clariant (ISIN CH0012142631 / WKN 895929) konnte dank einer deutlich verbesserten Profitabilität im zweiten Quartal einen kräftigen Ergebnisanstieg ausweisen. Titel von Clariant sackten in Zürich um 4,3 Prozent ab. Dagegen gewannen Logitech (ISIN CH0025751329 / WKN A0J3YT) 1,2 Prozent. Der Hardware-Hersteller meldete am späten Mittwoch, dass er im ersten Quartal einen Gewinn erwirtschaftet hat, was mit deutlich höheren Umsätzen zusammenhängt.
Der österreichische Wettanbieter bwin (ISIN AT0000767553 / WKN 936172) und der in Gibraltar ansässige Glücksspielanbieter PartyGaming (ISIN GI000A0MV757 / WKN A0MV75) haben heute angekündigt, sich zu einer gemeinsamen, in Gibraltar eingetragenen und an der Londoner Börse notierten Gesellschaft zusammenzuschließen. Die gemeinsame Gesellschaft wird zu ungefähr 48,4 Prozent von PartyGaming- und 51,6 Prozent von bwin-Aktionären gehalten werden. Die bwin-Aktie gewann heute in Wien fast 18 Prozent. Die PartyGaming-Aktie legte in London 20 Prozent zu.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.752,93 (-0,48 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.486,79 (-0,45 Prozent) EURONEXT 100: 659,29 (-0,55 Prozent) FTSE 100 (London): 5.313,95 (-0,11 Prozent) CAC40 (Paris): 3.651,91 (-0,50 Prozent) MIB (Mailand): 21.096,97 (+0,07 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.659,50 (+0,15 Prozent) SMI (Zürich): 6.220,65 (-0,91 Prozent) ATX (Wien): 2.506,57 (+1,07 Prozent) (29.07.2010/ac/n/m)
Die Wirtschaftsstimmung in der EU hat sich im Juli aufgehellt. So stieg der Sammel-Index zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung in der gesamten Union (EU27) auf 102,2 Punkte, nach revidiert 100,3 Punkten im Juni. Daneben kletterte der Index für die Eurozone auf 101,3 Zähler, während er im Vormonat bei 99,0 Punkten gelegen hatte. Wie ferner bekannt wurde, hat sich das Geschäftsklima in der Eurozone im Juli verbessert. Demnach erhöhte sich der entsprechende Indexstand auf +0,66 Punkte, nach revidiert +0,40 Punkten im Vormonat.
Der britische Pharmakonzern AstraZeneca (ISIN GB0009895292 / WKN 886455) verbuchte im zweiten Quartal infolge einer positiven Entwicklung in den Schwellenländern ein Gewinnwachstum. Wie das Unternehmen erklärte, erhöhten sich die Umsatzerlöse auf 8,18 Mrd. Dollar, nach 7,96 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Gleichzeitig kletterte der Vorsteuergewinn von 2,61 Mrd. auf nun 2,92 Mrd. Dollar. Das operative Ergebnis kletterte auf 3,03 Mrd. Dollar, nach zuvor 2,85 Mrd. Dollar. AstraZeneca rückten im FTSE 100 um 2,7 Prozent vor. BAE Systems (ISIN GB0002634946 / WKN 866131) gewannen ein Prozent. Wie zuvor bekannt wurde, konnte der Rüstungskonzern im ersten Halbjahr infolge von Personaleinsparungen ein positives Ergebnis ausweisen. Titel der BT Group (ISIN GB0030913577 / WKN 794796) gewinnen 3 Prozent. Die größte Telefongesellschaft in Großbritannien hat im ersten Quartal eine Gewinnsteigerung erzielt, was mit Kostensenkungen zusammenhängt. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 284 Mio. Britische Pfund (GBP), gegenüber 214 Mio. GBP im Vorjahr. Der Umsatz fiel um 4,4 Prozent auf 5,01 Mrd. GBP. Daneben hat der Triebwerkshersteller Rolls-Royce (ISIN GB0032836487 / WKN 136198) die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr präsentiert. Der Umsatz lag mit 5,42 Mrd. GBP über dem Vorjahreswert von 5,14 Mrd. GBP. Das bereinigte Vorsteuerergebnis lag mit 465 Mio. GBP um 4 Prozent über dem Vorjahreswert. Rolls-Royce gaben um 0,3 Prozent nach. Royal Dutch Shell (ISIN GB00B03MLX29 / WKN A0D94M) verloren 0,6 Prozent. Der größte europäische Ölkonzern hat im zweiten Quartal einen Gewinnzuwachs von 15 Prozent erzielt. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich demnach auf 4,39 Mrd. Dollar. Der Umsatz erreichte 90,57 Mrd. Dollar und lag damit deutlich über dem Niveau des zweiten Quartals 2009 (63,88 Mrd. Dollar). Anteile des Satellitenfernsehanbieters BSkyB (ISIN GB0001411924 / WKN 893517) gaben 1,3 Prozent ab. Der Konzern konnte sein Ergebnis im vierten Quartal nahezu vervierfachen, was mit einem starken Kundenzuwachs zusammenhängt.
Die Banco Santander (ISIN ES0113900J37 / WKN 858872), die größte Bankgesellschaft in Spanien, meldete heute, dass ihr Gewinn im zweiten Quartal um 8 Prozent gesunken ist, was auf eine schwächere Entwicklung auf dem Heimatmarkt zurückzuführen ist. Der Nettogewinn belief sich auf 2,23 Mrd. Euro. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 2,28 Mrd. Euro ausgegangen. Banco Santander kamen im IBEX 35 um 1,6 Prozent zurück. Wie die zweitgrößte europäische Telefongesellschaft Telefonica (ISIN ES0178430E18 / WKN 850775) mitteilte, hat sich ihr Gewinn im zweiten Quartal um 16 Prozent verbessert, was auf eine starke Geschäftsentwicklung in Lateinamerika zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Der Nettogewinn belief sich auf 2,12 Mrd. Euro, im Vergleich zu 1,83 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 9 Prozent auf 15,12 Mrd. Euro. Telefonica gewannen 3,2 Prozent.
Der schweizerische Spezialchemiekonzern Clariant (ISIN CH0012142631 / WKN 895929) konnte dank einer deutlich verbesserten Profitabilität im zweiten Quartal einen kräftigen Ergebnisanstieg ausweisen. Titel von Clariant sackten in Zürich um 4,3 Prozent ab. Dagegen gewannen Logitech (ISIN CH0025751329 / WKN A0J3YT) 1,2 Prozent. Der Hardware-Hersteller meldete am späten Mittwoch, dass er im ersten Quartal einen Gewinn erwirtschaftet hat, was mit deutlich höheren Umsätzen zusammenhängt.
Der österreichische Wettanbieter bwin (ISIN AT0000767553 / WKN 936172) und der in Gibraltar ansässige Glücksspielanbieter PartyGaming (ISIN GI000A0MV757 / WKN A0MV75) haben heute angekündigt, sich zu einer gemeinsamen, in Gibraltar eingetragenen und an der Londoner Börse notierten Gesellschaft zusammenzuschließen. Die gemeinsame Gesellschaft wird zu ungefähr 48,4 Prozent von PartyGaming- und 51,6 Prozent von bwin-Aktionären gehalten werden. Die bwin-Aktie gewann heute in Wien fast 18 Prozent. Die PartyGaming-Aktie legte in London 20 Prozent zu.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.752,93 (-0,48 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.486,79 (-0,45 Prozent) EURONEXT 100: 659,29 (-0,55 Prozent) FTSE 100 (London): 5.313,95 (-0,11 Prozent) CAC40 (Paris): 3.651,91 (-0,50 Prozent) MIB (Mailand): 21.096,97 (+0,07 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.659,50 (+0,15 Prozent) SMI (Zürich): 6.220,65 (-0,91 Prozent) ATX (Wien): 2.506,57 (+1,07 Prozent) (29.07.2010/ac/n/m)
Werte im Artikel
Weitere Analysen & News
mehr >10:56, aktiencheck.de
Börsen in Europa am Morgen: Abschläge, Xs [...]
06.02.12, aktiencheck.de
Börsen in Europa-Schluss: Sorgen um Grieche [...]
06.02.12, aktiencheck.de
Börsen in Europa am Mittag: Verluste, Julius [...]
06.02.12, aktiencheck.de
Börsen in Europa am Morgen: Indizes geben [...]
03.02.12, aktiencheck.de
Börsen in Europa-Schluss: Indizes bauen Zuge [...]
|







