Börsen in Europa-Schluss: Deutliche Zugewinne, Bankwerte gesucht
27.07.10 20:41
aktiencheck.de
Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen konnten am Dienstag deutlich zulegen. Die Sorgen um die US-Wirtschaft belasteten jedoch am Ende die Märkte etwas. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145 / WKN 965814) rückte um 0,95 Prozent vor auf 2.769,31 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160 / WKN 965816) gewann 0,69 Prozent auf 2.501,06 Zähler. Für den in Paris berechneten EURONEXT 100 (ISIN FR0003502079 / WKN A0C302) geht es um 0,58 Prozent nach oben auf 663,93 Stellen. Die europäischen Länderbörsen lagen ebenfalls vorne.
Papiere der UBS (ISIN CH0024899483 / WKN UB0BL6) stachen im SMI mit einem Plus von mehr als 11 Prozent ins Auge. Wie die schweizerische Großbank erklärte, konnte sie im zweiten Quartal ein positives Ergebnis erzielen. Der Geschäftsertrag hat sich auf 9,19 Mrd. Schweizer Franken (CHF) erhöht, nach 5,77 Mrd. CHF im Vorjahresquartal. Der den UBS-Aktionären zurechenbare Reingewinn belief sich auf 2,01 Mrd. CHF, nach einem Vorjahresverlust von 1,40 Mrd. CHF. UBS äußerte sich für die Zukunft zuversichtlich. Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit der globalen wirtschaftlichen Erholung könnten aber dazu führen, dass die Märkte volatil und ohne klar erkennbare Richtung agieren. Credit Suisse gewannen fast 6 Prozent.
Lloyds und Barclays legten als Spitzenreiter im FTSE 100 rund 8,8 bzw. 7,6 Prozent zu. Der Ölkonzern BP (ISIN GB0007980591 / WKN 850517) hat im zweiten Quartal angesichts einer hohen Sonderbelastung in Zusammenhang mit der Ölpest im Golf von Mexiko einen milliardenschweren Verlust erwirtschaftet. Der den Aktionären zurechenbare Nettoverlust belief sich auf 17,15 Mrd. Dollar, gegenüber einem Nettogewinn von 4,39 Mrd. Dollar im Vorjahr. Der Verlust vor Bestandswertveränderungen (Replacement Cost Profit) betrug 16,97 Mrd. Dollar (Vorjahr: +3,14 Mrd. Dollar). Dabei hatte das jüngste Ergebnis unter einer Sonderbelastung in Höhe von 32,2 Mrd. Dollar vor Steuern in Zusammenhang mit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zu leiden. Der Gesamtumsatz erreichte 75,87 Mrd. Dollar, im Vergleich zu 56,56 Mrd. Dollar im Vorjahr. Darüber hinaus hat Tony Hayward seinen Rücktritt als CEO zum 1. Oktober 2010 angekündigt. Seine Nachfolge wird Executive Director Robert Dudley antreten. BP verloren am Ende 2,6 Prozent. Tomkins (ISIN GB0008962655 / WKN 868110) stiegen im breiten Markt um gut 5,4 Prozent, nachdem der Mischkonzern das Übernahmeangebot eines kanadischen Konsortiums aus Onex (ISIN CA68272K1030 / WKN 873080) und dem Canada Pension Plan Investment Board akzeptiert hat. Demnach sollen die Aktionäre von Tomkins jeweils 325 Pence je Aktie in bar erhalten, was einem Gesamtvolumen von 2,89 Mrd. Britischen Pfund entspricht.
Wie der französische Lebensmittelhersteller Danone (ISIN FR0000120644 / WKN 851194) erklärte, ist sein Gewinn im ersten Halbjahr gesunken. Den Angaben zufolge belief sich der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen auf 838 Mio. Euro, gegenüber 932 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Um Einmaleffekte bereinigt konnte der Nettogewinn auf vergleichbarer Basis um 10,1 Prozent auf 848 Mio. Euro zulegen. Der Umsatz erreichte 8,36 Mrd. Euro, nach 7,52 Mrd. Euro im ersten Halbjahr 2009. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nun mit einem Umsatzwachstum auf Basis konstanter Währungen von mindestens 6 Prozent (zuvor: 5 Prozent). Danone sackten im CAC40 um über 4 Prozent ab. Auf der Gegenseite schossen Société Générale und Crédit Agricole um über 10 Prozent in die Höhe. BNP Paribas gewannen daneben 5,5 Prozent, AXA 6,7 Prozent und Dexia 8,1 Prozent.
Die niederländische Telefongesellschaft KPN (ISIN NL0000009082 / WKN 890963) hat im zweiten Quartal mehr verdient. Der Umsatz lag mit 3,35 Mrd. Euro leicht unter dem Vorjahreswert. Der Nettogewinn erhöhte sich auf 466 Mio. Euro, nach 370 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Unter anderem hatten die Niederländer erneut von der starken Entwicklung der Mobilfunkaktivitäten im Auslandsgeschäft profitieren können. Dabei wurde vor allem auf deutlich verbesserte Segmentergebnisse in Belgien und Deutschland verwiesen. Für das Gesamtjahr wurde die Jahresprognose bestätigt. KPN gewannen im AEX 0,6 Prozent.
Der norwegische Öl- und Aluminiumkonzern Norsk Hydro (ISIN NO0005052605 / WKN 851908) hat seinen Gewinn im zweiten Quartal mehr als verdoppelt, was auf einen Anstieg bei den Aluminiumpreisen und eine robuste Nachfrage zurückzuführen ist. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich demnach auf 503 Mio. Norwegische Kronen (NOK), nach 211 Mio. NOK im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich von 17,62 Mrd. NOK auf 19,78 Mrd. NOK. Norsk Hydro verbesserten sich um 1,3 Prozent.
Die Österreichische Elektrizitätswirtschafts-AG (Verbund) (ISIN AT0000746409 / WKN 877738) musste im ersten Halbjahr einen Ergebnisrückgang ausweisen. Wie der führende österreichische Energieversorger verkündete, lag der Umsatz mit 1,58 Mrd. Euro um 5,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Unter dem Strich stand ein Rückgang beim Konzernergebnis auf 210,3 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 359,9 Mio. Euro) zu Buche. Verbund verloren im ATX 0,9Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.769,31 (+0,95 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.501,06 (+0,69 Prozent) EURONEXT 100: 663,93 (+0,58 Prozent) FTSE 100 (London): 5.365,67 (+0,27 Prozent) CAC40 (Paris): 3.666,40 (+0,83 Prozent) MIB (Mailand): 21.158,08 (+2,69 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.645,00 (+2,47 Prozent) SMI (Zürich): 6.275,19 (+1,22 Prozent) ATX (Wien): 2.483,29 (+1,07 Prozent) (27.07.2010/ac/n/m)
Papiere der UBS (ISIN CH0024899483 / WKN UB0BL6) stachen im SMI mit einem Plus von mehr als 11 Prozent ins Auge. Wie die schweizerische Großbank erklärte, konnte sie im zweiten Quartal ein positives Ergebnis erzielen. Der Geschäftsertrag hat sich auf 9,19 Mrd. Schweizer Franken (CHF) erhöht, nach 5,77 Mrd. CHF im Vorjahresquartal. Der den UBS-Aktionären zurechenbare Reingewinn belief sich auf 2,01 Mrd. CHF, nach einem Vorjahresverlust von 1,40 Mrd. CHF. UBS äußerte sich für die Zukunft zuversichtlich. Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit der globalen wirtschaftlichen Erholung könnten aber dazu führen, dass die Märkte volatil und ohne klar erkennbare Richtung agieren. Credit Suisse gewannen fast 6 Prozent.
Lloyds und Barclays legten als Spitzenreiter im FTSE 100 rund 8,8 bzw. 7,6 Prozent zu. Der Ölkonzern BP (ISIN GB0007980591 / WKN 850517) hat im zweiten Quartal angesichts einer hohen Sonderbelastung in Zusammenhang mit der Ölpest im Golf von Mexiko einen milliardenschweren Verlust erwirtschaftet. Der den Aktionären zurechenbare Nettoverlust belief sich auf 17,15 Mrd. Dollar, gegenüber einem Nettogewinn von 4,39 Mrd. Dollar im Vorjahr. Der Verlust vor Bestandswertveränderungen (Replacement Cost Profit) betrug 16,97 Mrd. Dollar (Vorjahr: +3,14 Mrd. Dollar). Dabei hatte das jüngste Ergebnis unter einer Sonderbelastung in Höhe von 32,2 Mrd. Dollar vor Steuern in Zusammenhang mit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zu leiden. Der Gesamtumsatz erreichte 75,87 Mrd. Dollar, im Vergleich zu 56,56 Mrd. Dollar im Vorjahr. Darüber hinaus hat Tony Hayward seinen Rücktritt als CEO zum 1. Oktober 2010 angekündigt. Seine Nachfolge wird Executive Director Robert Dudley antreten. BP verloren am Ende 2,6 Prozent. Tomkins (ISIN GB0008962655 / WKN 868110) stiegen im breiten Markt um gut 5,4 Prozent, nachdem der Mischkonzern das Übernahmeangebot eines kanadischen Konsortiums aus Onex (ISIN CA68272K1030 / WKN 873080) und dem Canada Pension Plan Investment Board akzeptiert hat. Demnach sollen die Aktionäre von Tomkins jeweils 325 Pence je Aktie in bar erhalten, was einem Gesamtvolumen von 2,89 Mrd. Britischen Pfund entspricht.
Die niederländische Telefongesellschaft KPN (ISIN NL0000009082 / WKN 890963) hat im zweiten Quartal mehr verdient. Der Umsatz lag mit 3,35 Mrd. Euro leicht unter dem Vorjahreswert. Der Nettogewinn erhöhte sich auf 466 Mio. Euro, nach 370 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Unter anderem hatten die Niederländer erneut von der starken Entwicklung der Mobilfunkaktivitäten im Auslandsgeschäft profitieren können. Dabei wurde vor allem auf deutlich verbesserte Segmentergebnisse in Belgien und Deutschland verwiesen. Für das Gesamtjahr wurde die Jahresprognose bestätigt. KPN gewannen im AEX 0,6 Prozent.
Der norwegische Öl- und Aluminiumkonzern Norsk Hydro (ISIN NO0005052605 / WKN 851908) hat seinen Gewinn im zweiten Quartal mehr als verdoppelt, was auf einen Anstieg bei den Aluminiumpreisen und eine robuste Nachfrage zurückzuführen ist. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich demnach auf 503 Mio. Norwegische Kronen (NOK), nach 211 Mio. NOK im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich von 17,62 Mrd. NOK auf 19,78 Mrd. NOK. Norsk Hydro verbesserten sich um 1,3 Prozent.
Die Österreichische Elektrizitätswirtschafts-AG (Verbund) (ISIN AT0000746409 / WKN 877738) musste im ersten Halbjahr einen Ergebnisrückgang ausweisen. Wie der führende österreichische Energieversorger verkündete, lag der Umsatz mit 1,58 Mrd. Euro um 5,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Unter dem Strich stand ein Rückgang beim Konzernergebnis auf 210,3 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 359,9 Mio. Euro) zu Buche. Verbund verloren im ATX 0,9Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.769,31 (+0,95 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.501,06 (+0,69 Prozent) EURONEXT 100: 663,93 (+0,58 Prozent) FTSE 100 (London): 5.365,67 (+0,27 Prozent) CAC40 (Paris): 3.666,40 (+0,83 Prozent) MIB (Mailand): 21.158,08 (+2,69 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.645,00 (+2,47 Prozent) SMI (Zürich): 6.275,19 (+1,22 Prozent) ATX (Wien): 2.483,29 (+1,07 Prozent) (27.07.2010/ac/n/m)
Werte im Artikel
Weitere Analysen & News
mehr >13:59, aktiencheck.de
Börsen in Europa am Mittag: Moderat im Plu [...]
10:44, aktiencheck.de
Börsen in Europa am Morgen: Indizes legen z [...]
08.02.12, aktiencheck.de
Börsen in Europa-Schluss: Griechenland-Krise [...]
08.02.12, aktiencheck.de
Börsen in Europa am Mittag: Weiter im Plus, [...]
08.02.12, aktiencheck.de
Börsen in Europa am Morgen: Aufschläge, V [...]
|







