Börsen in Asien: Herbe Verluste in Tokio


31.08.10 13:15
aktiencheck.de

Tokio (aktiencheck.de AG) - Die asiatischen Börsen sind am Dienstag teils kräftig unter die Räder gekommen. Belastet von Konjunktursorgen hat schon die Wall Street am Vorabend deutliche Abschläge hinnehmen müssen. In China gaben der Shanghai Composite 0,5 Prozent und der Hang Seng (ISIN HK0000004322 / WKN 145733) 1 Prozent ab.

Der Nikkei-Index (ISIN XC0009692440 / WKN 969244) kam in Tokio um 3,55 Prozent zurück auf 8.824,06 Punkte. Der TOPIX gab 2,96 Prozent ab auf 804,67 Zähler. Hintergrund waren die schwachen US-Vorgaben und der wieder erstarkte Yen. Unterdessen sind die japanischen Einzelhandelsumsätze im Juli überraschend deutlich angewachsen. Verglichen mit dem Vorjahresmonat kletterten die Umsatzerlöse in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft um 3,9 Prozent. Volkswirte waren lediglich von einem Umsatzwachstum von 3,5 Prozent ausgegangen. Wie ferner bekannt wurde, ist auch die Industrieproduktion angezogen. So erhöhte sich die Fertigungsmenge gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent. Im Juni hatte der Output der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft hingegen um 1,1 Prozent unter dem Wert des Vormonats gelegen. Der DAXglobal Asia (ISIN DE000A0LLPW4 / WKN A0LLPW), der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, verliert derzeit 1,42 Prozent auf 320,18 Stellen.

Die japanische Kfz-Produktion ist im Juli kräftig gestiegen. Binnen Jahresfrist kletterte die Produktion von Fahrzeugen in Japan um 16,8 Prozent auf 867.000 Einheiten. Hierbei handelt es sich um den neunten Anstieg in Folge. Ferner erhöhten sich die Exportzahlen im Land der aufgehenden Sonne gegenüber dem Vorjahresmonat um 24,4 Prozent. Dennoch gaben Nissan 1,8 Prozent, Toyota 2,4 Prozent, Honda 2,7 Prozent und Mazda 3,6 Prozent ab.

Der Elektronikkonzern NEC (ISIN JP3733000008 / WKN 853675) gründet mit dem chinesischen IT-Haus Neusoft ein Gemeinschaftsunternehmen im Bereich Cloud Computing in China. Presseangaben zufolge soll das Joint Venture mit einem Kapital von 650 Mio. Japanischen Yen und etwa 70 Angestellten im Oktober starten. NEC wird dabei 70 Prozent der Anteile übernehmen, während die restlichen 30 Prozent bei Neusoft liegen werden. NEC verloren 2,7 Prozent. Daneben kamen unter anderem Elpida Memory um 7,3 Prozent, Olympus um 5,9 Prozent, Tokyo Electron um 5,7 Prozent und Advantest um 5,3 Prozent zurück. Ferner bröckelten Canon um 4,5 Prozent, Sony um 3,7 Prozent und Panasonic um 2,5 Prozent ab.

China Life verloren in Hongkong als Umsatzspitzenreiter 0,2 Prozent. Im Bankensektor büßten mitunter ICBC 1,9 Prozent, HSBC ebenfalls 1,9 Prozent, Bank of China 1,8 Prozent und CCB 1,2 Prozent ein.

Die Wirtschaftsleistung in Indien ist im ersten Quartal des indischen Fiskaljahrs erneut kräftig gewachsen. Wie die nationale Statistikbehörde mitteilte, konnte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gesteigert werden. Das war der stärkste Zuwachs in zwei Jahren. Davor war das BIP im Vorquartal um 8,6 Prozent und im Vorjahresquartal um 6,0 Prozent angewachsen. An der Spitze des SENSEX gewannen Mahindra & Mahindra 2,9 Prozent. Auf der Gegenseite kamen Reliance Communications um 3,6 Prozent zurück.

Nikkei 225 (Japan): 8.824,06 (-3,55 Prozent) TOPIX (Japan): 804,67 (-2,96 Prozent) Hang Seng (China): 20.536,49 (-0,97 Prozent) Shanghai Composite (China): 2.638,80 (-0,52 Prozent) SET-Index (Thailand): 913,19 (+0,39 Prozent) Seoul Composite KOSPI (Südkorea): 1.742,75 (-0,99 Prozent) SENSEX (Indien): 17.971,12 (-0,34 Prozent) TAIEX (Taiwan): 7.616,28 (-1,61 Prozent) JSX (Indonesien): 3.081,88 (-0,57 Prozent) FBM EMAS (Malaysia): 9.482,65 STI (Singapur): 2.950,33 (-0,23 Prozent) PSEi (Philippinen): 3.566,23 (+0,21 Prozent) (31.08.2010/ac/n/m)






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