Salzgitter kaufen
09.03.10 11:54
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Marc Gabriel, stuft die Salzgitter-Aktie (ISIN DE0006202005 / WKN 620200) weiterhin mit dem Rating "kaufen" ein.
Der Verlust im Krisenjahr 2009 bei Salzgitter sei nicht so dramatisch ausgefallen, wie von den Analysten zuletzt erwartet, was im Wesentlichen an Steuereffekten gelegen habe. Der Konzern habe seine Bilanz für das laufende Jahr von drohenden Altlasten befreit und Wertberichtigungen und Kosten für Restrukturierungen von zusammen 335 Mio. Euro verbucht. Der Großteil hiervon habe den Unternehmensbereich Stahl betroffen, wo Salzgitter einen Vorsteuerverlust von 373,5 Mio. Euro habe hinnehmen müssen. Neben dem Ergebnisbeitrag von 60,2 Mio. Euro durch die Beteiligung am Kupferhersteller Aurubis habe sich lediglich das spätzyklischere Röhrengeschäft (hoher Auftragsbestand) im vergangenen Jahr noch als krisenresistent erwiesen und einen deutlichen Gewinn erwirtschaftet (+104 Mio. Euro EBT).
Im laufenden Jahr allerdings rechne der Vorstand in diesem Segment mit einem deutlichen Ergebnisrückgang. Ob die Sparte weiter profitabel bleibe, hänge auch von der Entwicklung auf den Rohstoffmärkten ab: Die Konzern-Auftragseingänge seien wieder deutlich gestiegen. Zudem habe Salzgitter höhere Preise durchsetzen können und rechne daher mit einem Umsatzwachstum in 2010. Die Verteuerung von Eisenerz und Kokskohle sei die größte Gefahr.
Hier würden inzwischen Preiserhöhungen von bis zu 80% (z. B. für Eisenerz) von den Minen verlangt und dies trotz steigendem USD, der für die Minen positiv (Kosten in Australischen Dollar und Brasilianischen Real, Erlöse in USD), für die Stahlproduzenten dagegen negativ wirke (Kosten in USD, Erlöse in Euro). Salzgitter rechne auch 2010 mit einem schwierigen Geschäft, da die Preisexplosion auf den Rohstoffmärkten (80% der Herstellungskosten) Sorgen bereite.
Ob und wie stark die Preise weitergegeben werden könnten, hänge von der Nachhaltigkeit der Erholung der Geschäftsentwicklung ab, wobei die Visibilität nur bis zum Sommer reiche. Wenig Optimismus habe Salzgitter auch für seinen verlustreichen Technologiebereich verbreitet. Trotz eines eingeleiteten Sparprogramms werde die Sparte auch im laufenden Jahr nicht aus den roten Zahlen kommen und frühestens ab 2011 wieder schwarze Zahlen liefern.
Ein Ausblick mit konkreten Zahlen habe nicht gegeben werden können, ein zweistelliges Vorsteuerergebnis sei möglich, was man für zu konservativ erachte. Mit einem Buchwert von 74,00 Euro bleibe die Aktie attraktiv und biete weiterhin mehr Upside- als Downside-Risiko.
Vor diesem Hintergrund halten die Analysten vom Bankhaus Lampe unverändert an ihrem Kursziel von 80,00 Euro und der Kaufempfehlung für die Salzgitter-Aktie fest. (Analyse vom 09.03.2010) (09.03.2010/ac/a/d)
Der Verlust im Krisenjahr 2009 bei Salzgitter sei nicht so dramatisch ausgefallen, wie von den Analysten zuletzt erwartet, was im Wesentlichen an Steuereffekten gelegen habe. Der Konzern habe seine Bilanz für das laufende Jahr von drohenden Altlasten befreit und Wertberichtigungen und Kosten für Restrukturierungen von zusammen 335 Mio. Euro verbucht. Der Großteil hiervon habe den Unternehmensbereich Stahl betroffen, wo Salzgitter einen Vorsteuerverlust von 373,5 Mio. Euro habe hinnehmen müssen. Neben dem Ergebnisbeitrag von 60,2 Mio. Euro durch die Beteiligung am Kupferhersteller Aurubis habe sich lediglich das spätzyklischere Röhrengeschäft (hoher Auftragsbestand) im vergangenen Jahr noch als krisenresistent erwiesen und einen deutlichen Gewinn erwirtschaftet (+104 Mio. Euro EBT).
Im laufenden Jahr allerdings rechne der Vorstand in diesem Segment mit einem deutlichen Ergebnisrückgang. Ob die Sparte weiter profitabel bleibe, hänge auch von der Entwicklung auf den Rohstoffmärkten ab: Die Konzern-Auftragseingänge seien wieder deutlich gestiegen. Zudem habe Salzgitter höhere Preise durchsetzen können und rechne daher mit einem Umsatzwachstum in 2010. Die Verteuerung von Eisenerz und Kokskohle sei die größte Gefahr.
Ob und wie stark die Preise weitergegeben werden könnten, hänge von der Nachhaltigkeit der Erholung der Geschäftsentwicklung ab, wobei die Visibilität nur bis zum Sommer reiche. Wenig Optimismus habe Salzgitter auch für seinen verlustreichen Technologiebereich verbreitet. Trotz eines eingeleiteten Sparprogramms werde die Sparte auch im laufenden Jahr nicht aus den roten Zahlen kommen und frühestens ab 2011 wieder schwarze Zahlen liefern.
Ein Ausblick mit konkreten Zahlen habe nicht gegeben werden können, ein zweistelliges Vorsteuerergebnis sei möglich, was man für zu konservativ erachte. Mit einem Buchwert von 74,00 Euro bleibe die Aktie attraktiv und biete weiterhin mehr Upside- als Downside-Risiko.
Vor diesem Hintergrund halten die Analysten vom Bankhaus Lampe unverändert an ihrem Kursziel von 80,00 Euro und der Kaufempfehlung für die Salzgitter-Aktie fest. (Analyse vom 09.03.2010) (09.03.2010/ac/a/d)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 48,053 € | 49,068 € | -1,0150 € | -2,07% | 09.02./21:54 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0006202005 | 620200 | 65,20 € | 32,50 € | |
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