Presse: Deutsche Post - Fremdunternehmen sollen Pakete ausliefern


24.08.10 20:57
aktiencheck.de

Bonn (aktiencheck.de AG) - Aktuellen Presseberichten zufolge will die Deutsche Post AG (ISIN DE0005552004 / WKN 555200) deutlich sparen. Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwochausgabe) prüft der Konzern die Paketzustellung an preiswertere Unternehmen auszulagern. Die Zeitung beruft sich dabei auf ein Vorstandspapier für ein Führungskräftetreffen.

Der Konzern verspricht sich von der Fremdvergabe hohe Einsparungen. In den als "streng vertraulich" gekennzeichneten Unterlagen werden den Angaben zufolge verschiedene Varianten durchgerechnet. Bei einer vollständigen Auslagerung ihrer Paketzustellung könnte die Post ihre Kosten demnach um bis zu 140 Mio. Euro im Jahr drücken, so die FAZ.

Dem Bericht zufolge betreffen die Sparpläne die Postkunden in größeren Städten, in denen Briefe und Pakete getrennt zugestellt werden. Den Angaben zufolge setzt die Post in den meisten ihrer 6800 Zustellbezirke dafür noch eigene Mitarbeiter ein. Allerdings hat sie bereits in der vergangenen Tarifrunde gegen erbitterten Widerstand der Gewerkschaften eine Ausweitung der Fremdvergabe durchgesetzt. Bis Ende 2011 kann die Post in knapp tausend Bezirken "Servicepartner" mit der Paketzustellung beauftragen. Wie aus den Unterlagen für das Managertreffen hervorgeht, soll sich diese Zahl schon im Jahr darauf etwa verdoppeln, so die FAZ weiter.

Die Aktie der Deutschen Post notierte zuletzt in Frankfurt bei 12,79 Euro (-1,31 Prozent). (24.08.2010/ac/n/d)





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