Presse: BASF betraut erfahrenen Fusionsspezialisten mit Cognis-Integration
26.07.10 10:00
aktiencheck.de
Ludwigshafen (aktiencheck.de AG) - Die BASF SE (ISIN DE0005151005 / WKN 515100) treibt die Integration des zuletzt übernommenen Zukaufs Cognis mit einer Schlüsselpersonalie voran.
Laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (Montag) werde der erfahrene Fusionsmanager Michael Heinz den Integrationsprozess leiten. Der frühere Chef des BASF-Pflanzenschutzgeschäfts hatte schon die Zusammenführung des vorherigen Milliardenzukaufs Ciba beaufsichtigt. Investoren erwarten nähere Informationen vom zuständigen BASF-Vorstand John Feldmann bei den Quartalszahlen am Donnerstag.
Nach Angaben der Wirtschaftszeitung haben Feldmann und leitende Mitarbeiter bereits einen Kreis von rund drei Dutzend Cognis-Managern zu Gesprächen in Monheim getroffen. Der Deal wurde im Juni vereinbart und soll bis November juristisch abgeschlossen sein; bis dahin agieren beide Unternehmen formell noch als Wettbewerber. Anschließend plane BASF, den Neuerwerb in einer "discovery phase" (Entdeckungsphase) zu analysieren. Der Zeitraum werde auf drei Monate veranschlagt, inoffiziell hoffe man sogar auf bestenfalls nur zwei, schreibt das Blatt. BASF folge damit einem ähnlichen Muster wie schon bei der vorherigen Milliardentransaktion Ciba von 2008. Verglichen mit ihr sei die anstehende Integration für Heinz aber eine vergleichsweise einfache Aufgabe.
Der Schweizer Konzern Ciba war erklärtermaßen ein Sanierungsfall und hatte viele Überschneidungen mit BASF. Bis 2012 fallen 3.800 Arbeitsplätze im Zusammenhang mit der Fusion weg - bis auf mehrere Hundert Jobs alles alte Ciba-Stellen. Damit schrumpft die Belegschaft des Schweizer Konzerns um 25 bis 30 Prozent. 14 von 55 Standorten werden den Angaben zufolge mit Sicherheit geschlossen, acht weitere stehen unter strategischer Prüfung.
Für Cognis gebe es zwar noch keine entsprechenden Zahlen. Aber aus der Höhe der angepeilten Einsparungen (Synergien) sei schon klar, dass die Einschnitte glimpflicher ausfallen: Die Synergien seien mit etwa 5 Prozent des Jahresumsatzes veranschlagt, verglichen mit 12 Prozent im Fall Ciba.
Die Aktie von BASF notiert aktuell mit einem Minus von 0,52 Prozent bei 46,47 Euro. (26.07.2010/ac/n/d)
Laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (Montag) werde der erfahrene Fusionsmanager Michael Heinz den Integrationsprozess leiten. Der frühere Chef des BASF-Pflanzenschutzgeschäfts hatte schon die Zusammenführung des vorherigen Milliardenzukaufs Ciba beaufsichtigt. Investoren erwarten nähere Informationen vom zuständigen BASF-Vorstand John Feldmann bei den Quartalszahlen am Donnerstag.
Der Schweizer Konzern Ciba war erklärtermaßen ein Sanierungsfall und hatte viele Überschneidungen mit BASF. Bis 2012 fallen 3.800 Arbeitsplätze im Zusammenhang mit der Fusion weg - bis auf mehrere Hundert Jobs alles alte Ciba-Stellen. Damit schrumpft die Belegschaft des Schweizer Konzerns um 25 bis 30 Prozent. 14 von 55 Standorten werden den Angaben zufolge mit Sicherheit geschlossen, acht weitere stehen unter strategischer Prüfung.
Für Cognis gebe es zwar noch keine entsprechenden Zahlen. Aber aus der Höhe der angepeilten Einsparungen (Synergien) sei schon klar, dass die Einschnitte glimpflicher ausfallen: Die Synergien seien mit etwa 5 Prozent des Jahresumsatzes veranschlagt, verglichen mit 12 Prozent im Fall Ciba.
Die Aktie von BASF notiert aktuell mit einem Minus von 0,52 Prozent bei 46,47 Euro. (26.07.2010/ac/n/d)
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