Hannover Rück akkumulieren


12.03.10 09:21
AC Research

Westerburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von AC Research, Sven Krupp, rät unverändert zum Akkumulieren der Hannover Rück-Aktie (ISIN DE0008402215 / WKN 840221).

Der weltweit viertgrößte Rückversicherer habe seine endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2009 vorgelegt.

Die gebuchten Bruttoprämien hätten einen deutlichen Anstieg um 26,5% auf 10,30 Mrd. Euro verzeichnen können und die verdiente Nettoprämie sei um 31,8% auf 9,30 Mrd. Euro gestiegen. Das EBIT habe sich außerordentlich stark auf 1,1 Mrd. Euro erhöht, nachdem im Vorjahr noch aufgrund der Auswirkungen der Finanzmarktkrise nur ein EBIT von 148,1 Mio. Euro erwirtschaftet worden sei. Das Konzernergebnis habe sich - auch durch die Sondereffekte aus dem ING-Lebensrückversicherungsportefeuille und der Wertentwicklung bestimmter Depotforderungen - um 858,2 Mio. Euro auf 731,2 Mio. Euro verbessert. Damit habe der höchste Jahresüberschuss in der Konzerngeschichte erreicht werden können. Auch ohne die Sondereffekte in Höhe von ca. 130 Mio. Euro wäre das Konzernergebnis mit rund 600 Mio. Euro sehr erfreulich ausgefallen. Das Ergebnis je Aktie belaufe sich auf 6,06 Euro; exklusive der Sondereffekte hätte das Ergebnis je Aktie 4,97 Euro betragen. Für 2009 wolle die Geschäftsführung eine Dividende in Höhe von 2,10 Euro je Aktie vorschlagen, nachdem im Vorjahr aufgrund der Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise die Dividende gestrichen worden sei.

Insgesamt seien die publizierten Geschäftszahlen gut ausgefallen und hätten leicht über den Erwartungen der Analysten von AC Research gelegen. Das Unternehmen habe vor allem von geringeren Belastungen aus Großschäden profitiert.

Auch der Ausblick für 2010 falle gut aus. So stelle der Vorstand für die beiden Geschäftsbereiche Schaden- und Personen-Rückversicherung ein gutes Ergebnis in Aussicht. Darüber hinaus solle eine Kapitalanlagerendite von rund 3,5% erwirtschaftet werden und das Eigenkapitalrenditeziel von mindestens 15% sei bekräftigt worden, sofern es zu keinen entscheidend negativen Entwicklungen an den Kapitalmärkten komme und die Großschadensbelastung im Rahmen des Erwartungswertes liege. Zuletzt hätten ein Erdbeben in Chile und der Sturm "Xynthia" zu einer Nettoschadenbelastung von 185 Mio. Euro bzw. rund 40 Mio. Euro geführt. Zwar lägen damit die Kosten für das erste Quartal 2010 "substanziell" über dem für das erste Quartal veranschlagten Wert, dennoch halte das Management zum gegenwärtigen Zeitpunkt das Eigenkapitalrenditeziel für nicht gefährdet.

Die Erneuerungsrunde sei für die Hannover Rück Anfang des Jahres zufrieden stellend verlaufen. Sollten weitere Großschäden ausbleiben, halten die Analysten von AC Research den gegebenen Ausblick für dieses Jahr für plausibel. Da jedoch auf absehbare Zeit, das Zinsniveau niedrig bleiben dürfte, sehe man die Gefahr, dass die Margen der Hannover Rück leicht unter Druck geraten könnten.

Bei einem gestrigen Schlusskurs von 33,59 Euro sei die Aktie mit einem KGV 2010e von rund 5 nach wie vor recht moderat bewertet. Hinzu komme eine attraktive Dividendenrendite von gut 6%. Da zudem die Erholung innerhalb des Versicherungssektors anhalten könnte, sehe man bei der Hannover Rück weiterhin ein attraktives Chance/Risiko-Verhältnis.

Daher bleiben die Analysten von AC Research bei ihrem "akkumulieren"-Rating für die Hannover Rück-Aktie. (Analyse vom 12.03.2010) (12.03.2010/ac/a/d)







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