Hannover Rück Vorstand ist mit H1'2010 zufrieden
03.09.10 14:05
Nebenwerte Journal
Sauerlach (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom Magazin "Nebenwerte Journal" raten bei der Aktie der Hannover Rück (ISIN DE0008402215 / WKN 840221) abzuwarten.
Der Vorstand des Unternehmens sei trotz einer überproportionalen Großschadenbelastung mit der Geschäftsentwicklung der 1. Jahreshälfte zufrieden. Gleichzeitig werde nochmals die Gewinnguidance mit einem erwarteten Konzernergebnis von ca. EUR 600 Mio. bestätigt. Trotzdem sei der Anteilsschein an der Börse unter Druck gekommen und habe zuletzt um 8,5% auf 35,20 EUR nachgegeben. Nach Ansicht der Experten hätten die Investoren eigentlich nicht überrascht sein dürfen, da die Auswirkungen der im ersten Halbjahr eingetretenen Naturkatastrophen auf die Zwischenabschlüsse der Rückversicherer abzusehen gewesen wären. Langfristig orientierte Anleger würden jedoch darauf vertrauen, dass die angekündigten Ziele immer noch erreicht werden könnten.
Im Vorjahresvergleich habe das EBIT von EUR 603,3 Mio. auf EUR 490,7 Mio. abgenommen und der Periodenüberschuss habe sich von EUR 433,5 Mio. auf EUR 310,6 Mio. verringert. Das EPS sei von EUR 3,59 auf EUR 2,58 zurückgegangen. Hierbei müsse man jedoch beachten, dass damals positive Einmaleffekte aus dem Erwerb des ING-Lebensrückversicherungsportfolios entstanden seien. Ohne diese Effekte wäre das EBIT um 11% und das Ergebnis nach Steuern um 7% höher ausgefallen. Das Eigenkapital sei um EUR 524,9 Mio. bzw. 14,1% auf EUR 4,2 Mrd. vorangekommen. Der Buchwert je Aktie liege damit bei EUR 35,15 und entspreche dem Börsenkurs.
Die Großschadenbelastung habe mit EUR 407,6 Mio. die Erwartungen übertroffen. Im 2. Quartal seien die Belastungen aus der Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko, für die bisher ein Nettoschaden von EUR 89,0 Mio. angesetzt sei, noch nicht komplett absehbar. Das Erdbeben in Chile habe mit EUR 182,0 Mio. Nettoschaden die größte Belastung in der 1. Jahreshälfte 2010 dargestellt. Bei verdienten Nettoprämien von EUR 2,6 Mrd. habe der Überschuss auf EUR 215,1 Mio. nachgegeben. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote liege bei 99,5%.
Vorstandschef Ulrich Wallin beurteile die Marktposition der Hannover Rück als gut und sehe auf den internationalen Märkten insgesamt zufrieden stellende Bedingungen. Die 2010 anvisierte Anlagerendite werde mit 3,5% angegeben. Nach der Veräußerung von Staatsanleihen mit Gewinnen seien in der 1. Hälfte des Jahres ca. EUR 1 Mrd. in Unternehmensanleihen investiert worden. Aktuell werde darüber nachgedacht, ob die Aktienquote im laufenden Jahr erhöht werden solle.
Am 25.08.2010 sei nach Redaktionsschluss des "Nebenwerte Journal" ein Interview mit Finanzvorstand Roland Vogel in der Börsen-Zeitung veröffentlicht worden. Hier seien nochmals die Ziele für 2010 bestätigt worden. Außerdem seien auch konkrete Hinweise auf die bereits angedeutete Änderung bei der Zusammensetzung der Kapitalanlagen gegeben worden. Der hohe Anteil an Staatsanleihen solle zu Gunsten von Unternehmensanleihen abgebaut werden.
Der Verlauf des 1. Halbjahres bestätige die Aussage der Experten aus der Ausgabe 04: "Auf Grund von nicht zu beeinflussenden Unwägbarkeiten fallen die gängigen Bewertungskennziffern wie KGV und KBV bei Rückversicherern traditionell vergleichsweise niedrig aus." Das gelte auch für die Hannover Rück. Wenn sich im Laufe des Jahres zeige, dass die Wahrscheinlichkeit, das Ziel zu erreichen wachse, dürfte der Kurs sein bisheriges Hoch überwinden, zumindest aber dort ankommen.
An der Aktie der Hannover Rück interessierte Anleger müssten also die Märkte beobachten, so die Experten vom "Nebenwerte Journal". (Ausgabe 09) (03.09.2010/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Der Vorstand des Unternehmens sei trotz einer überproportionalen Großschadenbelastung mit der Geschäftsentwicklung der 1. Jahreshälfte zufrieden. Gleichzeitig werde nochmals die Gewinnguidance mit einem erwarteten Konzernergebnis von ca. EUR 600 Mio. bestätigt. Trotzdem sei der Anteilsschein an der Börse unter Druck gekommen und habe zuletzt um 8,5% auf 35,20 EUR nachgegeben. Nach Ansicht der Experten hätten die Investoren eigentlich nicht überrascht sein dürfen, da die Auswirkungen der im ersten Halbjahr eingetretenen Naturkatastrophen auf die Zwischenabschlüsse der Rückversicherer abzusehen gewesen wären. Langfristig orientierte Anleger würden jedoch darauf vertrauen, dass die angekündigten Ziele immer noch erreicht werden könnten.
Im Vorjahresvergleich habe das EBIT von EUR 603,3 Mio. auf EUR 490,7 Mio. abgenommen und der Periodenüberschuss habe sich von EUR 433,5 Mio. auf EUR 310,6 Mio. verringert. Das EPS sei von EUR 3,59 auf EUR 2,58 zurückgegangen. Hierbei müsse man jedoch beachten, dass damals positive Einmaleffekte aus dem Erwerb des ING-Lebensrückversicherungsportfolios entstanden seien. Ohne diese Effekte wäre das EBIT um 11% und das Ergebnis nach Steuern um 7% höher ausgefallen. Das Eigenkapital sei um EUR 524,9 Mio. bzw. 14,1% auf EUR 4,2 Mrd. vorangekommen. Der Buchwert je Aktie liege damit bei EUR 35,15 und entspreche dem Börsenkurs.
Die Großschadenbelastung habe mit EUR 407,6 Mio. die Erwartungen übertroffen. Im 2. Quartal seien die Belastungen aus der Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko, für die bisher ein Nettoschaden von EUR 89,0 Mio. angesetzt sei, noch nicht komplett absehbar. Das Erdbeben in Chile habe mit EUR 182,0 Mio. Nettoschaden die größte Belastung in der 1. Jahreshälfte 2010 dargestellt. Bei verdienten Nettoprämien von EUR 2,6 Mrd. habe der Überschuss auf EUR 215,1 Mio. nachgegeben. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote liege bei 99,5%.
Am 25.08.2010 sei nach Redaktionsschluss des "Nebenwerte Journal" ein Interview mit Finanzvorstand Roland Vogel in der Börsen-Zeitung veröffentlicht worden. Hier seien nochmals die Ziele für 2010 bestätigt worden. Außerdem seien auch konkrete Hinweise auf die bereits angedeutete Änderung bei der Zusammensetzung der Kapitalanlagen gegeben worden. Der hohe Anteil an Staatsanleihen solle zu Gunsten von Unternehmensanleihen abgebaut werden.
Der Verlauf des 1. Halbjahres bestätige die Aussage der Experten aus der Ausgabe 04: "Auf Grund von nicht zu beeinflussenden Unwägbarkeiten fallen die gängigen Bewertungskennziffern wie KGV und KBV bei Rückversicherern traditionell vergleichsweise niedrig aus." Das gelte auch für die Hannover Rück. Wenn sich im Laufe des Jahres zeige, dass die Wahrscheinlichkeit, das Ziel zu erreichen wachse, dürfte der Kurs sein bisheriges Hoch überwinden, zumindest aber dort ankommen.
An der Aktie der Hannover Rück interessierte Anleger müssten also die Märkte beobachten, so die Experten vom "Nebenwerte Journal". (Ausgabe 09) (03.09.2010/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 41,415 € | 40,98 € | 0,435 € | +1,06% | 03.02./20:31 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0008402215 | 840221 | 43,49 € | 28,58 € | |
Metadaten
| Ratingstufe: | halten |
| Kurs: | 35.2 |
| KGV: | 7 |
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