E.ON Worst Case-Szenario eingepreist
30.08.10 14:01
Raymond James Euro Equities
Paris (aktiencheck.de AG) - Emmanuel Rétif und Tannegui Bujard, Analysten von Raymond James Euro Equities, stufen die Aktie von E.ON (ISIN DE000ENAG999 / WKN ENAG99) unverändert mit "buy" ein und bestätigen das Kursziel von 32,70 EUR.
Ein von der Bundesregierung in Auftrag gegebenes unabhängiges Gutachten lege die Auswirkungen von 4, 12, 20 und 28 Jahren längeren AKW-Laufzeiten dar. Presseberichten zufolge werde eine Laufzeitverlängerung um 12 bis 20 Jahre bevorzugt. Als Rückgrat des neuen Energiekonzepts sollte das Gutachten nicht verstanden werden. Zum einen werde die Unparteilichkeit eines Experten angezweifelt, zum anderen sei die Mehrheit der Bevölkerung gegen Laufzeitverlängerungen über 2021 hinaus. Zudem wolle die Koalition den Bundesrat umgehen, da diese dort keine Mehrheit besitze.
Im schlimmsten Fall könnte den Versorgern zwischen 2011 und 2014 eine Brennelementesteuer von jährlich 2,3 Mrd. EUR drohen, wobei keine Laufzeitverlängerungen vereinbart würden. Das Kursziel für die E.ON-Aktie würde sich in diesem Szenario auf 25,50 EUR belaufen. Unter optimalen Bedingungen müssten die Konzerne eine Atomsteuer von 2,3 Mrd. EUR zahlen und würden im Gegenzug eine Laufzeitverlängerung von 20 Jahren eingeräumt bekommen. In einem solchen Fall würde sich das Kursziel auf 31,10 EUR belaufen.
Der E.ON-Aktie würden kurzfristig Risiken drohen. Beim politisch sensiblen Thema Atomkraft herrsche derzeit nur eine begrenzte Visibilität. Für eine endgültige Positionierung sei es noch zu früh. Angesichts der verschiedenen Szenarien werde klar, dass die Annahme des schlimmsten Falles im Aktienkurs von E.ON bereits weitgehend berücksichtigt sei.
Vor diesem Hintergrund bleiben die Analysten von Raymond James Euro Equities bei ihrer Kaufempfehlung für die Aktie von E.ON. (Analyse vom 30.08.10) (30.08.2010/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Ein von der Bundesregierung in Auftrag gegebenes unabhängiges Gutachten lege die Auswirkungen von 4, 12, 20 und 28 Jahren längeren AKW-Laufzeiten dar. Presseberichten zufolge werde eine Laufzeitverlängerung um 12 bis 20 Jahre bevorzugt. Als Rückgrat des neuen Energiekonzepts sollte das Gutachten nicht verstanden werden. Zum einen werde die Unparteilichkeit eines Experten angezweifelt, zum anderen sei die Mehrheit der Bevölkerung gegen Laufzeitverlängerungen über 2021 hinaus. Zudem wolle die Koalition den Bundesrat umgehen, da diese dort keine Mehrheit besitze.
Der E.ON-Aktie würden kurzfristig Risiken drohen. Beim politisch sensiblen Thema Atomkraft herrsche derzeit nur eine begrenzte Visibilität. Für eine endgültige Positionierung sei es noch zu früh. Angesichts der verschiedenen Szenarien werde klar, dass die Annahme des schlimmsten Falles im Aktienkurs von E.ON bereits weitgehend berücksichtigt sei.
Vor diesem Hintergrund bleiben die Analysten von Raymond James Euro Equities bei ihrer Kaufempfehlung für die Aktie von E.ON. (Analyse vom 30.08.10) (30.08.2010/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 16,62 € | 16,995 € | -0,3750 € | -2,21% | 09.02./20:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE000ENAG999 | ENAG99 | 25,00 € | 12,50 € | |
Metadaten
| Ratingstufe: | kaufen |
| Ratingentwicklung: | reiterated |
| Kursziel: | 32.7 - 0 |
| Kursziel (alt): | 32.7 - 0 |
| Kursziel Einheit: | EUR - Euro |
| Analysten: | Herr Emmanuel Rétif |
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