telegate muss Umsatz- und Gewinnrückgang ausweisen


11.08.11 12:57
aktiencheck.de

München-Martinsried (aktiencheck.de AG) - Die telegate AG (ISIN DE0005118806 / WKN 511880), ein Multichannel-Anbieter für die Lokale Suche, gab am Donnerstag bekannt, dass die Geschäftszahlen im ersten Halbjahr 2011 den Erwartungen der Unternehmensleitung entsprachen. Im Zentrum der Unternehmensstrategie stand weiterhin das Ziel, die digitale Transformation des Geschäftsmodells von einem reinen Telefonauskunftsanbieter zu einem Lokale-Suche- und Vermarktungs-Spezialisten für den Mittelstand voranzutreiben. Hierbei hat man erneut Fortschritte gemacht.

Unternehmensangaben zufolge wuchs der Umsatz im Geschäftsbereich Media gegenüber der Vorjahresperiode um 23 Prozent auf 17,2 Mio. Euro und trägt somit bereits 31 Prozent (Vorjahr: 23 Prozent) zum Konzernumsatz bei. Der Konzernumsatz lag im ersten Halbjahr 2011 mit 55,9 Mio. Euro rund 9 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang blieb im Rahmen der Tendenz der Vorperioden und wird weiterhin durch Erlösschmälerungen im klassischen Telefonauskunftsgeschäft verursacht.

Das Konzernergebnis des ersten Halbjahres vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) vor Sondereffekten lag mit 7,2 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau von 11,0 Mio. Euro. Bezogen auf die Jahresprognose liegt das Ergebnis jedoch im Plan. Die Gewinnentwicklung auf Konzernebene ist weiterhin geprägt durch den deutlichen Ertragsrückgang im hochprofitablen Auskunftsgeschäft. Dieser konnte im ersten Geschäftshalbjahr noch nicht durch die Verbesserung des Deckungsbeitrags bzw. die Senkung des Verlustbeitrags im Media-Geschäft kompensiert werden. Die Sondereffekte im ersten Halbjahr 2011 in Höhe von 1,1 Mio. Euro betrafen hauptsächlich Kapazitätsanpassungen in Deutschland und Spanien. Vor allem aufgrund des rückläufigen operativen Ergebnisses sank das Ergebnis nach Steuern von 7,9 Mio. Euro auf 2,2 Mio. Euro. Zudem war in der Vorjahresperiode noch ein Gewinnbeitrag von 2,4 Mio. Euro aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (Verkauf italienischer Tochter) enthalten.

Laut telegate zeigt die Entwicklung in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres erwartungsgemäß, dass die Ertragsverbesserungen im Bereich Media den Rückgang im klassischen Auskunftsgeschäft noch nicht kompensieren kann. Die Unternehmensleitung hatte entsprechend im Frühjahr 2011 eine Gesamtjahres-Ertragsprognose - basierend auf EBITDA vor Sondereffekten - von 13 bis 18 Mio. Euro im Vergleich zu rund 23 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2010 kommuniziert. Nach den Ergebnissen des ersten Halbjahres geht man davon aus, diese Prognose zu erfüllen.

Die Aktie von telegate notiert derzeit bei 5,69 Euro (+1,34 Prozent). (11.08.2011/ac/n/nw)





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