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Die nächsten zehn Tage haben es in sich!




30.11.16 14:00
Anlegerverlag

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Wenn man sich den DAX in den letzten zwei Wochen so ansah, könnte man versucht sein, an einen ruhigen, womöglich langweiligen Jahresausklang zu denken. Immerhin steht der Dezember vor der Tür, die besinnliche Zeit … und ob das Weihnachtsgeschäft nun gut oder schlecht lief und konsumnahe Aktien durchstarten oder nicht: So richtig werden wir das erst Anfang Januar wissen. Also warum nicht einfach mal woanders hinsehen, sich zurücklehnen, das Börsenjahr gelassen ausklingen lassen?


Weil die kommenden zehn Tage reines Dynamit sind und den Börsen, keineswegs nur dem Aktienmarkt, ein brandheißes Jahresende bescheren werden, deshalb!


Der 4. Dezember kann ein Schicksalstag werden


Vor allem der kommende Sonntag, der 4. Dezember, hat es in sich. Da kommt es nämlich gleich zu zwei Ereignissen, die für die Zukunft der nach dem BrExit ohnehin angeschlagenen EU von großer Bedeutung sein können. Zum einen wird da nun die endgültige Wahl des österreichischen Bundespräsidenten stattfnden. Und sollte Norbert Hofer gewinnen, der Kandidat der der EU ablehnend gegenüberstehenden FPÖ, wird das ein weiteres Signal europäischer Bürger gegen dieses Staatengebilde sein. Zum anderen wird am selben Tag die italienische Bevölkerung über eine Verfassungsreform abstimmen. Das kritische dabei ist, dass Italiens Regierungschef Renzi seinen Verbleib im Amt an die Annahme der Verfassungsänderung gekoppelt hat … und die laut Umfragen auf wackligen Beinen steht. Sollte Renzi zurücktreten, wäre das für  den Zusammenhalt der EU höchst unerfreulich, denn er gehört zu der schwindenden Zahl von EU-Regierungschefs, die noch recht deutlich hinter dem von der Deutschland/Frankreich-Achse dominierten Kurs derGemeinschaft steht.


Am 8. Dezember folgt die nächste Nagelprobe


Aber damit nicht genug: Am Donnerstag, den 8. Dezember folgt dann die letzte Sitzung der europäischen Zentralbank in diesem Jahr. Und dieser Sitzung wird sehr nervös entgegengesehen. Denn eigentlich hatte man gehofft, dass die EZB ihren extrem expansiven Kurs überdenken, Veränderungen ankündigen würde. Immerhin steht man nicht nur seitens Sparern, Finanzindustrie und zunehmend auch seitens der Politik  unter Druck. Dieser Kurs zeitigt auch nicht die avisierten Erfolge. Doch EZB-Chef Draghi hatte in seinen jüngsten Statements keine Hinweise auf eine Umkehr gegeben. Er blieb bei seinem Kurs und verteilte die Schuld an den Problemen, die die Negativzins-Politik verursacht, auf die Schultern der Banken (faule Kredite, nicht zeitgemäße Strukturen) und der Politik (fehlende Reformen).


Niedrige Zinsen waren jahrelang ein Garant für steigende Aktienmärkte. Aber Sie sehen es im Chart des DAX, hier längerfristig und auf Wochenbasis seit Ende 2008: Seit Frühjahr 2015 geht es in der  übergeordneten Tendenz nach unten, trotz in negatives Terrain gedrückten Anleiherenditen und trotz eines zuletzt immens gedrückten Euro. Sollte sich die EZB stur stellen und in Österreich und Italien die EU-Gegner Zeichen setzen, kann die Vorweihnachtszeit am Aktienmarkt, zumindest in Europa, ein heißer Ritt werden. Sollte das Gegenteil passieren, auch … nur dann würden eben die Bullen Richtung Silvester feiern und es wären die Bären, die sich warm anziehen müssten.


Wir wünschen eine erfolgreiche Handelswoche!


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