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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 08.03.2018




08.03.18 17:08
dpa-AFX

GESAMT-ROUNDUP 2: EZB deutet Ende der Geldflut an - Draghi kritisiert Trump



FRANKFURT - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ein vorsichtiges Signal für einen allmählichen Ausstieg aus der extrem lockeren Geldpolitik gegeben.

Zwar bleiben die Leitzinsen und das milliardenschwere Wertpapierkaufprogramm unverändert, wie die Notenbank am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Die Währungshüter änderten jedoch ihre Wortwahl zur künftigen Geldpolitik. EZB-Chef Mario Draghi kritisierte zudem die Wirtschaftspolitik der US-Regierung scharf.



ROUNDUP: Trump deutet Flexibilität bei Strafzöllen an - Beschluss erwartet



WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump hat wenige Stunden vor seiner erwarteten Entscheidung zu Strafzöllen eine gewisse Beweglichkeit in Richtung von Verbündeten und befreundeten Nationen angedeutet. "Wir müssen unsere Stahl- und Aluminiumindustrie schützen, zur selben Zeit aber echten Freunde gegenüber, die uns beim Handel und beim Militär fair behandeln, große Flexibilität und Kooperation zeigen", schrieb Trump auf Twitter.



SPD: Gespräche zu Ministerposten laufen noch



BERLIN - Die SPD hat die Besetzung der Bundesministerien einem Sprecher zufolge noch nicht komplett festgezurrt. "Es wird viel spekuliert, aber eine Reihe von Gesprächen stehen noch aus", sagte ein Parteisprecher der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Der kommissarische SPD-Vorsitzende Olaf Scholz und die designierte neue Parteichefin Andrea Nahles würden dem Präsidium der Sozialdemokraten an diesem Freitagmorgen einen Vorschlag unterbreiten.



CDU-Wirtschaftsexperte warnt vor Eskalation in Handelskonflikt



BERLIN - Der CDU-Wirtschaftspolitiker Joachim Pfeiffer hat angesichts der drohenden US-Strafzölle vor einer Eskalation gewarnt. "Das Gebot der Stunde lautet, einen kühlen Kopf zu bewahren und sich nicht in eine drohende Protektionismus-Spirale hineinziehen zu lassen", sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der Unionsfraktion am Donnerstag in Berlin. "Denn dies könnte am Ende in einen echten Handelskrieg ausarten, bei dem alle Seiten verlieren."



USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen stärker als erwartet



WASHINGTON - In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stärker als erwartet gestiegen. In der vergangenen Woche habe die Zahl der Erstanträge um 21 000 auf 231 000 zugelegt, teilte das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten zwar einen Zuwachs erwartet, waren aber nur von 220 000 ausgegangen.



CDU-Politiker Balz soll neuer Bundesbank-Vorstand werden



BERLIN - Der CDU-Europaabgeordnete und frühere Bankmanager Burkhard Balz soll neuer Vorstand der Bundesbank werden. Die Länder-Finanzminister hätten Balz für den Posten nominiert, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Bundesratskreisen. Zuvor hatten die "Süddeutsche Zeitung" sowie das "Handelsblatt" darüber berichtet. Der Bundesrat muss der Personalie noch zustimmen, das aber gilt als sicher.



ROUNDUP: EU will Trump noch von Strafzöllen abbringen



WASHINGTON/BRÜSSEL - Die EU-Kommission will US-Präsident Donald Trump in letzter Minute von seinen angekündigten Strafzöllen abbringen. "Wir haben in den vergangenen Wochen und Tagen intensiv versucht, die US-Seite davon zu überzeugen", sagte Kommissionsvizepräsident Jyrki Katainen am Donnerstag in Brüssel. "Niemand hat das Papier bislang gesehen, das der Präsident heute unterzeichnen soll. Man könnte sagen, das sind gute Neuigkeiten in dem Sinne, dass es immer noch die Möglichkeit gibt, Schäden zu vermeiden."



EU-Kommissar: Versuchen USA noch von Zöllen abzubringen



BRÜSSEL - Die EU-Kommission versucht nach den Worten ihres Vizepräsidenten Jyrki Katainen, US-Präsident Donald Trump in letzter Minute noch von Abschottungszöllen abzubringen. "Wir haben in den vergangenen Wochen und Tagen intensiv versucht, die US-Seite davon zu überzeugen", sagte Katainen am Donnerstag in Brüssel. "Niemand hat das Papier bislang gesehen, das der Präsident heute unterzeichnen soll. Man könnte sagen, das sind gute Neuigkeiten in dem Sinne, dass es immer noch die Möglichkeit gibt, Schäden zu vermeiden."



USA und Japan nehmen Krypto-Börsen an die Kandare - Bitcoin unter Druck



FRANKFURT - Ein hartes Vorgehen von Regulierungsbehörden in den USA und Japan gegen Krypto-Börsen hat die Kurse von Digitalwährungen unter Druck gesetzt. Der Bitcoin, die bekannteste und größte von ihnen, pendelte am Donnerstag um 10 000 US-Dollar je Einheit. Noch zum Wochenbeginn hatte der Kurs gut 1500 Dollar höher gelegen.



ROUNDUP: Chinas Ausfuhren steigen stark - besonders in die USA



PEKING - Neue Außenhandelszahlen aus China dürften nicht gerade zur Beruhigung in der aktuellen Diskussion um Strafzölle durch die USA beitragen. Nach Angaben der chinesischen Zollverwaltung vom Donnerstag sind sowohl die Ausfuhren Chinas in die ganze Welt als auch in die USA massiv gestiegen. Auch wenn die Zahlen durch das chinesische Neujahresfest und Wechselkurseffekte verzerrt sein dürften, gießen sie zusätzliches Öl ins Feuer. Möglicherweise gibt US-Präsident Donald Trump noch an diesem Donnerstag grünes Licht für Schutzzölle auf Stahl und Aluminium.



ROUNDUP 2: Gabriel gehört neuer Bundesregierung nicht mehr an



BERLIN - Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) wird der neuen Bundesregierung nicht angehören. Darüber hätten ihn der kommissarische SPD-Vorsitzende Olaf Scholz und die designierte neue Parteichefin Andrea Nahles informiert, schrieb Gabriel am Donnerstag auf Twitter. Zuerst hatten "Spiegel Online" und die "Süddeutsche Zeitung" darüber berichtet.



ROUNDUP: Deutsche Industrie mit schwachem Jahresstart



WIESBADEN/BERLIN - Die deutsche Industrie ist schwach in das neue Jahr gestartet. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, erhielten die Industrieunternehmen im Januar 3,9 Prozent weniger Aufträge als im Vormonat. Der Rückgang war der stärkste seit einem Jahr und wesentlich ausgeprägter, als Analysten im Vorfeld erwartet hatten. Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat blieb die Entwicklung deutlich hinter den Erwartungen zurück. Bankvolkswirte relativierten die Zahlen, warnten jedoch vor Risiken durch den aufziehenden US-Protektionismus.



Kundenhinweis:


ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.



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