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cobra Blitzumfrage zur EU-DSGVO: Ahnungslosigkeit dominiert in deutschen Unternehmen




17.05.18 16:39
news aktuell

Konstanz (ots) - Nur zehn Prozent der deutschen Unternehmen sind
der Meinung, die neuen Vorgaben der EU-Datenschutz-Grundverordnung
(EU-DSGVO), die ab dem 25. Mai 2018 angewendet werden müssen, zu
diesem Zeitpunkt einhalten zu können. So die ersten Teilergebnisse
einer aktuell noch laufenden Studie des CRM-Spezialisten cobra aus
Konstanz, die in Zusammenarbeit mit der Rosbacher Marktforschung Korb
und Kollegen durchgeführt wird.

Das Softwareunternehmen cobra führt seit Februar 2018 eine Studie
durch, in der Unternehmen zu ihrem Kenntnisstand bezüglich der
EU-DSGVO befragt werden. Die neue Verordnung betrifft unter anderem
Unternehmen, Behörden und Einrichtungen, die innerhalb der
Europäischen Union personenbezogene Daten verarbeiten. Damit sollen
die Persönlichkeitsrechte und die Privatsphäre von Bürgern innerhalb
der EU sichergestellt und der freie Datenverkehr im europäischen
Binnenmarkt gewährleistet werden. Erste Teilergebnisse der Studie,
die auch über den Mai 2018 hinaus fortgesetzt wird, liegen nun vor.

Fast 40 Prozent der Unternehmen haben kaum Kenntnisse

Demnach scheinen viele Unternehmen die neuen Vorschriften
offensichtlich einfach nicht mitbekommen zu haben oder haben diese
bis kurz vor knapp ignoriert bzw. ignorieren diese immer noch. Anders
lassen sich die beinahe schon haarsträubenden Ergebnisse der Umfrage
kaum erklären: So gaben ganze 39 Prozent der aktuell 41 befragten
Unternehmen unterschiedlicher Branchen an, lediglich "einige
Kenntnisse" bzw. sogar "keine Kenntnisse" in punkto EU-DSGVO zu
haben. Immerhin 51 Prozent bezeichnen ihre Kenntnisse als "gut", aber
lediglich zehn Prozent als "sehr gut".

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht

Die künftigen Sanktionen für Datenschutzverstöße sollten
Unternehmen durchaus Anlass zur Sorge geben: Die Strafen werden
drastisch erhöht und wohl auch stärker als sonst verfolgt. Bei
Verstößen werden Geldbußen von bis zu 10 Mio. Euro oder bis zu zwei
Prozent des gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes des
vorangegangenen Geschäftsjahrs verhängt - je nachdem, welcher der
Beträge höher ist.

Dieser rigorosen Konsequenzen scheinen sich viele Unternehmen
jedoch noch nicht bewusst zu sein, wie die cobra-Umfrage zeigt: Knapp
20 Prozent der Befragten haben keinerlei Kenntnis von den drohenden
Strafen bei Verstößen gegen die EU-DSGVO. 34 Prozent geben an,
zumindest "einige Kenntnisse" über die drohenden Auswirkungen zu
haben. Noch einmal 34 Prozent bezeichnen ihren Kenntnisstand als
"gut" und immerhin zwölf Prozent sogar als "sehr gut".

Nur gut 20 Prozent der Unternehmen sind bis dato auf der sicheren
Seite

Die EU-DSGVO legt das Level in punkto Datenschutz für Unternehmen
um einiges höher: Strengere Verordnungen und Auflagen gibt es
praktisch in jedem Bereich, der irgendetwas mit dem Handling von
personenbezogenen Daten zu tun hat. Aber auch darüber scheinen sich
nur wenige deutsche Unternehmen momentan Gedanken zu machen. Laut der
cobra-Erhebung sind in Bezug auf die Sicherstellung der neuen
gesetzlichen Vorgaben der EU-DSGVO nur 21 Prozent der befragten
Unternehmen der Meinung, dass sie diese bereits einhalten, 67 Prozent
halten es immerhin noch für "ziemlich wahrscheinlich". Zwölf Prozent
der Unternehmen können die Anforderungen allerdings "wahrscheinlich
nicht" bzw. "keinesfalls" bis zum 25. Mai 2018 umsetzen.

Nur fünf Prozent der Unternehmen fühlen sich gut beraten

Der Status-Quo der cobra-Umfrage zeigt, dass Unternehmen - egal
welcher Größe - extreme Schwierigkeiten mit der Umsetzung der
gesetzlichen Anforderungen haben. Viele setzten dabei auf die Hilfe
von außen: So können Unternehmen auf dem Markt externe
Datenschutz-Dienstleister und Beratungshäuser, Schulungen oder
spezielle Tools finden, die bei der Umsetzung der EU-DSGVO helfen.
Allerdings fühlen sich laut der cobra-Umfrage lediglich knapp zehn
Prozent durch ihren IT-Dienstleister "sehr gut" beraten, ebenfalls
zehn Prozent verteilten die Note "gut". 40 Prozent verteilten die
Noten "befriedigend" und "ausreichend". Ein Viertel der Unternehmen
bewertete die Beratung aber mit der Note "mangelhaft" bzw. sogar als
"ungenügend". Ein weiteres Viertel der Unternehmen machte keine
Angaben.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Umsetzung der neuen
gesetzlichen Vorgaben der EU-DSGVO in Unternehmen noch nicht sehr
weit fortgeschritten ist bzw. noch überhaupt nicht angegangen wurde.
Das ein oder andere Unternehmen ist sich zwar der hohen Strafen, die
bei Verstößen drohen bewusst, aber offensichtlich nicht dem Ernst der
Lage. Denn die Zeit bis zum 25. Mai 2018 ist knapp und die neuen
gesetzlichen Anforderungen sind komplex. Zu bedenken ist, dass die
notwendigen Maßnahmen einen hohen konzeptionellen und technischen
Aufwand sowie deren dauerhafte Anwendung meist einen höheren
Personalbedarf nach sich ziehen.

Die Ergebnisse der Blitzumfrage stehen unter http://ots.de/ofmOfZ
zum Download zur Verfügung.



Pressekontakt:
Samantha Schubert
Telefon: 07531 8101-37
samantha.schubert@cobra.de

Original-Content von: cobra computer's brainware GmbH, übermittelt durch news aktuell

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