Wochenrückblick KW 41
14.10.11 18:14
aktiencheck.de
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - In der vergangenen Woche haben sich die internationalen Leitindizes stärker entwickelt. So zog der DAX im Wochenvergleich um 5,1 Prozent an, während der Dow Jones STOXX 50 eine Zunahme von 2,3 Prozent vorzuweisen hatte. Der japanische Nikkei-Index gewann daneben im Wochenvergleich 1,7 Prozent. In den USA steht beim Dow Jones gegenüber dem letzten Handelstag der Vorwoche bis dato ein Plus von 3,5 Prozent zu Buche.
Zu Wochenbeginn zeigte sich der DAX in hervorragender Verfassung und stieg um 3,02 Prozent auf 5.847,29 Punkte. Vor dem Hintergrund der Hoffnung auf eine baldige Lösung der europäischen Schuldenkrise blieb die Stimmung am Markt positiv. Im Blick standen dabei auch diverse Konjunkturdaten. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilte, sind die deutschen Ex- und Importe im August 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum angewachsen. So wurden im Berichtsmonat von Deutschland Waren im Wert von 85,3 Mrd. Euro ausgeführt und Waren im Wert von 73,5 Mrd. Euro eingeführt. Damit waren die deutschen Ausfuhren im August um 14,6 Prozent und die Einfuhren um 12,6 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Daneben erzielte das Verarbeitende Gewerbe im August 2011 nach vorläufigen Angaben ein klares Umsatzwachstum. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg der Umsatz arbeitstäglich- und preisbereinigt um 8,3 Prozent, nach 10,7 Prozent im Juli. Im Vergleich zum Vormonat wies der preisbereinigte Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe saison- und arbeitstäglich bereinigt dagegen ein Minus von 0,4 Prozent aus, gegenüber einer Zunahme um 4,0 Prozent im Juli 2011. Ferner ist die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im Juli 2011 gesunken. So belief sich die Gesamtzahl auf 13.356 Insolvenzen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat schrumpfte die Gesamtzahl der gestellten Insolvenzanträge damit um 7,4 Prozent. Unternehmensseitig standen vor allem auch Automobilabsatzzahlen für September im Fokus der Anleger. Volkswagen fuhren um 4,7 Prozent vor. Der Konzern teilte mit, dass seine Tochter AUDI ihr deutliches Absatzwachstum in allen Weltregionen fortsetzte. So lieferte der Hersteller im September rund 120.200 Automobile aus, was zum Vorjahresmonat einem Plus von 17,1 Prozent entspricht. BMW wartete im September ebenfalls mit einem deutlichen Absatzplus auf. So wurden im Berichtsmonat insgesamt 159.214 Modelle der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce abgesetzt, was gegenüber dem Vorjahreswert von 142.953 Fahrzeugen einem Plus von 11,4 Prozent entspricht. Der Titel legte um 4,1 Prozent zu. adidas will in den Märkten Russlands und der GUS in den kommenden Jahren kräftig wachsen. Der Vorstandsvorsitzende Herbert Hainer gab am Montag im Rahmen einer Investorenveranstaltung in Moskau die Wachstumspläne Sportartikelherstellers bekannt. So soll der Umsatz in Russland/GUS bis 2015 im Durchschnitt jährlich zweistellig zulegen. Absolut gesehen geht das Unternehmen davon aus, dass der Umsatz - bei vergleichbaren Wechselkursen - bis 2013 die Marke von 1 Mrd. Euro überschreiten wird. Der Titel lief um 3,7 Prozent vor. Douglas Holding konnte schließlich nach vorläufigen Zahlen zum Geschäftsjahr 2010/11 den Nettoumsatz um 1,8 Prozent (vergleichbar: +1,5 Prozent) auf knapp 3,4 Mrd. Euro steigern. Die Umsatzerwartung für das Geschäftsjahr hatte zwischen 2 und 4 Prozent gelegen. Indes wurde die Ergebnisprognose bekräftigt. Der Anteilsschein des Einzelhandelskonzerns gab um 1,6 Prozent nach. Am Dienstag sind die wichtigsten deutschen Aktienindizes wenig verändert aus dem Handel gegangen. Die Anleger hielten sich im Vorfeld der Entscheidung des slowakischen Parlaments zur Erweiterung des Euro-Rettungsschirms mit Neuengagements zurück. Der DAX gewann 0,30 Prozent auf 5.865,01 Punkte. Infineon hat am Standort Villach in Österreich die ersten Chips ("first silicon") auf einem 300-Millimeter-Dünnwafer für Leistungshalbleiter gefertigt. Damit ist Infineon damit das weltweit erste Unternehmen, dem dieser Schritt gelungen ist. Der Anteilsschein verbesserte sich um 0,6 Prozent. Volkswagen fuhren derweil um 1,7 Prozent vor. Der Automobilkonzern verlautbarte, dass man den Absatz im September bei der Kernmarke weiter verbessern konnte. So wurden 472.100 Modelle der Marke Volkswagen Pkw ausgeliefert. Dies entspricht einem Anstieg von 13,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. In den ersten neun Monaten wurden weltweit 3,81 Millionen Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert, was einem Plus von 12,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Am Mittwoch ging es an den deutschen Aktienmärkten wieder deutlich nach oben, wobei die Zuversicht stützte, dass bald eine Lösung der europäischen Schuldenkrise gefunden werden kann. Der DAX gewann 2,21 Prozent auf 5.994,47 Punkte. Die deutschen Großhandelsverkaufspreise sind im September 2011 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit vermindertem Tempo angestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterten die Preise um 5,7 Prozent, nach Zuwächsen von 6,5 Prozent im August 2011 und 7,6 Prozent im September 2010. Daneben wuchsen die Großhandelspreise binnen Monatsfrist um 0,3 Prozent an, während sie im August 2011 um 0,1 Prozent und im September 2010 um 1,0 Prozent gestiegen waren. MAN verteuerten sich um 2,2 Prozent. Der Konzern hat seine Planungen für das laufende Fiskaljahr bestätigt. So erwartet man auf Konzernebene einen Umsatzzuwachs im Bereich von 10 bis 15 Prozent. Die Umsatzrendite wird den Angaben zufolge leicht oberhalb des Mittelwerts der langfristigen Zielrendite von 8,5 Prozent liegen. Im mit Abstand größten Geschäftsbereich Nutzfahrzeuge geht MAN weiterhin von einem Umsatzwachstum von 15 bis 20 Prozent aus. Dabei soll die Umsatzrendite hier bei mindestens 7,5 Prozent liegen. Deutsche Lufthansa flogen daneben nach Fluggastzahlen für den Monat September um 2,1 Prozent vor. Die Airline steigerte bei der Lufthansa Passage die Zahl der beförderten Fluggäste um 5,2 Prozent auf insgesamt 6,007 Millionen. Der Sitzladefaktor verringerte sich aber im Vorjahresvergleich um 2,8 Prozentpunkte auf 79,9 Prozent. Auf Konzernebene konnte die Zahl der beförderten Passagiere um 3,6 Prozent auf 9,94 Millionen verbessert werden. Der Sitzladefaktor lag hier mit 80,1 Prozent um 2,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Die Deutsche Börse AG verlautbarte derweil, dass die luxemburgische Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF) den Zusammenschluss mit der NYSE Euronext gebilligt hat. Damit nimmt die Transaktion auch an dem für die Gruppe Deutsche Börse wichtigen Standort in Luxemburg einen zentralen aufsichtsrechtlichen Meilenstein. Die Transaktion steht den Angaben zufolge unter weiteren Vollzugsbedingungen wie etwa der Gestattung durch die zuständigen EU-Wettbewerbsbehörden sowie durch die zuständigen Börsenaufsichtsbehörden. Die Aktie der Deutschen Börse AG verteuerte sich um 3,6 Prozent. Am Donnerstag gingen die wichtigsten deutschen Aktienmärkte nach negativ aufgenommenen Aussagen der EZB zur Konjunkturentwicklung in Europa mit Abschlägen aus dem Handel. Der DAX verlor 1,33 Prozent auf 5.914,84 Punkte. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute Deutschlands gehen in ihrem Herbstgutachten 2011 davon aus, dass sich die deutsche Wirtschaft im nächsten Jahr deutlich abkühlen wird. Inzwischen rechnen sie für das kommende Jahr mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um lediglich 0,8 Prozent. Für das laufende Jahr gehen die Ökonomen von einem Wachstum von 2,9 Prozent aus. Dagegen war im Frühjahrsgutachten noch von einem Wachstum der Wirtschaftsleistung um 2,8 Prozent in 2011 bzw. 2,0 Prozent in 2012 die Rede. Die Inflation in Deutschland hat sich unterdessen im September 2011 nach endgültigen Angaben des Statistischen Bundesamtes mit höherem Tempo fortgesetzt. So belief sich die Inflationsrate auf 2,6 Prozent, nach einer Jahresteuerungsrate von 2,4 Prozent im August 2011 und 1,3 Prozent im September 2010. Ohne Berücksichtigung der Energie hätte die Inflationsrate im September 2011 bei 1,5 Prozent gelegen. Die Nutzfahrzeugsparte von Volkswagen konnte in den ersten neun Monaten einen deutlichen Absatzanstieg vorweisen. So wurden in diesem Zeitraum weltweit insgesamt 390.000 leichte Nutzfahrzeuge ausgeliefert. Dies entspricht einem Anstieg von 25,5 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert. Die Aktie fuhr um 0,2 Prozent vor. Im MDAX verschlechterten sich die Papiere von Südzucker nach endgültigen Halbjahreszahlen um 1,7 Prozent. Der Umsatz des Zuckerproduzenten erhöhte sich in den sechs Monaten zum 31. August 2011 gegenüber Vorjahr um 8,8 Prozent auf 3,34 Mrd. Euro. Das operative Konzernergebnis nahm gleichzeitig um 23,3 Prozent auf 347 Mio. Euro zu. Das Ergebnis nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter belief sich auf 145 Mio. Euro, nach zuvor 123 Mio. Euro. Für das gesamte Geschäftsjahr 2011/12 rechnet Südzucker weiterhin mit einem Anstieg des Konzernumsatzes auf rund 6,5 (Vorjahr: 6,2) Mrd. Euro und einem operativen Konzernergebnis von mehr als 600 (Vorjahr: 519) Mio. Euro. Fraport wartete derweil im September mit einem deutlichen Passagierplus auf. So wurden am Heimatflughafen Frankfurt 5.303.672 Passagiere abgefertigt, was einem Plus von 4,2 Prozent entspricht. Beim Frachtumschlag wurden im September 176.222 Tonnen Luftfracht gezählt, was einem Minus von 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gleichkommt. Auf Konzernebene stieg die Passagierzahl im Vorjahresvergleich um 7,7 Prozent auf 10.101.972. Die Aktie des Flughafenbetreibers gewann um 0,2 Prozent an Wert. Am Freitag ging es an den deutschen Aktienmärkten weiter nach oben. Im Fokus standen dabei die Aktien von SAP und Infineon. SAP (+2,1 Prozent) konnte im dritten Quartal mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisplus aufwarten. Im Anschluss wurde die Jahresprognose bestätigt. So stiegen die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse (IFRS) um 16 Prozent auf 2,69 Mrd. Euro. Außerdem verbesserten sich die Software- und softwarebezogene Serviceerlöse (Non-IFRS) im dritten Quartal um 14 Prozent auf 2,69 Mrd. Euro, wobei man ohne die Berücksichtigung von Wechselkursen ein Umsatzplus von 18 Prozent ausweisen konnte. Der Gesamtumsatz (IFRS) stieg um 14 Prozent auf 3,41 Mrd. Euro. Der Gesamtumsatz (Non-IFRS) erhöhte sich um 12 Prozent auf 3,41 Mrd. Euro. Ohne Berücksichtigung der Wechselkurse entspricht dies einem Anstieg um 15 Prozent. Das Betriebsergebnis (IFRS) legte um 145 Prozent auf 1,76 Mrd. Euro zu. Das Betriebsergebnis (Non-IFRS) stieg um 23 Prozent auf 1,13 Mrd. Euro. Die operative Marge (IFRS) erhöhte sich um 27,7 Prozentpunkte auf 51,5 Prozent (2010: 23,8 Prozent). Die operative Marge (Non-IFRS) stieg um 2,9 Prozentpunkte auf 33,0 Prozent (2010: 30,1 Prozent). Infineon Technologies (-4,1 Prozent) hat nach vorläufigen Eckdaten im vierten Quartal mit knapp 1,04 Mrd. Euro einen Umsatz ungefähr auf dem Niveau des Vorquartals erreicht. Das Segmentergebnis betrug 195 Mio. Euro, nach 212 Mio. Euro im dritten Quartal des Geschäftsjahrs 2011. Für das erste Quartal des Geschäftsjahrs 2012 erwartet Infineon in Summe einen Umsatzrückgang um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentsatz gegenüber dem vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2011 mit einer Segmentergebnismarge in Höhe eines mittleren Zehnerprozentsatzes vom Umsatz. Außerdem wurde die Bildung weiterer Rückstellungen im Zusammenhang mit der Insolvenz des Tochterunternehmens Qimonda AG angekündigt.
In Europa waren zu Beginn der neuen Handelswoche deutliche Aufschläge auszumachen. Die Hoffnung auf ein Gesamtpaket zur Lösung der europäischen Schuldenkrise sorgt für regelrechte Kaufpanik unter den Anlegern. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 2,27 Prozent auf 2.320,80 Punkte. Die italienische Industrieproduktion hat sich im August 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Istat überraschend erhöht. Binnen Jahresfrist stieg der Industrie-Output der viertgrößten europäischen Volkswirtschaft kalenderbereinigt um 4,7 Prozent. Volkswirte hatten hingegen mit einem Rückgang um 2,7 Prozent gerechnet. Im Vormonatsvergleich erhöhte sich die Industrieproduktion saisonbereinigt um 4,3 Prozent, während Volkswirte ein Plus um 0,1 Prozent erwartet hatten. In Österreich brachen die Aktien der Erste Group Bank um 9,2 Prozent ein, nachdem sie zeitweise um knapp 17 Prozent abgerutscht waren. Die Bank geht vor dem Hintergrund von Einmalaufwendungen in Zusammenhang mit der Schuldenkrise in Europa und hohen Einmalbelastungen in Ungarn und Rumänien von einem dreistelligen Millionenverlust im laufenden Fiskaljahr aus. Außerdem wird man auf eine Dividendenzahlung verzichten. Daneben flogen Air France-KLM um 3,6 Prozent vor. Die Fluggesellschaft konnte ihre Passagierzahlen im September steigern. So wurden im vergangenen Monat insgesamt 6,86 Millionen Fluggäste befördert, was gegenüber dem Vorjahreswert einem Plus von 8,4 Prozent entspricht. Der Sitzladefaktor verbesserte sich auf 85,2 Prozent, nach 83,8 Prozent im Vorjahreszeitraum. In Belgien hatte sich die im Zuge der europäischen Schuldenkrise ins Schlingern geratene belgische Dexia mit seinen staatlichen Großaktionären nach langen Verhandlungen auf ein umfangreiches Rettungskonzept geeinigt. So wird der Belgische Staat demnach 100 Prozent der Anteile der belgischen Dexia-Tochter Dexia Bank Belgium für 4 Mrd. Euro übernehmen. Wie aus der Mitteilung des belgischen Finanzkonzerns weiter hervorging, stellen die Belgien, Frankreich und Luxemburg außerdem in den kommenden zehn Jahren Finanzierungsgarantien in Höhe von bis zu 90 Mrd. Euro bereit. Diese sollen zu 60,5 Prozent von Belgien und zu 36,5 Prozent von Frankreich getragen werden. Die übrigen 3 Prozent werden von Luxemburg zur Verfügung gestellt. Am Dienstag hielten sich die Investoren auch in Europa im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Abstimmung des slowakischen Parlaments über die Ausweitung des Euro-Rettungsschirms mit Neuengagements zurück. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 0,21 Prozent auf 2.315,97 Punkte. Die Experten der EU-Kommission, des IWF und der Europäischen Zentralbank (EZB) sind am Dienstsg im Rahmen ihrer fünften Überprüfung der Haushaltslage in Griechenland zu einem positiven Votum bezüglich der Situation des hoch verschuldeten Euro-Mitglieds gekommen und befürworten eine Auszahlung der nächsten Kredittranche an Griechenland. Die Euro-Gruppe und der IWF müssen den Ergebnissen der Prüfung noch zustimmen. Dann kann die dringend benötigte Kredittranche in Höhe von 8 Mrd. Euro an Griechenland voraussichtlich Anfang November ausbezahlt werden. Die Industrieproduktion in Großbritannien ist im August 2011 nach Angaben von National Statistics erneut zurückgegangen. So verringerte sich der Produktionsausstoß der Industrie (Verarbeitendes Gewerbe und Versorger) binnen Jahresfrist um 1,0 Prozent. Volkswirte waren im Vorfeld von einem Rückgang von 1,1 Prozent ausgegangen. Das Verarbeitende Gewerbe verzeichnete jedoch eine Produktionssteigerung um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Volkswirte hatten hier ein Plus von 1,6 Prozent erwartet. Der Minenkonzern Eurasian Natural Resources (ENRC) gab bekannt, dass seine Directors einstimmig entschieden haben, von der Call-Option zum Erwerb der ausstehenden Anteile des Kohleproduzenten Shubarkol Gebrauch zu machen. So will ENRC bis zu 2.638.103 Shubarkol-Anteile von der Eurasian Industrial Company JSC (EIC) erwerben. Der Kaufpreis beläuft sich dabei auf insgesamt bis zu 600 Mio. US-Dollar, wobei zusätzlich Verbindlichkeiten in Höhe von rund 50 Mio. US-Dollar übernommen werden. Shubarkol ist einer der größten Kohleproduzenten Kasachstans. Die Anteilsscheine gaben um 2,3 Prozent nach. Givaudan rückten daneben um 2,6 Prozent vor. Der Duft- und Aromenhersteller musste im dritten Quartal einen klaren Umsatzrückgang hinnehmen. Allerdings wurden die mittelfristigen Ziele bestätigt. So fiel der Umsatz um 10,9 Prozent auf 966 Mio. Schweizer Franken (CHF). In Lokalwährungen konnte man aber einen Umsatzanstieg von 5,4 Prozent ausweisen. In den ersten neun Monaten 2011 belief sich der Konzernumsatz auf 2,97 Mrd. CHF, was einem Rückgang um 9,5 Prozent zur Vorjahresperiode entspricht. In Lokalwährungen wurde wiederum ein Plus von 4,7 Prozent verzeichnet. Wie der Konzern weiter ausführte, peilt er mittelfristig weiterhin ein jährliches organisches Wachstum von 4,5 bis 5,5 Prozent an, wobei ein Marktwachstum von 2 bis 3 Prozent unterstellt wird. Am Mittwoch ging es an den europäischen Aktienmärkten weiter nach oben. Zur positiven Stimmung trug die sich abzeichnende Einigung im slowakischen Parlament über die Erweiterung des Euro-Rettungsschirms bei. Zudem stützte die freundliche Eröffnung an der Wall Street. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 2,43 Prozent auf 2.372,15 Punkte. Die Industrieproduktion in der Eurozone hat sich im August 2011 gegenüber dem Vormonat erhöht. Dies gab die EU-Statistikbehörde Eurostat heute bekannt. Auf Monatssicht kletterte die saisonbereinigte Ausbringung in der Eurozone (EZ17) um 1,2 Prozent, während sie im Juli um 1,1 Prozent gestiegen war. Im Vorjahresvergleich zog die arbeitstäglich bereinigte Fertigungsmenge in der Eurozone um 5,3 Prozent an, nach einem Plus von 4,4 Prozent im Vormonat. Das slowakische Parlament hat am späten Dienstagabend die Aufstockung des europäischen Rettungsschirms EFSF mehrheitlich abgelehnt. Die Slowakei war das letzte Euro-Mitglied, welches dem EFSF hätte zustimmen müssen. Mit der Ablehnung des EFSF ist die derzeitige Regierung unter der Führung von Premierministerin Iveta Radicova am Ende. Radicova hatte die Abstimmung mit einer Vertrauensfrage verknüpft. Allerdings zeichnet sich inzwischen eine Einigung unter den Fraktionen ab, so dass bei einer erneuten Abstimmung über den EFSF mit einem positiven Votum zu rechnen ist. Die Arbeitsmarktsituation in Großbritannien hat sich im September 2011 nach Angaben von National Statistics verschlechtert. Binnen Monatsfrist kletterte die Zahl der Antragsteller auf Arbeitslosenhilfe um 17.500 auf 1,60 Millionen. Volkswirte hatten hier im Vorfeld sogar eine Zunahme um 24.000 erwartet. Burberry Group konnte seinen Umsatz im zweiten Quartal um 29 Prozent steigern und profitierte dabei von neuen Filialen und einer starken Nachfrage in China. So belief sich der Umsatz in den drei Monaten zum 30. September 2011 auf 463 Mio. Britische Pfund (GBP), im Vergleich zu 359 Mio. GBP im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten im Vorfeld Erlöse von 448 Mio. GBP erwartet. Für das erste Halbjahr wurde ein Umsatz von 830 Mio. GBP ausgewiesen, gegenüber 641 Mio. GBP in den entsprechenden sechs Monaten des Vorjahres. Die Papiere des Luxusartikelherstellers verteuerten sich um 3,5 Prozent. Daneben ging es für BAE Systems um 0,3 Prozent nach oben, nachdem der Rüstungskonzern mitteilte, dass er für das laufende Fiskaljahr von einem Ergebnis im Rahmen der Erwartungen ausgeht. Die Aktien des Chip-Ausrüsters ASML Holding rückten um 6,3 Prozent vor. Der weltgrößte Hersteller von Lithographiesystemen hat im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnsprung erzielt und die Erwartungen geschlagen. Dabei profitierte man von einem starken Geschäftsmodell und einer soliden Nachfrage. Der Jahresumsatzausblick wurde bestätigt. Am Donnerstag herrschten auch in Europa deutlich rote Vorzeichen vor. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor am Ende 1,67 Prozent auf 2.332,52 Punkte. Die Europäische Zentralbank (EZB) geht für die zweite Hälfte des laufenden Jahres angesichts der unsicheren Gesamtsituation an den internationalen Finanzmärkten weiterhin von Beeinträchtigungen des Wirtschaftswachstums in der Euro-Zone aus. Gleichzeitig sprach sich die Europäische Zentralbank in ihrem aktuellen Monatsbericht weiterhin gegen eine Beteiligung des privaten Sektors bei der Bewältigung der Schuldenkrise im Euro-Raum aus. Zudem hat das slowakische Parlament am Nachmittag doch noch der Aufstockung des europäischen Rettungsschirms EFSF zugestimmt. Am Dienstagabend war in einer ersten Abstimmung der EFSF noch abgelehnt worden. Die Slowakei war das letzte der 17 Euro-Mitglieder, welches dem EFSF zustimmen musste. In Frankreich brachen Carrefour um 5,9 Prozent ein, nachdem der Handelskonzern die Umsatzzahlen für das dritte Quartal veröffentlichte. So lag der konsolidierte Gesamtumsatz (inklusive Benzinverkäufen) mit 22,80 Mrd. Euro auf Basis konstanter Wechselkurse um 1,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Ohne die Berücksichtigung von Benzinverkäufen wurde auf vergleichbarer Basis und bereinigt um Kalender-Effekte ein Minus von 0,6 Prozent ausgewiesen. Nach Einschätzung von CEO Lars Olofsson spiegelt die Umsatzentwicklung im dritten Quartal das nach wie vor herausfordernde Umfeld im Einzelhandel wider, das durch das eingetrübte konjunkturelle Gesamtumfeld beeinträchtigt wird. Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen wurde im Anschluss die Prognose für das Gesamtjahr nach unten revidiert. So erwartet Carrefour beim operativen Gewinn nunmehr einen Rückgang zwischen 15 und 20 Prozent für das laufende Fiskaljahr. Zuvor hatte der Einzelhandelskonzern hier ein Minus von etwa 15 Prozent in Aussicht gestellt. Daneben rauschten Alcatel-Lucent um 5,3 Prozent nach oben. Der Netzwerkausrüster will sich einem Medienbericht zufolge von einer Konzernsparte trennen. Wie es unter Berufung auf informierte Kreise heißt, werde der Netzwerkausrüster seine Call Center-Servicesparte voraussichtlich an den Finanzinvestor Permira veräußern. Den Angaben zufolge werde der Verkauf voraussichtlich rund 1,5 Mrd. Euro in die Kassen von Alcatel-Lucent spülen. Das britische Handelsbilanzdefizit hat sich im August 2011 nach Angaben von National Statistics verringert. So reduzierte sich das Defizit auf 7,8 Mrd. Britische Pfund (GBP), nachdem für Juli ein Passivsaldo von 8,2 Mrd. GBP gemeldet worden war. Volkswirte waren im Vorfeld von einem Defizit von 8,8 Mrd. GBP ausgegangen. Hierbei kletterten die Exporte binnen Monatsfrist um 1,3 Prozent, während die Importe um 0,3 Prozent zunahmen. Rio Tinto konnte im dritten Quartal einen Anstieg der Eisenerzproduktion auf einen neuen Rekordwert verzeichnen. Zudem wurde die Jahresprognose bestätigt. Der Titel gab um 2,3 Prozent nach. Roche verschlechterten sich um 4,5 Prozent. Der Pharmakonzern musste in den ersten neun Monaten einen deutlichen Umsatzrückgang ausweisen. So lag der Umsatz in den ersten drei Quartalen mit 31,49 Mrd. Schweizer Franken (CHF) um 13 Prozent unter dem Vorjahreswert von 36,13 Mrd. CHF. Bereinigt um Wechselkurseffekte wurde im Berichtszeitraum ein im Vergleich zum Vorjahreswert unveränderter Umsatz ausgewiesen. Im Anschluss wurde die Gewinnprognose für das laufende Fiskaljahr bestätigt. Am Freitag waren auch an den wichtigsten europäischen Märkten grüne Vorzeichen auszumachen. Die Handelsbilanz der Eurozone hat im August 2011 mit einem größeren Defizit geschlossen. Dies teilte das Europäische Statistikamt Eurostat im Rahmen seiner ersten Schätzung mit. So belief sich das Defizit der gesamten Union (EU27) auf 17,8 Mrd. Euro, nach Negativsalden von 9,0 Mrd. Euro im Vormonat und 19,2 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Die Exporte nahmen binnen Monatsfrist um 2,9 Prozent zu, während die Importe um 3,2 Prozent anzogen. Die europäischen Verbraucherpreise haben sich indes im September mit beschleunigtem Tempo erhöht. So erhöhte sich die jährliche Inflationsrate der Eurozone auf 3,0 Prozent, nach 2,5 Prozent im August 2011 und 1,9 Prozent im September 2010. Die Monatsteuerungsrate betrug im Berichtsmonat 0,8 Prozent. Die Ratingagentur Standard & Poor´s hat das Kreditrating für Spanien gesenkt. So wurde die Bonitätsnote für das Euro-Mitglied um eine Stufe von "AA" auf "AA-" mit negativem Ausblick herabgestuft. Zur Begründung wurde von der Ratingagentur vor allem auf die schwierige Wirtschaftssituation des Landes verwiesen. Syngenta (+1,3 Prozent) hat den Umsatz im dritten Quartal 2011 bei konstanten Wechselkursen um 16 Prozent auf 2,66 Mrd. US-Dollar erhöht. Die Absatzmengen legten um 13 Prozent zu und der Preisanstieg betrug 3 Prozent. In den ersten neun Monaten des Jahres erhöhte sich der Umsatz bei konstanten Wechselkursen um 13 Prozent (effektiv +16 Prozent) auf 10,37 Mrd. US-Dollar. Unterdessen vermeldete Unilever (+2,5 Prozent) einen Zukauf. So übernimmt der Konsumgüterkonzern den russischen Kosmetikkonzern Concern Kalina zu 82 Prozent. Im Rahmen der Transaktion zahlt Unilever 390 Mio. Euro für die Anteile an dem russischen Konzern. Kalina mit Sitz in Ekaterinburg ist ein Spezialist im Bereich Personal Care und verfügt über führende Positionen in den Segmenten Haut- und Haarpflege. Unilever legen um 3,2 Prozent zu.
In Asien erwischten die wichtigsten Börsen am Montag mehrheitlich einen positiven Start in die neue Handelswoche. Allerdings wurde in Japan feiertagsbedingt nicht gehandelt. Unterdessen konnte sich in Hongkong der Hang Seng nach einem starken Schlussspurt um 0,02 Prozent auf 17.711,06 Stellen verbessern. Sinopec gaben um 4,4 Prozent nach. Der Öl- und Raffineriekonzern vermeldete, dass die Tochtergesellschaft Sinopec International Petroleum Exploration and Production Corp. (SIPC) eine Vereinbarung zum Kauf des kanadischen Öl- und Gasexplorers Daylight Energy für 2,2 Mrd. Kanadische Dollar (CAD) in bar unterzeichnet hat. Damit zahlt SIPC 10,08 CAD je Aktie in bar. Mit dem Zukauf will das Unternehmen im Zuge seines Vormarsches auf den internationalen Märkten sein Portfolio in Kanada erweitern. Am Dienstag ging es nach sehr guten Vorgaben von der Wall Street auch an den wichtigsten asiatischen Märkten nach oben. Der Leitindex Nikkei stieg um 1,95 Prozent auf 8.773,68 Stellen. Der japanische Leistungsbilanzüberschuss hat sich im August 2011 nach Angaben des Finanzministeriums verringert. So sank der Aktivsaldo auf 407,5 Mrd. Japanische Yen (JPY), nach 990,2 Mrd. JPY im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeutet dies einen Rückgang um 64,3 Prozent. Ferner lag das Handelsbilanzdefizit bei 694,7 Mrd. JPY, gegenüber einem Handelsbilanzüberschuss von 123,3 Mrd. JPY im Vormonat. Indes hat die Bank of Japan (BoJ) ihre Lagebeurteilung in ihrem jüngsten Monatsbericht verbessert. So sehen die Währungshüter Hinweise darauf, dass die Konjunktur Japans anzieht, und erwarten daher eine Rückkehr zu einem moderaten Erholungskurs. Indes dürfte das Wachstum in den Volkswirtschaften in Übersee beständig bleiben, angeführt von den Emerging Markets. Jedoch könnte sich dieses Wachstum vorübergehend verlangsamen. Für die kommenden Monate geht die Notenbank von einem leichten Anziehen der Exporte aus, während sich die private Nachfrage stabil entwickeln dürfte. Bei der Produktion wird mit einem moderaten Wachstum gerechnet. Toyota fuhren um 1,6 Prozent vor. Der Automobilkonzern konnte einem Pressebericht zufolge seinen Fahrzeugabsatz in China im September steigern. So erhöhte sich der Fahrzeugabsatz der Gesellschaft in China im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 10,5 Prozent auf rund 86.400 Einheiten. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres konnte Toyota damit seinen Absatz in China um 5,2 Prozent auf etwa 612.000 Einheiten steigern. Am Mittwoch legten die meisten asiatischen Börsen weiter zu. In Japan notierten die Börsen allerdings im Minus. Dabei belastete der Umstand, dass sich das slowakische Parlament vorerst gegen die Ausweitung des Euro-Rettungsschirms ausgesprochen hat. Zudem sorgte der Quartalsausweis von Alcoa für eine Enttäuschung. Der Leitindex Nikkei gab am Ende um 0,40 Prozent auf 8.738,90 Stellen nach. Fast Retailing verschlechterten sich um 2,7 Prozent. Der größte Anbieter von Casual Wear in Japan musste im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinnrückgang ausweisen. Zurückzuführen war dies insbesondere auf ungünstige Wetterverhältnisse und Engpässe bei beliebten Produkten. So sank der Nettogewinn um 12 Prozent von 61,68 Mrd. Japanischen Yen (JPY) im Vorjahreszeitraum auf jetzt 54,35 Mrd. JPY. Die Umsätze erhöhten sich gleichzeitig um 0,7 Prozent auf 820,35 Mrd. JPY. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen mit einem Anstieg des Nettogewinns um 31 Prozent auf 71 Mrd. JPY. Der Umsatz soll um 18 Prozent auf 965 Mrd. JPY wachsen. In Indien rauschten Infosys Technologies um 6,8 Prozent nach oben. Der Softwarekonzern verzeichnete im zweiten Fiskalquartal 2011/12 einen Gewinnanstieg. Außerdem konnte auch der Umsatz deutlich gesteigert werden. So lag der Umsatz mit 80,99 Mrd. Indischen Rupien (INR) über dem Vorjahreswert von 69,47 Mrd. INR. Beim Nettogewinn wurde ein Anstieg auf 19,06 Mrd. INR bzw. 33,36 INR je Anteilsschein verzeichnet, nach einem Nettogewinn von 17,37 Mrd. INR im Vorjahreszeitraum. Damit wurden sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn die Analystenerwartungen übertroffen. Am Donnerstag gingen die meisten asiatischen Börsen nach positiven Vorgaben von der Wall Street mit Zugewinnen aus dem Handel. In Hongkong rauschten Esprit Holdings um 15,7 Prozent nach oben. Hintergrund war eine Mitteilung des Board of Directors, in der die Richtigkeit der im letzten Geschäftsbericht von Esprit veröffentlichten Angaben zu den Einzelhandelsaktivitäten des Modekonzerns in China bestätigt wurde. Am Vortag hatte es einem Pressebericht zufolge geheißen, dass der Einzelhandelskonzern die Zahl seiner Niederlassungen im Reich der Mitte in seinem zuletzt veröffentlichten Geschäftsbericht falsch angegeben habe und Esprit in Wirklichkeit über deutlich weniger Filialen in China verfüge als angegeben. In Japan verbesserte sich der Leitindex Nikkei um 0,97 Prozent auf 8.823,25 Zähler. KDDI verschlechterten sich gegen den insgesamt positiven Trend um 0,3 Prozent. Der Mobilfunkbetreiber hat einem Pressebericht zufolge eine Akquisition angekündigt. Wie es heißt, wird man das südkoreanische Startup CDNetworks Co. mehrheitlich erwerben, um so die Vertriebsdienstleistungen im Onlinebereich zu stärken. KDDI wird in diesem Zusammenhang im laufenden Monat für ungefähr 12,8 Mrd. Japanische Yen (JPY) etwa 85,5 Prozent der ausstehenden Aktien erwerben. Am Freitag verabschiedeten sich die wichtigsten asiatischen Indizes dann mehrheitlich mit negativen Vorzeichen ins Wochenende. Der japanische Leitindex Nikkei gab um 0,85 Prozent auf 8.747,96 Zähler nach. Suzuki Motor hat schwere Vorwürfe gegen seinen deutschen Großaktionär Volkswagen erhoben. So wirft Suzuki dem Wolfsburger Konzern vor, in Zusammenhang mit dem im Dezember 2009 vereinbarten Kooperationsvereinbarung zwischen beiden Automobilherstellern vertragsbrüchig geworden zu sein. In einer Mitteilung legte Suzuki dem deutschen Autobauer zahlreiche Vertragsbrüche zur Last. CEO Osamu Suzuki erklärte im Rahmen der Pressemitteilung, Suzuki habe die Kooperationsvereinbarung inklusive der Überkreuzbeteiligung mit VW abgeschlossen, um Zugang zu den Kerntechnologien von VW zu erhalten. Dies sei bislang nicht geschehen. Der Manager zeigte sich über diese Entwicklung enttäuscht und erklärte, falls dies so bleibe, müsse die Beteiligung von VW an Suzuki rückgängig gemacht werden. Zugleich zeigte sich der Manager weiterhin optimistisch, was die Zukunftsaussichten von Suzuki Motors angeht. Die Aktie von Suzuki verschlechterte sich um 0,2 Prozent. Daneben gaben Honda um 2,3 Prozent nach. Der Automobilhersteller wird einem Pressebericht zufolge seine Arbeiten in einem thailändischen Automobilwerk länger unterbrechen. Wie es unter Berufung auf das Unternehmen heißt, wird man die Arbeiten in einem thailändischen Werk bis nächste Woche Freitag ruhen lassen. Ursächlich hierfür ist den Angaben zufolge, dass Hochwasser weiterhin die Arbeiten in der Fabrik verhindert. Ferner hat sich die Gesellschaft auch dazu entschlossen, die Motorradproduktion in dem Land am kommenden Montag zu stoppen. Ursächlich hierfür sind Probleme mit der Teilelieferung, die ebenfalls auf das Hochwasser zurückzuführen sind.
Die Hoffnungen auf eine Lösung der europäischen Schuldenkrise sorgten am Montag auch unter den amerikanischen Anlegern für Kauflaune. Zudem ließen auch die Sorgen um die weitere wirtschaftliche Entwicklung in den USA nach. Der Dow Jones verbesserte sich um 2,97 Prozent auf 11.433 Punkte. Insgesamt war die Nachrichtenlage am heutigen Feiertag "Columbus Day", an dem an den Anleihemärkten nicht gehandelt wurde, ruhig. Im Blickpunkt stand die Aktie von Apple, die um 5,1 Prozent zulegen konnte. Der Technologiekonzern hat mit dem neuen iPhone 4S, das am vergangenen Dienstag vorgestellt wurde, einen neuen Verkaufsrekord verzeichnet. So gingen in den ersten 24 Stunden nach dem Verkaufsstart bereits mehr als eine Million Vorbestellungen für das neue iPhone-Modell ein. Damit wurden so viele Bestellungen verzeichnet wie nie zuvor bei einem Apple-Gerät. Beim iPhone 4, das im vergangenen Jahr auf den Markt gekommen war, waren in den ersten 24 Stunden nur gut 600.000 Bestellungen eingegangen. Die Aktien von Regis legten daneben um 0,2 Prozent zu. Der weltweit größte Betreiber von Friseursalons, meldete einen Umsatzrückgang im ersten Quartal. So ist der Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozent auf 568,6 Mio. US-Dollar gesunken. Dabei sind die so genannten Same-Stores Sales um 3,1 Prozent zurückgegangen. Analysten waren im Vorfeld von Erlösen in Höhe von 567,4 Mio. US-Dollar ausgegangen. Am Dienstag tendierten die wichtigsten US-Indizes uneinheitlich. Der Dow Jones verschlechterte sich dabei um 0,15 Prozent auf 11.416,30 Punkte. Für die Aktie des Autovermieters Dollar Thrifty Automotive Group ging es um 2,2 Prozent nach unten. Das Unternehmen hat das Übernahmeangebot des US-Rivalen Hertz Global Holdings ausgeschlagen und will weiter eigenständig bleiben. Hertz Global Holdings verbesserten sich daraufhin um 1,4 Prozent. IBM hatte derweil einen weiteren Zukauf angekündigt. So wurde eine Vereinbarung zur Übernahme der nicht börsennotierten kanadischen Platform Computing geschlossen. Bei dem Unternehmen mit Sitz im kanadischen Toronto handelt es sich um einen Anbieter im Bereich Management-Software. Derzeit verfügt Platform Computing über weltweit 2.000 Unternehmenskunden. Die Übernahme soll im vierten Quartal abgeschlossen werden. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben. Für den Titel ging es um 0,9 Prozent nach unten. Nachbörslich eröffnete am Dienstag dann noch Alcoa die neue US-Berichtssaison, und sorgte dabei für eine Enttäuschung, so dass das Papier nachbörslich deutlich unter Druck geriet. So belief sich der Nettogewinn im dritten Quartal auf 172 Mio. US-Dollar bzw. 15 Cents je Aktie, nach 61 Mio. US-Dollar bzw. 6 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Berichtsquartal von 5,29 Mrd. US-Dollar im Vorjahr auf nun 6,42 Mrd. US-Dollar. Analysten hatten im Vorfeld einen Gewinn von 22 Cents je Aktie und Erlöse von 6,24 Mrd. US-Dollar erwartet. Wie Alcoa weiter bekanntgab, erwartet man für das laufende Jahr weiterhin ein Wachstum der weltweiten Aluminiumnachfrage um 12 Prozent. Am Mittwoch legten die Indizes an der Wall Street, gestützt auf die Hoffnung auf eine baldige Lösung der europäischen Schuldenkrise weiter zu. Der Dow Jones verbesserte sich um 0,90 Prozent auf 11.518,85 Punkte. Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte für die Woche zum 7. Oktober 2011 einen saisonbereinigten Zuwachs bei der Zahl der Hypothekenanträge. So erhöhte sich der entsprechende Index um 1,3 Prozent. In der Vorwoche war ein Minus von 4,3 Prozent gemeldet worden. Am Abend hatte die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) dann das Sitzungsprotokoll der letzten Zusammenkunft des Offenmarktausschusses (FOMC) am 20. und 21. September 2011 veröffentlicht. Wie aus den Protokollen, den sogenannten Fed Minutes, hervorgeht, sprachen sich diverse Mitglieder des Offenmarktausschusses angesichts der Unsicherheit über das künftige Wachstum der US-Wirtschaft dafür aus, zusätzliche Anleihekäufe in Erwägung zu ziehen. General Motors fuhren um 4,0 Prozent vor. Der US-Automobilhersteller plant die Produktion eines reinrassigen Elektroautos. Demnach soll die Produktpalette ab 2013 um ein reines Elektroauto erweitert werden. Hewlett-Packard zieht einem Medienbericht zufolge eine strategische Kehrtwende in Betracht. Wie es unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen heißt, will die neue Konzernchefin Meg Whitman die von ihrem Vorgänger Leo Apotheker angekündigte Abtrennung der PC-Sparte des Konzerns möglicherweise rückgängig machen. Für den Titel ging es um 0,2 Prozent nach unten. Im Höhenrausch befand sich indes mit einem Zugewinn von 34,1 Prozent Liz Claiborne. Die Bekleidungskette verlautbarte, dass sie ihre Marken Liz Claiborne, Monet und Kensie verkaufen wird. Zudem wurde der Verkauf der Marke Dana Buchman abgeschlossen. Durch die Transaktionen werden Verkaufserlöse in Höhe von 328 Mio. US-Dollar generiert. Sämtliche Transaktionen werden voraussichtlich noch im Laufe des vierten Quartals 2011 abgeschlossen. Danach sollten sich die Nettoverbindlichkeiten von Liz Claiborne den Angaben zufolge zum Jahresende auf 270 bis 290 Mio. US-Dollar belaufen. Schließlich hat der Konzern seine Prognosen für das bereinigte EBITDA in 2011 und 2012 angepasst. So erwartet man nun für 2011 einen Wert von 80 bis 90 Mio. US-Dollar (zuvor: 100 bis 120 Mio. US-Dollar) und für 2012 einen von 130 bis 150 Mio. US-Dollar (zuvor: 180 bis 220 Mio. US-Dollar). Am Donnerstag tendierten die wichtigsten US-Indizes uneinheitlich. Der Dow Jones verschlechterte sich um 0,35 Prozent auf 11.478,13 Stellen. Das US-Handelsbilanzdefizit blieb nach Angaben des US-Handelsministeriums im August 2011 stabil. So verharrte das Handelsbilanzdefizit bei 45,6 Mrd. US-Dollar, während Volkswirte zuvor ein Defizit von 46,1 Mrd. US-Dollar prognostiziert hatten. Im Juli wurde ebenfalls ein Passivsaldo von revidiert 45,6 (vorläufig: 44,8) Mrd. US-Dollar verbucht. Hierbei beliefen sich die Exporte auf 177,6 Mrd. US-Dollar. Die Importe stellten sich auf 223,2 Mrd. US-Dollar. Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich derweil in der Woche zum 8. Oktober 2011 nach Angaben des US-Arbeitsministeriums leicht verbessert. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 1.000 auf 404.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 406.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 401.000 auf 405.000 nach oben korrigiert. Im Mittelpunkt des Interesses der Investoren stand der Drittquartalsausweis von JPMorgan Chase, die als erste US-Großbank ihre Bücher zum abgelaufenen Quartal öffnete. Der Umsatz lag im Berichtszeitraum mit 24,37 Mrd. US-Dollar in etwa auf dem Niveau des Vorjahresquartals von 24,34 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn betrug indes 4,26 Mrd. US-Dollar bzw. 1,02 US-Dollar je Aktie, nach 4,42 Mrd. US-Dollar Vorjahreszeitraum. Im Berichtszeitraum hatte der Finanzkonzern zahlreiche negative Einmaleffekte zu verzeichnen gehabt, darunter einen Vorsteuerverlust von 542 Mio. US-Dollar im Private Equity-Segment, ein Minus von 1,00 Mrd. US-Dollar vor Steuern in Zusammenhang mit einem Gerichtsvergleich sowie einen negativen Bewertungseffekt in Höhe von 691 Mio. US-Dollar vor Steuern aus Wertberichtigungen bei Kreditderivaten. Dem stand ein positiver Steuereffekt von 1,9 Mrd. US-Dollar (vor Steuern) gegenüber. Analysten hatten zuvor einen Umsatz von 23,53 Mrd. US-Dollar sowie einen Gewinn von 93 Cents je Aktie erwartet. Der Titel gab um 4,9 Prozent nach. Safeway verloren derweil 0,2 Prozent. Der drittgrößte Lebensmittelhändler in den USA konnte im dritten Quartal Umsatz und Gewinn steigern. Die Erwartungen der Analysten wurden übertroffen. Dabei profitierte der Konzern von einem soliden Umsatzwachstum und Kostensenkungen. Der Ausblick wurde indes bestätigt. Nachbörslich sorgte dann noch Google mit seinen Zahlen für das dritte Quartal 2011 für eine positive Überraschung. Dabei konnte der Internet-Konzern Umsatz und Gewinn überraschend deutlich steigern. CEO Larry Page bezeichnete die vergangenen drei Monate als großartiges Quartal. Der Social Media-Dienst Google+ überstieg dabei die Marke von 40 Millionen Nutzern, obwohl der Dienst erst kurzzeitig für jedermann geöffnet ist. Das Nettoergebnis belief sich auf 2,73 Mrd. US-Dollar bzw. 8,33 US-Dollar je Aktie, nach 2,2 Mrd. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Das um Einmaleffekte bereinigte EPS belief sich auf 9,72 US-Dollar. Die Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von 8,74 US-Dollar erwartet. Am Freitag standen dann in den USA vor allem Konjunkturdaten im Blickfeld der Anleger. Der Einzelhandelsumsatz in den USA ist im September 2011 nach Angaben des US-Handelsministeriums angestiegen. Auf Monatssicht erhöhten sich die Umsatzerlöse um 1,1 Prozent, während sie im August revidiert um 0,3 Prozent gestiegen waren. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Anstieg um 0,6 Prozent prognostiziert. Unterdessen haben sich die US-Importpreise im September nach Angaben des US-Arbeitsministeriums erhöht. So verzeichneten die Einfuhrpreise einen Anstieg um 0,3 Prozent, gegenüber einem Minus von revidiert 0,2 Prozent im August. Die Ausfuhrpreise stiegen um 0,4 Prozent, nach einem Anstieg um 0,5 Prozent im August. Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Oktober 2011 gegenüber dem Vormonat verschlechtert. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der Universität Michigan vom Freitag. So fiel der Gesamtindex auf 57,5, Punkte, nachdem im Vormonat ein Stand von 59,4 Punkten ausgewiesen worden war. Volkswirte waren von einem Wert von 60,0 Punkten ausgegangen. Schließlich wiesen die Lagerbestände in den US-amerikanischen Industrie- und Handelsunternehmen im August 2011 einen saisonbereinigten Anstieg gegenüber dem Vormonat aus. So lagen die Lagerbestände um 0,5 Prozent über dem Vormonatsniveau. Volkswirte hatten zuvor ein Plus von 0,4 Prozent erwartet. Im Vormonat war bei den Lagerbeständen ein Plus von revidiert 0,5 Prozent (vorläufig: +0,4 Prozent) ausgewiesen worden. Der Umsatz bei den Industrie- und Handelsunternehmen hat gegenüber dem Vormonat ein Plus von 0,3 Prozent verzeichnet. Im Vormonat wurde ein Zuwachs von 0,7 Prozent beim Umsatz der Industrie- und Handelsunternehmen ausgewiesen. Der Spielwarenhersteller Mattel (-1 Prozent) hat im dritten Quartal einen höheren Gewinn erzielt und profitierte dabei vor allem von einem soliden Umsatzwachstum. Die Ergebniserwartungen wurden damit erfüllt. Der Nettogewinn belief sich auf 300,8 Mio. US-Dollar bzw. 86 Cents pro Aktie, nach 283,3 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Der Umsatz nahm um 9 Prozent auf knapp 2 Mrd. US-Dollar zu. Darüber hinaus kündigte der Konzern an, das zuletzt angekündigte Aktienrückkaufprogramm um 500 Mio. US-Dollar aufzustocken. Zudem wurde für das vierte Quartal eine Bardividende in Höhe von 23 Cents pro Aktie beschlossen. Damit liegt die Jahresdividende bei 92 Cents pro Aktie (+11 Prozent).
In der kommenden Woche stehen unter anderem die Geschäftszahlen von Acer, AMR, Baidu.com, Charles Schwab, Citigroup, Gannett, Halliburton, Hasbro, IBM, Philips, Steel Dynamics, Wells Fargo, Apple, Bank of America, Coca-Cola, CSX, Delticom, WW Grainger, Danone, Harley-Davidson, Intel, Johnson & Johnson, Juniper Networks, Linear Technology, State Street, Whitbread, Yahoo!, Abbott Laboratories, American Express, Apollo Group, Bank of New York Mellon, BSkyB, eBay, Lam Research, Morgan Stanley, Stryker, SUPERVALU, TeliaSonera, Textron, Tomra Systems, United Technologies, US Airways, Xilinx, Actelion, ADVA, Akzo Nobel, Amadeus Fire, AT&T, BB Biotech, BB&T, Danaher, Eli Lilly, Intersoll-Rand, KeyCorp, McGraw-Hill Companies, Microsoft, Nestlé, Nucor, Philip Morris, SanDisk, Schneider Electric, Seagate Technology, Southwest Airlines, Ericsson, Union Pacific, zooplus, A.O. Smith, Air Products and Chemicals, General Electric, McDonald's, Schlumberger, Verizon Communications und Yara International zur Veröffentlichung an.
Bei den Konjunkturdaten dürften am Montag in Deutschland die Großhandelspreise und die Daten zu den Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe im Blickfeld der Anleger stehen. Aus den USA werden zudem der NY Empire State Index und die Industrieproduktionsdaten gemeldet. Am Dienstag stehen in Großbritannien die Verbraucherpreise an. In Deutschland werden die ZEW-Konjunkturerwartungen für Oktober vermeldet. In den USA werden ferner der Erzeugerpreisindex sowie der NAHB/WF Hausmarktindex bekannt gegeben. Am Mittwoch folgen in der EU die Leistungsbilanz für August, die Zahlungsbilanz des zweiten Quartals 2011 und die Produktion im produzierenden Gewerbe. In den USA stehen ferner die wöchentlichen Hypothekenanträge, die Wohnbaubeginne und Wohnbaugenehmigungen, die Verbraucherpreise und das Beige Book zur Veröffentlichung an. Am Donnerstag folgen in Japan die Frühindikatoren, in Deutschland die Erzeugerpreise, sowie in den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, der Philly Fed Index, die Frühindikatoren und die Verkäufe bestehender Häuser. Am Freitag werden schließlich in Deutschland das ifo Geschäftsklima mit dem ifo Konjunkturtest Dienstleister für Oktober vermeldet. Zudem stehen in der EU Zahlen zum öffentlichen Defizit und Verschuldung für 2010 an.
Indexstände (14.10.2011, 17:45 Uhr) DAX: 5.967,20 TecDAX: 692,16 Dow Jones STOXX 50: 2.270,33 Nikkei 225: 8.747,96 Dow Jones: 11.550,11 Nasdaq Composite: 2.641,22 (14.10.2011/ac/n/m)
Zu Wochenbeginn zeigte sich der DAX in hervorragender Verfassung und stieg um 3,02 Prozent auf 5.847,29 Punkte. Vor dem Hintergrund der Hoffnung auf eine baldige Lösung der europäischen Schuldenkrise blieb die Stimmung am Markt positiv. Im Blick standen dabei auch diverse Konjunkturdaten. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilte, sind die deutschen Ex- und Importe im August 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum angewachsen. So wurden im Berichtsmonat von Deutschland Waren im Wert von 85,3 Mrd. Euro ausgeführt und Waren im Wert von 73,5 Mrd. Euro eingeführt. Damit waren die deutschen Ausfuhren im August um 14,6 Prozent und die Einfuhren um 12,6 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Daneben erzielte das Verarbeitende Gewerbe im August 2011 nach vorläufigen Angaben ein klares Umsatzwachstum. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg der Umsatz arbeitstäglich- und preisbereinigt um 8,3 Prozent, nach 10,7 Prozent im Juli. Im Vergleich zum Vormonat wies der preisbereinigte Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe saison- und arbeitstäglich bereinigt dagegen ein Minus von 0,4 Prozent aus, gegenüber einer Zunahme um 4,0 Prozent im Juli 2011. Ferner ist die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im Juli 2011 gesunken. So belief sich die Gesamtzahl auf 13.356 Insolvenzen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat schrumpfte die Gesamtzahl der gestellten Insolvenzanträge damit um 7,4 Prozent. Unternehmensseitig standen vor allem auch Automobilabsatzzahlen für September im Fokus der Anleger. Volkswagen fuhren um 4,7 Prozent vor. Der Konzern teilte mit, dass seine Tochter AUDI ihr deutliches Absatzwachstum in allen Weltregionen fortsetzte. So lieferte der Hersteller im September rund 120.200 Automobile aus, was zum Vorjahresmonat einem Plus von 17,1 Prozent entspricht. BMW wartete im September ebenfalls mit einem deutlichen Absatzplus auf. So wurden im Berichtsmonat insgesamt 159.214 Modelle der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce abgesetzt, was gegenüber dem Vorjahreswert von 142.953 Fahrzeugen einem Plus von 11,4 Prozent entspricht. Der Titel legte um 4,1 Prozent zu. adidas will in den Märkten Russlands und der GUS in den kommenden Jahren kräftig wachsen. Der Vorstandsvorsitzende Herbert Hainer gab am Montag im Rahmen einer Investorenveranstaltung in Moskau die Wachstumspläne Sportartikelherstellers bekannt. So soll der Umsatz in Russland/GUS bis 2015 im Durchschnitt jährlich zweistellig zulegen. Absolut gesehen geht das Unternehmen davon aus, dass der Umsatz - bei vergleichbaren Wechselkursen - bis 2013 die Marke von 1 Mrd. Euro überschreiten wird. Der Titel lief um 3,7 Prozent vor. Douglas Holding konnte schließlich nach vorläufigen Zahlen zum Geschäftsjahr 2010/11 den Nettoumsatz um 1,8 Prozent (vergleichbar: +1,5 Prozent) auf knapp 3,4 Mrd. Euro steigern. Die Umsatzerwartung für das Geschäftsjahr hatte zwischen 2 und 4 Prozent gelegen. Indes wurde die Ergebnisprognose bekräftigt. Der Anteilsschein des Einzelhandelskonzerns gab um 1,6 Prozent nach. Am Dienstag sind die wichtigsten deutschen Aktienindizes wenig verändert aus dem Handel gegangen. Die Anleger hielten sich im Vorfeld der Entscheidung des slowakischen Parlaments zur Erweiterung des Euro-Rettungsschirms mit Neuengagements zurück. Der DAX gewann 0,30 Prozent auf 5.865,01 Punkte. Infineon hat am Standort Villach in Österreich die ersten Chips ("first silicon") auf einem 300-Millimeter-Dünnwafer für Leistungshalbleiter gefertigt. Damit ist Infineon damit das weltweit erste Unternehmen, dem dieser Schritt gelungen ist. Der Anteilsschein verbesserte sich um 0,6 Prozent. Volkswagen fuhren derweil um 1,7 Prozent vor. Der Automobilkonzern verlautbarte, dass man den Absatz im September bei der Kernmarke weiter verbessern konnte. So wurden 472.100 Modelle der Marke Volkswagen Pkw ausgeliefert. Dies entspricht einem Anstieg von 13,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. In den ersten neun Monaten wurden weltweit 3,81 Millionen Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert, was einem Plus von 12,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Am Mittwoch ging es an den deutschen Aktienmärkten wieder deutlich nach oben, wobei die Zuversicht stützte, dass bald eine Lösung der europäischen Schuldenkrise gefunden werden kann. Der DAX gewann 2,21 Prozent auf 5.994,47 Punkte. Die deutschen Großhandelsverkaufspreise sind im September 2011 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit vermindertem Tempo angestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterten die Preise um 5,7 Prozent, nach Zuwächsen von 6,5 Prozent im August 2011 und 7,6 Prozent im September 2010. Daneben wuchsen die Großhandelspreise binnen Monatsfrist um 0,3 Prozent an, während sie im August 2011 um 0,1 Prozent und im September 2010 um 1,0 Prozent gestiegen waren. MAN verteuerten sich um 2,2 Prozent. Der Konzern hat seine Planungen für das laufende Fiskaljahr bestätigt. So erwartet man auf Konzernebene einen Umsatzzuwachs im Bereich von 10 bis 15 Prozent. Die Umsatzrendite wird den Angaben zufolge leicht oberhalb des Mittelwerts der langfristigen Zielrendite von 8,5 Prozent liegen. Im mit Abstand größten Geschäftsbereich Nutzfahrzeuge geht MAN weiterhin von einem Umsatzwachstum von 15 bis 20 Prozent aus. Dabei soll die Umsatzrendite hier bei mindestens 7,5 Prozent liegen. Deutsche Lufthansa flogen daneben nach Fluggastzahlen für den Monat September um 2,1 Prozent vor. Die Airline steigerte bei der Lufthansa Passage die Zahl der beförderten Fluggäste um 5,2 Prozent auf insgesamt 6,007 Millionen. Der Sitzladefaktor verringerte sich aber im Vorjahresvergleich um 2,8 Prozentpunkte auf 79,9 Prozent. Auf Konzernebene konnte die Zahl der beförderten Passagiere um 3,6 Prozent auf 9,94 Millionen verbessert werden. Der Sitzladefaktor lag hier mit 80,1 Prozent um 2,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Die Deutsche Börse AG verlautbarte derweil, dass die luxemburgische Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF) den Zusammenschluss mit der NYSE Euronext gebilligt hat. Damit nimmt die Transaktion auch an dem für die Gruppe Deutsche Börse wichtigen Standort in Luxemburg einen zentralen aufsichtsrechtlichen Meilenstein. Die Transaktion steht den Angaben zufolge unter weiteren Vollzugsbedingungen wie etwa der Gestattung durch die zuständigen EU-Wettbewerbsbehörden sowie durch die zuständigen Börsenaufsichtsbehörden. Die Aktie der Deutschen Börse AG verteuerte sich um 3,6 Prozent. Am Donnerstag gingen die wichtigsten deutschen Aktienmärkte nach negativ aufgenommenen Aussagen der EZB zur Konjunkturentwicklung in Europa mit Abschlägen aus dem Handel. Der DAX verlor 1,33 Prozent auf 5.914,84 Punkte. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute Deutschlands gehen in ihrem Herbstgutachten 2011 davon aus, dass sich die deutsche Wirtschaft im nächsten Jahr deutlich abkühlen wird. Inzwischen rechnen sie für das kommende Jahr mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um lediglich 0,8 Prozent. Für das laufende Jahr gehen die Ökonomen von einem Wachstum von 2,9 Prozent aus. Dagegen war im Frühjahrsgutachten noch von einem Wachstum der Wirtschaftsleistung um 2,8 Prozent in 2011 bzw. 2,0 Prozent in 2012 die Rede. Die Inflation in Deutschland hat sich unterdessen im September 2011 nach endgültigen Angaben des Statistischen Bundesamtes mit höherem Tempo fortgesetzt. So belief sich die Inflationsrate auf 2,6 Prozent, nach einer Jahresteuerungsrate von 2,4 Prozent im August 2011 und 1,3 Prozent im September 2010. Ohne Berücksichtigung der Energie hätte die Inflationsrate im September 2011 bei 1,5 Prozent gelegen. Die Nutzfahrzeugsparte von Volkswagen konnte in den ersten neun Monaten einen deutlichen Absatzanstieg vorweisen. So wurden in diesem Zeitraum weltweit insgesamt 390.000 leichte Nutzfahrzeuge ausgeliefert. Dies entspricht einem Anstieg von 25,5 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert. Die Aktie fuhr um 0,2 Prozent vor. Im MDAX verschlechterten sich die Papiere von Südzucker nach endgültigen Halbjahreszahlen um 1,7 Prozent. Der Umsatz des Zuckerproduzenten erhöhte sich in den sechs Monaten zum 31. August 2011 gegenüber Vorjahr um 8,8 Prozent auf 3,34 Mrd. Euro. Das operative Konzernergebnis nahm gleichzeitig um 23,3 Prozent auf 347 Mio. Euro zu. Das Ergebnis nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter belief sich auf 145 Mio. Euro, nach zuvor 123 Mio. Euro. Für das gesamte Geschäftsjahr 2011/12 rechnet Südzucker weiterhin mit einem Anstieg des Konzernumsatzes auf rund 6,5 (Vorjahr: 6,2) Mrd. Euro und einem operativen Konzernergebnis von mehr als 600 (Vorjahr: 519) Mio. Euro. Fraport wartete derweil im September mit einem deutlichen Passagierplus auf. So wurden am Heimatflughafen Frankfurt 5.303.672 Passagiere abgefertigt, was einem Plus von 4,2 Prozent entspricht. Beim Frachtumschlag wurden im September 176.222 Tonnen Luftfracht gezählt, was einem Minus von 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gleichkommt. Auf Konzernebene stieg die Passagierzahl im Vorjahresvergleich um 7,7 Prozent auf 10.101.972. Die Aktie des Flughafenbetreibers gewann um 0,2 Prozent an Wert. Am Freitag ging es an den deutschen Aktienmärkten weiter nach oben. Im Fokus standen dabei die Aktien von SAP und Infineon. SAP (+2,1 Prozent) konnte im dritten Quartal mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisplus aufwarten. Im Anschluss wurde die Jahresprognose bestätigt. So stiegen die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse (IFRS) um 16 Prozent auf 2,69 Mrd. Euro. Außerdem verbesserten sich die Software- und softwarebezogene Serviceerlöse (Non-IFRS) im dritten Quartal um 14 Prozent auf 2,69 Mrd. Euro, wobei man ohne die Berücksichtigung von Wechselkursen ein Umsatzplus von 18 Prozent ausweisen konnte. Der Gesamtumsatz (IFRS) stieg um 14 Prozent auf 3,41 Mrd. Euro. Der Gesamtumsatz (Non-IFRS) erhöhte sich um 12 Prozent auf 3,41 Mrd. Euro. Ohne Berücksichtigung der Wechselkurse entspricht dies einem Anstieg um 15 Prozent. Das Betriebsergebnis (IFRS) legte um 145 Prozent auf 1,76 Mrd. Euro zu. Das Betriebsergebnis (Non-IFRS) stieg um 23 Prozent auf 1,13 Mrd. Euro. Die operative Marge (IFRS) erhöhte sich um 27,7 Prozentpunkte auf 51,5 Prozent (2010: 23,8 Prozent). Die operative Marge (Non-IFRS) stieg um 2,9 Prozentpunkte auf 33,0 Prozent (2010: 30,1 Prozent). Infineon Technologies (-4,1 Prozent) hat nach vorläufigen Eckdaten im vierten Quartal mit knapp 1,04 Mrd. Euro einen Umsatz ungefähr auf dem Niveau des Vorquartals erreicht. Das Segmentergebnis betrug 195 Mio. Euro, nach 212 Mio. Euro im dritten Quartal des Geschäftsjahrs 2011. Für das erste Quartal des Geschäftsjahrs 2012 erwartet Infineon in Summe einen Umsatzrückgang um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentsatz gegenüber dem vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2011 mit einer Segmentergebnismarge in Höhe eines mittleren Zehnerprozentsatzes vom Umsatz. Außerdem wurde die Bildung weiterer Rückstellungen im Zusammenhang mit der Insolvenz des Tochterunternehmens Qimonda AG angekündigt.
In Europa waren zu Beginn der neuen Handelswoche deutliche Aufschläge auszumachen. Die Hoffnung auf ein Gesamtpaket zur Lösung der europäischen Schuldenkrise sorgt für regelrechte Kaufpanik unter den Anlegern. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 2,27 Prozent auf 2.320,80 Punkte. Die italienische Industrieproduktion hat sich im August 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Istat überraschend erhöht. Binnen Jahresfrist stieg der Industrie-Output der viertgrößten europäischen Volkswirtschaft kalenderbereinigt um 4,7 Prozent. Volkswirte hatten hingegen mit einem Rückgang um 2,7 Prozent gerechnet. Im Vormonatsvergleich erhöhte sich die Industrieproduktion saisonbereinigt um 4,3 Prozent, während Volkswirte ein Plus um 0,1 Prozent erwartet hatten. In Österreich brachen die Aktien der Erste Group Bank um 9,2 Prozent ein, nachdem sie zeitweise um knapp 17 Prozent abgerutscht waren. Die Bank geht vor dem Hintergrund von Einmalaufwendungen in Zusammenhang mit der Schuldenkrise in Europa und hohen Einmalbelastungen in Ungarn und Rumänien von einem dreistelligen Millionenverlust im laufenden Fiskaljahr aus. Außerdem wird man auf eine Dividendenzahlung verzichten. Daneben flogen Air France-KLM um 3,6 Prozent vor. Die Fluggesellschaft konnte ihre Passagierzahlen im September steigern. So wurden im vergangenen Monat insgesamt 6,86 Millionen Fluggäste befördert, was gegenüber dem Vorjahreswert einem Plus von 8,4 Prozent entspricht. Der Sitzladefaktor verbesserte sich auf 85,2 Prozent, nach 83,8 Prozent im Vorjahreszeitraum. In Belgien hatte sich die im Zuge der europäischen Schuldenkrise ins Schlingern geratene belgische Dexia mit seinen staatlichen Großaktionären nach langen Verhandlungen auf ein umfangreiches Rettungskonzept geeinigt. So wird der Belgische Staat demnach 100 Prozent der Anteile der belgischen Dexia-Tochter Dexia Bank Belgium für 4 Mrd. Euro übernehmen. Wie aus der Mitteilung des belgischen Finanzkonzerns weiter hervorging, stellen die Belgien, Frankreich und Luxemburg außerdem in den kommenden zehn Jahren Finanzierungsgarantien in Höhe von bis zu 90 Mrd. Euro bereit. Diese sollen zu 60,5 Prozent von Belgien und zu 36,5 Prozent von Frankreich getragen werden. Die übrigen 3 Prozent werden von Luxemburg zur Verfügung gestellt. Am Dienstag hielten sich die Investoren auch in Europa im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Abstimmung des slowakischen Parlaments über die Ausweitung des Euro-Rettungsschirms mit Neuengagements zurück. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 0,21 Prozent auf 2.315,97 Punkte. Die Experten der EU-Kommission, des IWF und der Europäischen Zentralbank (EZB) sind am Dienstsg im Rahmen ihrer fünften Überprüfung der Haushaltslage in Griechenland zu einem positiven Votum bezüglich der Situation des hoch verschuldeten Euro-Mitglieds gekommen und befürworten eine Auszahlung der nächsten Kredittranche an Griechenland. Die Euro-Gruppe und der IWF müssen den Ergebnissen der Prüfung noch zustimmen. Dann kann die dringend benötigte Kredittranche in Höhe von 8 Mrd. Euro an Griechenland voraussichtlich Anfang November ausbezahlt werden. Die Industrieproduktion in Großbritannien ist im August 2011 nach Angaben von National Statistics erneut zurückgegangen. So verringerte sich der Produktionsausstoß der Industrie (Verarbeitendes Gewerbe und Versorger) binnen Jahresfrist um 1,0 Prozent. Volkswirte waren im Vorfeld von einem Rückgang von 1,1 Prozent ausgegangen. Das Verarbeitende Gewerbe verzeichnete jedoch eine Produktionssteigerung um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Volkswirte hatten hier ein Plus von 1,6 Prozent erwartet. Der Minenkonzern Eurasian Natural Resources (ENRC) gab bekannt, dass seine Directors einstimmig entschieden haben, von der Call-Option zum Erwerb der ausstehenden Anteile des Kohleproduzenten Shubarkol Gebrauch zu machen. So will ENRC bis zu 2.638.103 Shubarkol-Anteile von der Eurasian Industrial Company JSC (EIC) erwerben. Der Kaufpreis beläuft sich dabei auf insgesamt bis zu 600 Mio. US-Dollar, wobei zusätzlich Verbindlichkeiten in Höhe von rund 50 Mio. US-Dollar übernommen werden. Shubarkol ist einer der größten Kohleproduzenten Kasachstans. Die Anteilsscheine gaben um 2,3 Prozent nach. Givaudan rückten daneben um 2,6 Prozent vor. Der Duft- und Aromenhersteller musste im dritten Quartal einen klaren Umsatzrückgang hinnehmen. Allerdings wurden die mittelfristigen Ziele bestätigt. So fiel der Umsatz um 10,9 Prozent auf 966 Mio. Schweizer Franken (CHF). In Lokalwährungen konnte man aber einen Umsatzanstieg von 5,4 Prozent ausweisen. In den ersten neun Monaten 2011 belief sich der Konzernumsatz auf 2,97 Mrd. CHF, was einem Rückgang um 9,5 Prozent zur Vorjahresperiode entspricht. In Lokalwährungen wurde wiederum ein Plus von 4,7 Prozent verzeichnet. Wie der Konzern weiter ausführte, peilt er mittelfristig weiterhin ein jährliches organisches Wachstum von 4,5 bis 5,5 Prozent an, wobei ein Marktwachstum von 2 bis 3 Prozent unterstellt wird. Am Mittwoch ging es an den europäischen Aktienmärkten weiter nach oben. Zur positiven Stimmung trug die sich abzeichnende Einigung im slowakischen Parlament über die Erweiterung des Euro-Rettungsschirms bei. Zudem stützte die freundliche Eröffnung an der Wall Street. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 2,43 Prozent auf 2.372,15 Punkte. Die Industrieproduktion in der Eurozone hat sich im August 2011 gegenüber dem Vormonat erhöht. Dies gab die EU-Statistikbehörde Eurostat heute bekannt. Auf Monatssicht kletterte die saisonbereinigte Ausbringung in der Eurozone (EZ17) um 1,2 Prozent, während sie im Juli um 1,1 Prozent gestiegen war. Im Vorjahresvergleich zog die arbeitstäglich bereinigte Fertigungsmenge in der Eurozone um 5,3 Prozent an, nach einem Plus von 4,4 Prozent im Vormonat. Das slowakische Parlament hat am späten Dienstagabend die Aufstockung des europäischen Rettungsschirms EFSF mehrheitlich abgelehnt. Die Slowakei war das letzte Euro-Mitglied, welches dem EFSF hätte zustimmen müssen. Mit der Ablehnung des EFSF ist die derzeitige Regierung unter der Führung von Premierministerin Iveta Radicova am Ende. Radicova hatte die Abstimmung mit einer Vertrauensfrage verknüpft. Allerdings zeichnet sich inzwischen eine Einigung unter den Fraktionen ab, so dass bei einer erneuten Abstimmung über den EFSF mit einem positiven Votum zu rechnen ist. Die Arbeitsmarktsituation in Großbritannien hat sich im September 2011 nach Angaben von National Statistics verschlechtert. Binnen Monatsfrist kletterte die Zahl der Antragsteller auf Arbeitslosenhilfe um 17.500 auf 1,60 Millionen. Volkswirte hatten hier im Vorfeld sogar eine Zunahme um 24.000 erwartet. Burberry Group konnte seinen Umsatz im zweiten Quartal um 29 Prozent steigern und profitierte dabei von neuen Filialen und einer starken Nachfrage in China. So belief sich der Umsatz in den drei Monaten zum 30. September 2011 auf 463 Mio. Britische Pfund (GBP), im Vergleich zu 359 Mio. GBP im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten im Vorfeld Erlöse von 448 Mio. GBP erwartet. Für das erste Halbjahr wurde ein Umsatz von 830 Mio. GBP ausgewiesen, gegenüber 641 Mio. GBP in den entsprechenden sechs Monaten des Vorjahres. Die Papiere des Luxusartikelherstellers verteuerten sich um 3,5 Prozent. Daneben ging es für BAE Systems um 0,3 Prozent nach oben, nachdem der Rüstungskonzern mitteilte, dass er für das laufende Fiskaljahr von einem Ergebnis im Rahmen der Erwartungen ausgeht. Die Aktien des Chip-Ausrüsters ASML Holding rückten um 6,3 Prozent vor. Der weltgrößte Hersteller von Lithographiesystemen hat im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnsprung erzielt und die Erwartungen geschlagen. Dabei profitierte man von einem starken Geschäftsmodell und einer soliden Nachfrage. Der Jahresumsatzausblick wurde bestätigt. Am Donnerstag herrschten auch in Europa deutlich rote Vorzeichen vor. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor am Ende 1,67 Prozent auf 2.332,52 Punkte. Die Europäische Zentralbank (EZB) geht für die zweite Hälfte des laufenden Jahres angesichts der unsicheren Gesamtsituation an den internationalen Finanzmärkten weiterhin von Beeinträchtigungen des Wirtschaftswachstums in der Euro-Zone aus. Gleichzeitig sprach sich die Europäische Zentralbank in ihrem aktuellen Monatsbericht weiterhin gegen eine Beteiligung des privaten Sektors bei der Bewältigung der Schuldenkrise im Euro-Raum aus. Zudem hat das slowakische Parlament am Nachmittag doch noch der Aufstockung des europäischen Rettungsschirms EFSF zugestimmt. Am Dienstagabend war in einer ersten Abstimmung der EFSF noch abgelehnt worden. Die Slowakei war das letzte der 17 Euro-Mitglieder, welches dem EFSF zustimmen musste. In Frankreich brachen Carrefour um 5,9 Prozent ein, nachdem der Handelskonzern die Umsatzzahlen für das dritte Quartal veröffentlichte. So lag der konsolidierte Gesamtumsatz (inklusive Benzinverkäufen) mit 22,80 Mrd. Euro auf Basis konstanter Wechselkurse um 1,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Ohne die Berücksichtigung von Benzinverkäufen wurde auf vergleichbarer Basis und bereinigt um Kalender-Effekte ein Minus von 0,6 Prozent ausgewiesen. Nach Einschätzung von CEO Lars Olofsson spiegelt die Umsatzentwicklung im dritten Quartal das nach wie vor herausfordernde Umfeld im Einzelhandel wider, das durch das eingetrübte konjunkturelle Gesamtumfeld beeinträchtigt wird. Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen wurde im Anschluss die Prognose für das Gesamtjahr nach unten revidiert. So erwartet Carrefour beim operativen Gewinn nunmehr einen Rückgang zwischen 15 und 20 Prozent für das laufende Fiskaljahr. Zuvor hatte der Einzelhandelskonzern hier ein Minus von etwa 15 Prozent in Aussicht gestellt. Daneben rauschten Alcatel-Lucent um 5,3 Prozent nach oben. Der Netzwerkausrüster will sich einem Medienbericht zufolge von einer Konzernsparte trennen. Wie es unter Berufung auf informierte Kreise heißt, werde der Netzwerkausrüster seine Call Center-Servicesparte voraussichtlich an den Finanzinvestor Permira veräußern. Den Angaben zufolge werde der Verkauf voraussichtlich rund 1,5 Mrd. Euro in die Kassen von Alcatel-Lucent spülen. Das britische Handelsbilanzdefizit hat sich im August 2011 nach Angaben von National Statistics verringert. So reduzierte sich das Defizit auf 7,8 Mrd. Britische Pfund (GBP), nachdem für Juli ein Passivsaldo von 8,2 Mrd. GBP gemeldet worden war. Volkswirte waren im Vorfeld von einem Defizit von 8,8 Mrd. GBP ausgegangen. Hierbei kletterten die Exporte binnen Monatsfrist um 1,3 Prozent, während die Importe um 0,3 Prozent zunahmen. Rio Tinto konnte im dritten Quartal einen Anstieg der Eisenerzproduktion auf einen neuen Rekordwert verzeichnen. Zudem wurde die Jahresprognose bestätigt. Der Titel gab um 2,3 Prozent nach. Roche verschlechterten sich um 4,5 Prozent. Der Pharmakonzern musste in den ersten neun Monaten einen deutlichen Umsatzrückgang ausweisen. So lag der Umsatz in den ersten drei Quartalen mit 31,49 Mrd. Schweizer Franken (CHF) um 13 Prozent unter dem Vorjahreswert von 36,13 Mrd. CHF. Bereinigt um Wechselkurseffekte wurde im Berichtszeitraum ein im Vergleich zum Vorjahreswert unveränderter Umsatz ausgewiesen. Im Anschluss wurde die Gewinnprognose für das laufende Fiskaljahr bestätigt. Am Freitag waren auch an den wichtigsten europäischen Märkten grüne Vorzeichen auszumachen. Die Handelsbilanz der Eurozone hat im August 2011 mit einem größeren Defizit geschlossen. Dies teilte das Europäische Statistikamt Eurostat im Rahmen seiner ersten Schätzung mit. So belief sich das Defizit der gesamten Union (EU27) auf 17,8 Mrd. Euro, nach Negativsalden von 9,0 Mrd. Euro im Vormonat und 19,2 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Die Exporte nahmen binnen Monatsfrist um 2,9 Prozent zu, während die Importe um 3,2 Prozent anzogen. Die europäischen Verbraucherpreise haben sich indes im September mit beschleunigtem Tempo erhöht. So erhöhte sich die jährliche Inflationsrate der Eurozone auf 3,0 Prozent, nach 2,5 Prozent im August 2011 und 1,9 Prozent im September 2010. Die Monatsteuerungsrate betrug im Berichtsmonat 0,8 Prozent. Die Ratingagentur Standard & Poor´s hat das Kreditrating für Spanien gesenkt. So wurde die Bonitätsnote für das Euro-Mitglied um eine Stufe von "AA" auf "AA-" mit negativem Ausblick herabgestuft. Zur Begründung wurde von der Ratingagentur vor allem auf die schwierige Wirtschaftssituation des Landes verwiesen. Syngenta (+1,3 Prozent) hat den Umsatz im dritten Quartal 2011 bei konstanten Wechselkursen um 16 Prozent auf 2,66 Mrd. US-Dollar erhöht. Die Absatzmengen legten um 13 Prozent zu und der Preisanstieg betrug 3 Prozent. In den ersten neun Monaten des Jahres erhöhte sich der Umsatz bei konstanten Wechselkursen um 13 Prozent (effektiv +16 Prozent) auf 10,37 Mrd. US-Dollar. Unterdessen vermeldete Unilever (+2,5 Prozent) einen Zukauf. So übernimmt der Konsumgüterkonzern den russischen Kosmetikkonzern Concern Kalina zu 82 Prozent. Im Rahmen der Transaktion zahlt Unilever 390 Mio. Euro für die Anteile an dem russischen Konzern. Kalina mit Sitz in Ekaterinburg ist ein Spezialist im Bereich Personal Care und verfügt über führende Positionen in den Segmenten Haut- und Haarpflege. Unilever legen um 3,2 Prozent zu.
Die Hoffnungen auf eine Lösung der europäischen Schuldenkrise sorgten am Montag auch unter den amerikanischen Anlegern für Kauflaune. Zudem ließen auch die Sorgen um die weitere wirtschaftliche Entwicklung in den USA nach. Der Dow Jones verbesserte sich um 2,97 Prozent auf 11.433 Punkte. Insgesamt war die Nachrichtenlage am heutigen Feiertag "Columbus Day", an dem an den Anleihemärkten nicht gehandelt wurde, ruhig. Im Blickpunkt stand die Aktie von Apple, die um 5,1 Prozent zulegen konnte. Der Technologiekonzern hat mit dem neuen iPhone 4S, das am vergangenen Dienstag vorgestellt wurde, einen neuen Verkaufsrekord verzeichnet. So gingen in den ersten 24 Stunden nach dem Verkaufsstart bereits mehr als eine Million Vorbestellungen für das neue iPhone-Modell ein. Damit wurden so viele Bestellungen verzeichnet wie nie zuvor bei einem Apple-Gerät. Beim iPhone 4, das im vergangenen Jahr auf den Markt gekommen war, waren in den ersten 24 Stunden nur gut 600.000 Bestellungen eingegangen. Die Aktien von Regis legten daneben um 0,2 Prozent zu. Der weltweit größte Betreiber von Friseursalons, meldete einen Umsatzrückgang im ersten Quartal. So ist der Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozent auf 568,6 Mio. US-Dollar gesunken. Dabei sind die so genannten Same-Stores Sales um 3,1 Prozent zurückgegangen. Analysten waren im Vorfeld von Erlösen in Höhe von 567,4 Mio. US-Dollar ausgegangen. Am Dienstag tendierten die wichtigsten US-Indizes uneinheitlich. Der Dow Jones verschlechterte sich dabei um 0,15 Prozent auf 11.416,30 Punkte. Für die Aktie des Autovermieters Dollar Thrifty Automotive Group ging es um 2,2 Prozent nach unten. Das Unternehmen hat das Übernahmeangebot des US-Rivalen Hertz Global Holdings ausgeschlagen und will weiter eigenständig bleiben. Hertz Global Holdings verbesserten sich daraufhin um 1,4 Prozent. IBM hatte derweil einen weiteren Zukauf angekündigt. So wurde eine Vereinbarung zur Übernahme der nicht börsennotierten kanadischen Platform Computing geschlossen. Bei dem Unternehmen mit Sitz im kanadischen Toronto handelt es sich um einen Anbieter im Bereich Management-Software. Derzeit verfügt Platform Computing über weltweit 2.000 Unternehmenskunden. Die Übernahme soll im vierten Quartal abgeschlossen werden. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben. Für den Titel ging es um 0,9 Prozent nach unten. Nachbörslich eröffnete am Dienstag dann noch Alcoa die neue US-Berichtssaison, und sorgte dabei für eine Enttäuschung, so dass das Papier nachbörslich deutlich unter Druck geriet. So belief sich der Nettogewinn im dritten Quartal auf 172 Mio. US-Dollar bzw. 15 Cents je Aktie, nach 61 Mio. US-Dollar bzw. 6 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Berichtsquartal von 5,29 Mrd. US-Dollar im Vorjahr auf nun 6,42 Mrd. US-Dollar. Analysten hatten im Vorfeld einen Gewinn von 22 Cents je Aktie und Erlöse von 6,24 Mrd. US-Dollar erwartet. Wie Alcoa weiter bekanntgab, erwartet man für das laufende Jahr weiterhin ein Wachstum der weltweiten Aluminiumnachfrage um 12 Prozent. Am Mittwoch legten die Indizes an der Wall Street, gestützt auf die Hoffnung auf eine baldige Lösung der europäischen Schuldenkrise weiter zu. Der Dow Jones verbesserte sich um 0,90 Prozent auf 11.518,85 Punkte. Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte für die Woche zum 7. Oktober 2011 einen saisonbereinigten Zuwachs bei der Zahl der Hypothekenanträge. So erhöhte sich der entsprechende Index um 1,3 Prozent. In der Vorwoche war ein Minus von 4,3 Prozent gemeldet worden. Am Abend hatte die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) dann das Sitzungsprotokoll der letzten Zusammenkunft des Offenmarktausschusses (FOMC) am 20. und 21. September 2011 veröffentlicht. Wie aus den Protokollen, den sogenannten Fed Minutes, hervorgeht, sprachen sich diverse Mitglieder des Offenmarktausschusses angesichts der Unsicherheit über das künftige Wachstum der US-Wirtschaft dafür aus, zusätzliche Anleihekäufe in Erwägung zu ziehen. General Motors fuhren um 4,0 Prozent vor. Der US-Automobilhersteller plant die Produktion eines reinrassigen Elektroautos. Demnach soll die Produktpalette ab 2013 um ein reines Elektroauto erweitert werden. Hewlett-Packard zieht einem Medienbericht zufolge eine strategische Kehrtwende in Betracht. Wie es unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen heißt, will die neue Konzernchefin Meg Whitman die von ihrem Vorgänger Leo Apotheker angekündigte Abtrennung der PC-Sparte des Konzerns möglicherweise rückgängig machen. Für den Titel ging es um 0,2 Prozent nach unten. Im Höhenrausch befand sich indes mit einem Zugewinn von 34,1 Prozent Liz Claiborne. Die Bekleidungskette verlautbarte, dass sie ihre Marken Liz Claiborne, Monet und Kensie verkaufen wird. Zudem wurde der Verkauf der Marke Dana Buchman abgeschlossen. Durch die Transaktionen werden Verkaufserlöse in Höhe von 328 Mio. US-Dollar generiert. Sämtliche Transaktionen werden voraussichtlich noch im Laufe des vierten Quartals 2011 abgeschlossen. Danach sollten sich die Nettoverbindlichkeiten von Liz Claiborne den Angaben zufolge zum Jahresende auf 270 bis 290 Mio. US-Dollar belaufen. Schließlich hat der Konzern seine Prognosen für das bereinigte EBITDA in 2011 und 2012 angepasst. So erwartet man nun für 2011 einen Wert von 80 bis 90 Mio. US-Dollar (zuvor: 100 bis 120 Mio. US-Dollar) und für 2012 einen von 130 bis 150 Mio. US-Dollar (zuvor: 180 bis 220 Mio. US-Dollar). Am Donnerstag tendierten die wichtigsten US-Indizes uneinheitlich. Der Dow Jones verschlechterte sich um 0,35 Prozent auf 11.478,13 Stellen. Das US-Handelsbilanzdefizit blieb nach Angaben des US-Handelsministeriums im August 2011 stabil. So verharrte das Handelsbilanzdefizit bei 45,6 Mrd. US-Dollar, während Volkswirte zuvor ein Defizit von 46,1 Mrd. US-Dollar prognostiziert hatten. Im Juli wurde ebenfalls ein Passivsaldo von revidiert 45,6 (vorläufig: 44,8) Mrd. US-Dollar verbucht. Hierbei beliefen sich die Exporte auf 177,6 Mrd. US-Dollar. Die Importe stellten sich auf 223,2 Mrd. US-Dollar. Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich derweil in der Woche zum 8. Oktober 2011 nach Angaben des US-Arbeitsministeriums leicht verbessert. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 1.000 auf 404.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 406.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 401.000 auf 405.000 nach oben korrigiert. Im Mittelpunkt des Interesses der Investoren stand der Drittquartalsausweis von JPMorgan Chase, die als erste US-Großbank ihre Bücher zum abgelaufenen Quartal öffnete. Der Umsatz lag im Berichtszeitraum mit 24,37 Mrd. US-Dollar in etwa auf dem Niveau des Vorjahresquartals von 24,34 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn betrug indes 4,26 Mrd. US-Dollar bzw. 1,02 US-Dollar je Aktie, nach 4,42 Mrd. US-Dollar Vorjahreszeitraum. Im Berichtszeitraum hatte der Finanzkonzern zahlreiche negative Einmaleffekte zu verzeichnen gehabt, darunter einen Vorsteuerverlust von 542 Mio. US-Dollar im Private Equity-Segment, ein Minus von 1,00 Mrd. US-Dollar vor Steuern in Zusammenhang mit einem Gerichtsvergleich sowie einen negativen Bewertungseffekt in Höhe von 691 Mio. US-Dollar vor Steuern aus Wertberichtigungen bei Kreditderivaten. Dem stand ein positiver Steuereffekt von 1,9 Mrd. US-Dollar (vor Steuern) gegenüber. Analysten hatten zuvor einen Umsatz von 23,53 Mrd. US-Dollar sowie einen Gewinn von 93 Cents je Aktie erwartet. Der Titel gab um 4,9 Prozent nach. Safeway verloren derweil 0,2 Prozent. Der drittgrößte Lebensmittelhändler in den USA konnte im dritten Quartal Umsatz und Gewinn steigern. Die Erwartungen der Analysten wurden übertroffen. Dabei profitierte der Konzern von einem soliden Umsatzwachstum und Kostensenkungen. Der Ausblick wurde indes bestätigt. Nachbörslich sorgte dann noch Google mit seinen Zahlen für das dritte Quartal 2011 für eine positive Überraschung. Dabei konnte der Internet-Konzern Umsatz und Gewinn überraschend deutlich steigern. CEO Larry Page bezeichnete die vergangenen drei Monate als großartiges Quartal. Der Social Media-Dienst Google+ überstieg dabei die Marke von 40 Millionen Nutzern, obwohl der Dienst erst kurzzeitig für jedermann geöffnet ist. Das Nettoergebnis belief sich auf 2,73 Mrd. US-Dollar bzw. 8,33 US-Dollar je Aktie, nach 2,2 Mrd. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Das um Einmaleffekte bereinigte EPS belief sich auf 9,72 US-Dollar. Die Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von 8,74 US-Dollar erwartet. Am Freitag standen dann in den USA vor allem Konjunkturdaten im Blickfeld der Anleger. Der Einzelhandelsumsatz in den USA ist im September 2011 nach Angaben des US-Handelsministeriums angestiegen. Auf Monatssicht erhöhten sich die Umsatzerlöse um 1,1 Prozent, während sie im August revidiert um 0,3 Prozent gestiegen waren. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Anstieg um 0,6 Prozent prognostiziert. Unterdessen haben sich die US-Importpreise im September nach Angaben des US-Arbeitsministeriums erhöht. So verzeichneten die Einfuhrpreise einen Anstieg um 0,3 Prozent, gegenüber einem Minus von revidiert 0,2 Prozent im August. Die Ausfuhrpreise stiegen um 0,4 Prozent, nach einem Anstieg um 0,5 Prozent im August. Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Oktober 2011 gegenüber dem Vormonat verschlechtert. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der Universität Michigan vom Freitag. So fiel der Gesamtindex auf 57,5, Punkte, nachdem im Vormonat ein Stand von 59,4 Punkten ausgewiesen worden war. Volkswirte waren von einem Wert von 60,0 Punkten ausgegangen. Schließlich wiesen die Lagerbestände in den US-amerikanischen Industrie- und Handelsunternehmen im August 2011 einen saisonbereinigten Anstieg gegenüber dem Vormonat aus. So lagen die Lagerbestände um 0,5 Prozent über dem Vormonatsniveau. Volkswirte hatten zuvor ein Plus von 0,4 Prozent erwartet. Im Vormonat war bei den Lagerbeständen ein Plus von revidiert 0,5 Prozent (vorläufig: +0,4 Prozent) ausgewiesen worden. Der Umsatz bei den Industrie- und Handelsunternehmen hat gegenüber dem Vormonat ein Plus von 0,3 Prozent verzeichnet. Im Vormonat wurde ein Zuwachs von 0,7 Prozent beim Umsatz der Industrie- und Handelsunternehmen ausgewiesen. Der Spielwarenhersteller Mattel (-1 Prozent) hat im dritten Quartal einen höheren Gewinn erzielt und profitierte dabei vor allem von einem soliden Umsatzwachstum. Die Ergebniserwartungen wurden damit erfüllt. Der Nettogewinn belief sich auf 300,8 Mio. US-Dollar bzw. 86 Cents pro Aktie, nach 283,3 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Der Umsatz nahm um 9 Prozent auf knapp 2 Mrd. US-Dollar zu. Darüber hinaus kündigte der Konzern an, das zuletzt angekündigte Aktienrückkaufprogramm um 500 Mio. US-Dollar aufzustocken. Zudem wurde für das vierte Quartal eine Bardividende in Höhe von 23 Cents pro Aktie beschlossen. Damit liegt die Jahresdividende bei 92 Cents pro Aktie (+11 Prozent).
In der kommenden Woche stehen unter anderem die Geschäftszahlen von Acer, AMR, Baidu.com, Charles Schwab, Citigroup, Gannett, Halliburton, Hasbro, IBM, Philips, Steel Dynamics, Wells Fargo, Apple, Bank of America, Coca-Cola, CSX, Delticom, WW Grainger, Danone, Harley-Davidson, Intel, Johnson & Johnson, Juniper Networks, Linear Technology, State Street, Whitbread, Yahoo!, Abbott Laboratories, American Express, Apollo Group, Bank of New York Mellon, BSkyB, eBay, Lam Research, Morgan Stanley, Stryker, SUPERVALU, TeliaSonera, Textron, Tomra Systems, United Technologies, US Airways, Xilinx, Actelion, ADVA, Akzo Nobel, Amadeus Fire, AT&T, BB Biotech, BB&T, Danaher, Eli Lilly, Intersoll-Rand, KeyCorp, McGraw-Hill Companies, Microsoft, Nestlé, Nucor, Philip Morris, SanDisk, Schneider Electric, Seagate Technology, Southwest Airlines, Ericsson, Union Pacific, zooplus, A.O. Smith, Air Products and Chemicals, General Electric, McDonald's, Schlumberger, Verizon Communications und Yara International zur Veröffentlichung an.
Bei den Konjunkturdaten dürften am Montag in Deutschland die Großhandelspreise und die Daten zu den Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe im Blickfeld der Anleger stehen. Aus den USA werden zudem der NY Empire State Index und die Industrieproduktionsdaten gemeldet. Am Dienstag stehen in Großbritannien die Verbraucherpreise an. In Deutschland werden die ZEW-Konjunkturerwartungen für Oktober vermeldet. In den USA werden ferner der Erzeugerpreisindex sowie der NAHB/WF Hausmarktindex bekannt gegeben. Am Mittwoch folgen in der EU die Leistungsbilanz für August, die Zahlungsbilanz des zweiten Quartals 2011 und die Produktion im produzierenden Gewerbe. In den USA stehen ferner die wöchentlichen Hypothekenanträge, die Wohnbaubeginne und Wohnbaugenehmigungen, die Verbraucherpreise und das Beige Book zur Veröffentlichung an. Am Donnerstag folgen in Japan die Frühindikatoren, in Deutschland die Erzeugerpreise, sowie in den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, der Philly Fed Index, die Frühindikatoren und die Verkäufe bestehender Häuser. Am Freitag werden schließlich in Deutschland das ifo Geschäftsklima mit dem ifo Konjunkturtest Dienstleister für Oktober vermeldet. Zudem stehen in der EU Zahlen zum öffentlichen Defizit und Verschuldung für 2010 an.
Indexstände (14.10.2011, 17:45 Uhr) DAX: 5.967,20 TecDAX: 692,16 Dow Jones STOXX 50: 2.270,33 Nikkei 225: 8.747,96 Dow Jones: 11.550,11 Nasdaq Composite: 2.641,22 (14.10.2011/ac/n/m)
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